Samstag, 27. Februar 2016: Rückreisetag

Wir erwachen kurz bevor der Wecker läutet. Als erstes gönnen wir uns eine letzte Jogging-Runde auf der Promenade nach Los Christianos. Schön ist's … Ende Februar kurzärmlig joggen zu gehen. Wir haben Spass und geniessen die ruhige Zeit des Morgens. Am Ende der Laufstrecke stretchen wir ausgedehnt, werfen einen letzten Blick auf den Teide und lassen die ersten Sonnenstrahlen auf uns einwirken.

Danach gehen wir ein letztes Mal zum reichhaltigen Frühstücksbüffet und bedienen uns nach Herzenslust. Wobei die leckeren Früchte auch heute der Renner sind.

Zurück ins Zimmer. Duschen, packen, auschecken und nach einer kurzen Wartezeit holt uns kurz vor elf der Bus zum Flughafen ab. Bis wir dort ankommen dauerst es aber rund eine Stunde, da wir wiederum unzählige Hotels anfahren, um andere Rückreisende abzuholen. Der Check-in und die Sicherheitskontrolle verlaufen einwandfrei. Martin besteht auch die zusätzliche Sprengstoff-Kontrolle.

Wir essen noch eine Kleinigkeit und können kurz darauf in die Airberlin Maschine einsteigen, wo wir unsere Fensterplätze beziehen. Der Flug verläuft ruhig und die Reisezeit nutzen wir um Reisetagebuch zu schreiben.

Und schon sind wir nach einer schönen und erholsamen Woche Ferien wieder zurück in Bern.

 

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Freitag, 26. Februar 2016: Die Füsse im Meer!

Damit ich in die Aare steige, muss sie mindestens 20 Grad haben. Damit ich in den Atlantik gehe, muss er auch eine kuschlige Wärme ausstrahlen, damit wir Freunde werden. Aber heute, am letzten ganzen Tag auf den Kanaren ging ich auch ins Meer. Während Bettina wie gewohnt ganz reinging, war bei mir 'knietief' schon das Ende der Fahenstange… Aber im Meer war ich! Sonst wären es keine 'Badeferien' gewesen, oder?

Dies passierte am Nachmittag. Wir haben den heutigen Tag bewusst als 'Relax-Tag' bezeichnet. Nochmals Wärme tanken und diese nach Hause mit in den Februar nehmen… Eine Joggingrunde am Morgen musste aber sein, dieses Mal ein wenig eine längere Strecke, quasi die Königsetappe. Dann einfach mal fläzen und nichts machen. So wie Ferien sein sollten, mit dem Höhepunkt des erwähnten 'Meeresbades'. Den Strandtag schlossen wir mit einem Spaziergang zum Nachbardorf La Caleta ab. Früher ein Fischerdorf, nun eine Betonwüste. Und es wird munter weiter gebaut…

Die Ente mit ihren Jungen konnten wir auch nochmals sehen. Es sind immer noch alle 13 Kids dabei… Vielleicht machen die ja auch in diesem Hotel Ferien?

Da uns letztes Mal das Tepanyaki so gut gefallen hat, kehrten wir dort nochmals ein (ja, wir haben uns angemeldet) und haben noch einmal sehr gut gegesssen.

 

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Donnerstag, 25. Februar 2016: Teide wir kommen (2. Anlauf)

Der anbrechende Tag vertreibt den Schlaf. Wir werden durch Vogelgezwitscher und Meeresrauschen (und zwar echtes Meeresrauschen und nicht wie zu Hause aus dem Wecker) wach. Spontan entscheiden wir uns, ein Auto zu mieten und Richtung Teide zu fahren. Nach dem Frühstück suchen wir direkt die Autovermietung auf der dem Hotel gegenüberliegenden Strassenseite auf. Sie haben tatsächlich noch einen VW Golf zur Verfügung und nachdem alle Formalitäten erledigt sind, geht’s auch schon los. Die Strasse steigt steil an und wir schaffen rasch eine grössere Distanz zum Meer. Es hat viele Velofahrer, welche die Teide-Erklimmung als eine Art Königsetappe bei diesem schönen Wetter unter die Räder nehmen. Wir lassen die trockene, steppige Landschaft hinter uns und kommen bald in einer Bergwald-Region an. Wir legen einen kurzen Panorama-Geniess-Stopp ein. Es windet recht stark und plötzlich lässt eine Windböe einen grossen Pinienzapfen auf die Strasse – fast vor unsere Füsse – fallen.

Ein Riesen-Zapfen, den wir natürlich mitnehmen. Wir fahren weiter und kommen durch verschiedene kleine Bergdörfer (Arona, Vilaflor). Wobei in einigen dieser Dörfer Wein kultiviert wird. Die Strasse führt kurvig weiter Richtung Teide. Erste Schneefelder machen deutlich, dass es wirklich noch Winter ist. Und dann steht er vor uns, der Teide in seinem Winter-Schnee-Gewand. Fast majestätisch mit seiner unverkennbaren Kraterform erhebt er sich aus der Landschaft. Wir erweisen ihm die Ehre (Aussichtspunkt: Mirador Boca de Tauce), fötelen und schneebällelen ein wenig herum, bevor wir unsere Reise fortsetzen. Wir fahren auf der TF21 weiter. Der Verkehr wird dichter und schon bald stehen wir im Stau. Teide-Stau, na prima. Wir fahren weiter bis wir von einem Herrn der Guardia Civil erfahren, dass die Strasse bloss bis zur Seilbahn bzw. dem dazugehörigen Parkplatz offen ist, eine Weiterfahrt in den Norden aber nicht möglich ist. Aha, so ist das. Wäre manchmal noch hilfreich, wenn man das schon eher wüsste. Man könnte den Hinweis auf einem Strassenschild dem reiselustigen Publikum kundtun oder auf der offiziellen Teide-Homepage vermerken. Aber es geht natürlich auch ohne.

Da wir nicht mit der Seilbahn auf den Teide fahren wollen und nun wissen, dass die eindrückliche Fahrt über den Bergrücken in den Norden nicht möglich ist, entscheiden wir uns zurück zu fahren. Aber oha lätz: Da haben wir die Rechnung ohne den educational experienced Master of Traffic Instruktion der Guardia Civil gemacht. Als Martin den Wagen gewendet hat, faltet ihn der Polizist nach allen Regeln der Kunst zusammen als hätte Martin zu diesem was Nettes über seine Schwester gesagt. Dabei hat Martin einfach den Wagen zu spontan und natürlich nicht an dem vorgesehenen Wendepunkt gewendet. Nachdem der Herr der Guardia Civil fertig gerumpelstilzelt hat, dürfen wir weiter fahren. Wir fahren einen Teil des Wegs wieder zurück, nehmen dann aber die Abzweigung nach Garachico.

Wir durchfahren die Stadt auf der Nordseite der Insel und nehmen Kurs auf die Stadt Buonavista. Aus unserem Reiseführer erfahren wir, dass es in der Stadt eine der besten Confiserien der Insel gibt. Wir fahren in die Stadt, parken in der Nähe der Kirche und stellen fest, dass Martin das Auto direkt vor eben dieser Confiserie El Aderno hingestellt hat. Wir treten in das unscheinbare Geschäft ein, das so gar nichts mit unseren Confiserien in der Schweiz gemeinsam hat. Beide wählen wir ein feines Stückchen aus, das wir gleich vor Ort geniessen. Wunderbar, echt lecker. Über eine holprige Strasse direkt an der Felsküste (x Schilder warnen vor Steinschlag) geht’s weiter zum Leuchtturm am östlichsten Punkt der Insel, beim Punta de Teno.

Der Wind ist extrem böig. Man muss gut aufpassen, dass es einem nicht umweht. Ich kann mich nicht daran erinnern, sowas schon einmal erlebt zu haben. Wir fötelen (diesmal von der nördlicheren Seite der Felsküste zurück nach Puerto Santiago, von wo aus wir am Dienstag auf der Bustour die Felsenküste Richtung Norden fotografiert haben), lassen uns den Wind um die Ohren fegen und geniessen den Moment. Es ist schon späterer Nachmittag und wir beschliessen zurück in den Süden und zum Hotel zu fahren. Das letzte Teilstück der Autobahn ist wie für uns frei geräumt. Wir kommen zügig vorwärts. Martin, der Navigator schlechthin, spürt auch eine Tankstelle auf, da wir das Auto wieder voll betankt abgeben müssen. Daes ich ihn davor abhalte, diese anzufahren – ich stelle mir vor, dass es doch noch eine noch näher liegende Tankstelle geben müsse – führt dazu, dass wir einen Zusatzloop fahren müssen, um dann doch bei der ursprünglich angepeilten Tankstelle zu tanken. Sorry, Martin – my dear.

Zurück im Hotel starten wir einen Versuch, unangemeldet im Restaurant La Tosca essen zu gehen. Die Empfangsdame nimmt unser Anliegen entgegen, sagt aber, dass sie zuerst “the boss” fragen müsse, ob dies möglich sei. Ihre spontane Reaktion lässt vermuten, dass dies möglich sein sollte. Sie fragt “the boss” und dieser lässt ausrichten, dass wir uns beim Privilege-Service zuerst anmelden müssten. Der Service steht täglich nur bis 16.00 Uhr zur Verfügung. Wir bitten daher die Dame uns die angefangene Flasche Wein mitzugeben, die wir dort noch haben, da es unser letzter Abend sei, den wir noch im La Tosca hätten verbringen können (für den Freitag haben wir bereits eine Reservation im Sakura). Und siehe da, plötzlich kommt “the Boss” himself, schüttelt artig Pfötchen und lässt uns einen Tisch geben. Die Empfangsdame lässt uns die Wahl, ob wir drinnen oder draussen speisen wollen. Sie seien heute Abend nicht so busy lol.

Wir lassen den Abend bei einem feinen Fischessen und einem guten Glas Wein ausklingen. Und “for you my friends” gibt’s zum Schluss noch ein von “the Boss Francis” offeriertes Glas Prosecco. Man kommt als fremde Eindringlinge ohne Reservation und geht als Freunde – so geht das.

Bevor’s zurück ins Zimmer geht, kriegt das kleine schwarze Büsi, das den ganzen Abend mit grossen Äugli um was Feines gebettelt hat, noch ein Stückli Fisch, das ich für ihn’s auf die Seite gelegt habe.

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Mittwoch, 24. Februar 2016: Shopping

Der Morgen startete mit einer hübschen Überraschung: Auf dem Hotelgelände spazierte eine Ente auf dem Rasen – und hatte 13 schnatternde Junge in ihrem Schlepptau. Ob sie diese wohl alle durchbringt? Hoffen wir doch, dass die Natur in der Geborgenheit der Hotelanlage dafür sorgt, dass es klappt. Nach einer Joggingrunde und einem ausgiebigen Frühstück ging es gegen Mittag mit dem kostenlosen Hotelshuttle nach Playa de las Americas. Auch hier mussten wir die Fahrt vorreservieren und erhielten sogar Tickets dafür. Es ist eben alles Tipptopp organisiert hier :-)

Irgendwo in Playa de las Americas war Endstation. Gleich gegenüber befand sich ein MANGO-Shop, wo ich ein paar Kleider einkaufte. Rebajas gaben sie hier, und das nicht zu knapp. Plötzlich wurde uns klar, dass wir wohl in den nächsten Stunden nicht mehr shoppen konnten, denn um 13:00 beginnt die Siesta – und Bettina hatte noch nichts gefunden… Die unzähligen Shopping Centers hatten jedoch keine Siesta und nach einigen Minuten zu Fuss erreichten wir ein solches. Dieses war jedoch ausser einem Perlenladen :-) auch nicht soooo ergiebig.

An der Bar im Shopping Center tranken wir was, lutschten an ein paar Oliven und liessen die Siesta runterlaufen. Anschliessend gings durch Playa de las Americas durch in Richtung Meer. Die Promenade, welche vor unserem Hotel durchgeht, führt auch hier durch und wird uns wohl nach Hause bringen. Und hier hatte es auch Läden, wo Bettina was fand. Ich schlug auch noch einmal zu und deckte mich wieder mal mit ein paar Sonnenbrillen ein…

Dann ging es endlich zu Fuss in Richtung Hotel, mit einem Auge immer der Teide im Hintergrund vor den Augen. Und plötzlich fiel uns ein, dass wir heute Abend ja unseren Tepanyaki Termin Version 2.0 hatten… Zu Fuss werden wir es wohl nicht rechtzeitig schaffen. Und in Flip-Flops rennen ist auch nicht die beste Wahl. Da weit und breit kein Taxi verfügbar war, gingen wir ins nächste Hotel und fragten, ob sie eines für uns bestellen konnten – was sie für ein Trinkgeld von einem Euro auch machten und wir kamen rasch Richtung Adeje.

So kamen wir rechtzeitig ins Hotel und hatten sogar noch den Luxus, uns ein bisschen frisch zu machen. Punkt 18:25 standen wir vor dem Sakura und erhielten unsere Plätze bei einer österreichischen Achtergruppe zugewiesen. Das Tepanyaki war eine witzige Kochshow mit sehr vielem Hokus-Pokus und Tam-Tam. Aber nicht nur die Show war gut, sondern auch das Essen war sehr lecker. Natürlich mussten wir um 20:00 draussen sein, da die nächste Tepanyaki-Session um 20:30 Uhr beginnt. Habe ich schon erwähnt, dass hier alles tipp-topp organisiert ist?

 

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Dienstag, 23. Februar 2016: Teide wir kommen … Oder auch nicht (1. Teil)

Um 06.45 Uhr läutet der Wecker. Duschen, packen und schon befinden wir uns als early birds im El Jable Restaurant um zu frühstücken. Gegen 08.30 Uhr fährt bereits der Reisebus vor, mit dem wir heute eine Teneriffa-Rundfahrt unternehmen.

Los geht's. Vorerst gibt's noch eine kurze Hotel-Tour, um die restlichen Mit-Ausflügler einzusammeln. Bereits nach zwei Minuten Reise nervt sich der Herr Zeller zum ersten Mal über die Reiseleiterin. Das will was heissen. Zumal uns die gute – den ganzen Tag namenlos bleibende – Reiseführerin erst danach in einem Nebensatz darüber informiert, dass die Strasse zum Teide gesperrt und daher der Teide nicht angefahren werden könne. Oha lätz – Pech gehabt.

In Puerto de Santiago gibt's einen ersten Fotostopp. Bevor wir uns durch eine wild-wuchtige Landschaft auf in Richtung Masca machen. Ein kleiner Weiler, der erst ab 1996 mit einer Strasse erschlossen worden ist. Wir spazieren zwischen den Häusern durch, machen Fotos der vielseitigen Pflanzen (u.a. blühende Mandelbäumchen) und trinken einen Espresso. Danach geht die Fahrt weiter via Garachico nach Icod de los Vinos. Wir besuchen ein Haus im typischen Baustil der Region mit einem luftig angenehmen Innenhof. Vermarktet wird Icod als “Stadt des Drachenbaums” und tatsächlich ist der rund 600 Jahre alte Drago einen Blick wert: Mit seiner runzelig-brüchigen Rinde und der rankenden Äste-Vielfalt erscheint er als Vegetations-Greis, der wohl schon so einiges im Städtchen gesehen und gehört hat.

Vor ihrer Zeit als Reiseführerin war unsere namenlose Tour-Guide wohl Lehrerin. Sie spricht Educacion wirkend auf die Gruppe ein, führt diese aber so unkoordiniert, dass wir in der Provinzstadt Icod zum ersten Mal einige Gruppenmitglieder verlieren. Es dauert seine Zeit bis wir wieder komplett sind. Die Karawane zieht weiter nach Puerto de la Cruz, wo wir 90 Minuten Aufenthalt haben. Wir essen eine Kleinigkeit und bummeln noch kurz durch das Städtchen. Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen. Hochhäuser, in die Jahre gekommene Hotels, unzählige Baustellen. Für einen Besuch des alten Ortszentrums, das gemäss Reiseführer bedeutend schöner sein müsste, reich es uns leider nicht. Unsere Tour geht weiter nach La Orotava. Die herrschaftliche Stadt in 340 Metern Höhe liegt mitten im fruchtbaren Hangtal Valle de Orotava. Mit ihren engen Strassen ist sie ein Schatzkästchen adeliger, kirchlicher und bürgerlicher Architektur – hier liessen sich nach der Eroberung Teneriffas Konquistadoren und Grossgrundbesitzer nieder. Wir besuchen das Balkon-Haus eines gewissen Herrn Schönfeld und verweilen dort viel zu lange, so dass es nur noch für einen kurzen Sprung in die wunderschön-mystische Kirche Convento de San Augustin reicht. Schade … und um ein Haar verlieren wir und ein anderes Paar die Reisegruppe.

Danach geht's wieder zurück in den Süden. Bei einem Restaurant oberhalb von Garachico, von wo wir einen prächtigen (Wort, das unsere Reiseführerin heute gefühlte 500 Mal benutzt hat) Ausblick auf die Stadt und das Meer haben, trinken wir einen Kaffee. Auf direktem Weg geht es anschliessend zurück an die Adeje-Küste.

Fazit: Die Tour war eher eine Promo-Fahrt und die Kirsche auf der Promo-Torte war eine schier endlos leiernde Reiseführerin, die mit ihren sich wiederholenden Informations-Monologen nur nervte. Zwei, drei Infos waren wertvoll und hatten Neuigkeits-Charakter. In den fast 11 Stunden haben wir trotzdem viel gesehen, so dass wir den Ausflug doch weitgehend geniessen konnten. Und: mit Martin macht's immer Spass :-) .

 

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Montag, 22.2.2016 (wegen den vielen Zweien mal so geschrieben): Vamos a la playa II

Badeferien.

Drum heute wieder mal ein Strandtag.

Aber zuerst wollten wir die Strandpromenade joggenderweise ausprobieren. Am Vorabend den Wecker auf 6:30 gestellt, erwacht – und festgestellt, dass hier um diese Zeit noch dunkelste Nacht ist. Also nochmals umdrehen und weiterdösen und dann kurz vor acht im Joggingdress auf der Strandpromenade. Absolut toll und erfrischend war diese Joggingstunde mit dem Meer als Begleiter. Und wenn ich sehe, wer hier alles joggt, kann ich davon ausgehen, dass ich noch gut und gerne 43 Jahre noch weiterjogge… Aber bei hoffentlich besserer Körperhaltung (*Lästermodus aus*).

Danach duschen und Frühstück und einen Abstecher ins nahegelegene Centro commercial, um was für zwischendurch einzukaufen.

Und dann wieder an den Strand und die Bücher und Heftli lesen, welche wir hierher geschleppt haben. Das tolle an diesem “Privileg”-Strand ist, dass rund stündlich Leckereien vorbeigebracht werden, wie z.B. Früchtespiesse oder Fruit-Smoothies. So merkt man, wie die Zeit vergeht… :-)

Ein Nichtstuer-Tag kann Spass machen. Und so blieb am Abend noch ein Buffet-Nachtessen und anschliessende Nachtruhe.

 

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Sonntag, 21. Februar 2016: Vamos a la playa

Heute durften wir das Frühstück im Restaurant Tosca geniessen. Mindestens 24 Stunden im Voraus hat man das Erscheinen anzumelden. Gestern nach Ankunft konnten wir dies noch grad machen, auch ausserhalb der 24h-Regel. Wir haben uns bei der Buchung für das “Privilege”-Paket entschieden und so können wir im Tosca einkehren. Aber man muss sich anmelden. Gestern haben wir nach der Ankunft noch einen Platz im Sakura gebucht, dem hoteleigenen Tepanyaki-Restaurant. 19:00, punkt… Und um 18:30 treffen wir uns mit der Reiseleitung, die uns noch unglaubliche Tipps geben will – und uns natürlich noch ein paar Ausflüge verkaufen will. Das ist das durchgetaktete Leben von Pauschaltouristen.

Nach dem Frühstück machten wir einen längeren Spaziergang an der Strandpromenade Sie geht von La Caleta bis zur Playa irgendwas und soll mit 16 km die längste Strandpromenade Europas sein (die 12 km lange Strandpromenade auf Usedom gilt auch als die längste Europas… Vermutilich die längste länderübergreifende…). Wir waren nicht die einzigen Touristen, welche die Promenade benützten, sie war recht voll mit Joggern, Velofahrern und Spaziergängern, die sich an Hotelbunkern aber auch an gemütlichen Strandbeizchen entlang treiben liessen.

Irgendwann kehrten wir um und gingen wieder ins unseren Hotelbunker. Wir liessen uns am “Privilege”-Poolabschnitt in der Anlage nieder und genossen den Gitteblick aufs Meer. Wettermässig nicht grad “grand beau”, aber trotzdem schön warm. Am späteren Nachmittag Rückzug aufs Zimmer, ausruhen, Näschen pudern und bereitmachen für den 18:30- bzw für den 19:00-Termin.

Die Reiseleiterin, welche wir schon am Flughafen sahen und sich noch einmal für den fehlenden Transfer vom Flughafen zum Hotel entschuldigt hat, übergab uns ein paar Landkarten der Insel, welche wir schon hatten und gab uns Informationen, welche wir schon kannten. Wir buchten bei ihr für Dienstag eine “Grosse Inselrundfahrt mit Teide” und gingen anschliessend ins Sakura zum Tepanyaki-Anlass. Leider fand der ohne uns statt, da wir uns scheinbar in der Zeit geiirt haben. Nicht um 19:00 sondern bereits um 18:30 hätten wir dort sein sollen. Und ein späteres Mitessen sei nicht mehr möglich. Nun, was machen? Kein Sakura, im Tosca nicht reserviert… Verhungern? Nein, es gab noch das Buffet-Restaurant “El Jable”, wo wir uns mit all den anderen Gästen die Schlacht am Buffet lieferten. Wobei: es war sehr gesittet und das Esses sehr fein!

 

 

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Samstag, 20. Februar 2016: Ab an die Wärme

Nordnorwegen wäre Zieldestination unserer Februarferienwoche gewesen. Ursprünglich. Aber dann hatten wir doch Lust auf ein bisschen Wärme (also richtige Wärme und nicht auf “ein bisschen zu wenig kalt für einen strengen Winter”) und buchten Teneriffa. Wir buchten das erste Mal seit Jahren klassisch: Hotelplan-Angebot online angeschaut und eine Pauschalreise gebucht.

Pünktlich hob unser Swiss-Flug operated by Edelweiss in Zürich ab. Aus den geplanten 4h30 Stunden Flug wurden wegen starkem Rückenwind ein 3h45-Flug. Uns soll es recht sein. Die Verpflegung war mit Hackbraten, Härdöpfelstock, Erbsli und Rüebli sehr schweizerisch und gut. Die Bordunterhaltung haben wir selber mitgenommen und so verging der Flug wie im Flug und wir landeten sanft auf Teneriffas Süd-Flughafen.

Obschon der Flughafen recht modern war, konnten wir nicht bei einem Dok aussteigen sondern erhielten ein Aussenfeld mit Bustransfer. Toll war es, beim Aussteigen die Wärme zu spüren. Das waren doch gut 20 Grad Differenz zur Heimat! Die ganze Ankunft inklusive Gepäckbezug war sehr rassig und schon bald standen wir am Schalter 11, wo wir uns für unseren Hoteltransfer zu melden haben. “Bitte an Schalter 2 melden” war die Botschaft an Schalter 11 und an Schalter 2 sagten sie uns, dass sie vergessen haben, den Transfer für uns zu organisieren. Wir können aber gerne mit dem Transferbus bei Perron 21 mitfahren, der geht auch zu unserem Hotel. Hmmm, ok… Und was haben wir denn gebucht statt einen solchen Transfer? Nun, der Bus brachte uns und all die anderen Feriengäste nach gefühlten rund 15 Hotelanfahrten zu unserem Hotel, dem H10 Adeje Palace in Adeje. Die Gegend hier ist übrigens absolut verunstaltet und schlimm. Sehr viele Hotels und Appartements. Die ganze Küste ist zubetoniert. Aber teilweise sieht man zwischen den Häuserzeilen sogar das Meer :-)

Auch unser Hotel ist ein grosser Schuppen und macht einen guten Eindruck. Wir erhalten ein Zimmer auf de 5. Etage mit seitlicher Meersicht. Das Zimmer ist ganz ok und passt für eine Woche gut. Nach dem Einräumen der Sachen ist schon bald Nachtessenszeit und wir essen im hoteleigenen Restaurant Tosca fein Znacht.

Das Fenster können wir bei diesen Temperaturen während der Nacht offenlassen.

 

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Freitag/Samstag, 18./19. September 2015: Alles hat ein Ende

Natürlich waren wir auch heute wieder vor dem Wecker wach. 7:00 hätte es sein können, etwa eine halbe Stunde vorher waren wir wach. Duschen, packen und bereit machen für die Abreise. Um halb zehn trafen wir Bettina und Stefan und sie brachten uns mit dem Jeep zum Flughafen. Die Beiden bleiben nun noch bis Sonntag in LV. Ãœber Internet bzw. mit der App konnten wir nicht einchecken, mussten dies also vor Ort machen. Bettina kriegte die Bordkarte für den Weiterflug ab Newark, ich nicht (“Computer says no”). Bei der Sicherheitskontrolle konnte Bettina durch die Fast-Lane, weil dies auf der Bordkarte so stand. Ich nicht und so musste ich mich in die laaaaaaaaaaange Schlange bei der Sicherheitskontrolle einreihen. Dann endlich ein kleines Frühstück bei Starbucks (kleines aber gutes Frühstück, grosser Preis), und schon bald sassen wir in einer Boeing 757-300 der United. Aufgrund eines kurzfristigen Startbahnwechsels musste der Kapitän die Berechnungen neu machen und wir hatten bei Abflug satte 30 Minuten Verspätung. Wir starteten Richtung Osten und konnten noch kurz einen Blick auf Vegas werfen, bevor es in die Wolken ging (die ersten zwei Stunden waren wolkenfrei und wir hatten eine super Aussicht – auf den Flügel der Boeing).

Trotz der Abflugverspätung kamen wir rund 10 Minuten vorzeitig in Newark an. Ich probierte, beim erstbesten United-Schalter eine Bordkarte zu kriegen, wurde jedoch abgekanzelt. Go to the Swiss-counter. Wir versuchten zum internationalen Terminal B zu gelangen, verpassten aber irgendwie das Transfer-Bähnli. Irgendwo gelang es uns, mit anderen Orientierungslosen, einen Bus zu besteigen, der uns via Rollfeld zum Terminal B brachte. Dank diesem Transfer konnten wir auf die Sicherheitskontrolle verzichten. Am Abflugschalter kriegte ich dann endlich meine Bordkarte. Danach ein kurzer Besuch in der Lounge und schon sitzen wir im Airbus A330-300 “Bellinzona”. Der Flug verläuft problemlos, in bekannter Swiss-Qualität, und 15 Minuten vorzeitig landen wir in Zürich.

Schön waren sie, diese Ferien :-)

 

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Donnerstag, 17. September 2015: What happens in Las Vegas…

Heute war um halb neun Treffpunkt bei der Lobby, danach ging’s zum bekannten “Las Vegas Sign“, welches im Süden des Strips steht. Dieses Logo findet sich anschliessend auch auf vielen Souvenirartikeln wieder und als Fotosujet ist dies natürlich begehrt. Schliesslich will man im Fotoalbum zeigen, wo man gewesen ist. Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber wir waren nicht alleine. Die Warteschlange vor dem Foto-Objekt der Begierde war schon recht lang und wir reihten uns hinten an. Die verantwortliche Person vor Ort sorgte aber dafür, dass das Ganze recht strukturiert über die Bühne ging. Vors Sign stehen, fotografieren lassen und die nächsten bitte. Alternativ hilft einem auch die verantwortliche Person vor Ort, indem sie die Fotos schiesst – gegen ein kleines Trinkgeld natürlich…

Der nächste Tagesfixpunkt war Shopping: dieses Mal im Premium Designer Outlet Nord. Dieses befindet sich zwischen den Casinos am Strip und der Downtown. Es ist kein Shopping-Center im herkömmlichen Sinn, sondern ein Dorf mit einstöckigen Gebäuden, in welchen sich Läden befinden. Die halbe Design-Welt war hier versammelt und hat somit ausgiebig Gelegenheit geboten, was einzukaufen. Einige Dollars später sind wir wieder zurück ins Hotel. Ich wollte doch unbedingt noch gambeln und $$ verdienen… Bettina kam auch mit ins Aria und probierte ihr Glück an den Spielautomaten, ich ging weiter ins Monte Carlo und fand einen Tisch, wo man mit nur 10$ Grundeinsatz Black Jack spielen konnte.

Hotel Vdara

Ich vergnügte mich den ganzen Nachmittag am gleichen Tisch, erfuhr von den Mitspielern einen Auszug aus ihrer Lebensgeschichte (#1: Mutter und Tochter aus Wisconsin, Tochter geschieden. Ihr Ex hiess Urfer, ein Schweizer Name. Mutter ergänzt, dass der Vorname ihres Ex “Asshole” sei. #2: 75 jährig, auf Honeymoon. Hat gestern zum 2. Mal geheiratet. #3: Kanadier, muss in 20 Minuten los, auf seinen Flug nach Vancouver. #4: Der 2m 10 grosse Schwarze, mit dem verkehrt aufgesetzten Baseball-Cap, der nie auch nur eine Mine verzogen hat, ob er nun gewonnen oder verloren hat und nix aus seinem Leben erzählt hat. Als wir beide Black Jack hatten, freuten wir beide uns, er hob den Arm, ich dachte, dass er High Five machen wollte und streckte ihm die Handfläche entgegen – er kam aber mit der Ghetto Faust. Aha, dann muss ich auch die Faust machen (dachte ich). Aha, dann muss ich auch die Handfläche entgegenstrecken (dachte er) und wir machten schon zum zweiten Mal ein Schere – Stein – Papier… Wir mussten laut lachen und das Eis war gebrochen #5: Der Mexikaner, der schon seit dem frühen Morgen spielt und auch noch mit dem damaligen Mindesteinsatz von $5 spielen kann, obschon es mittlerweile ein 10$-Tisch ist. Und der weder english noch rechnen kann, die Dealerin musste ihm immer die Zahlen zusammenzählen (quinze, quatorze). Nur Black Jack erkannte er selbständig…).

Ob ich gewonnen oder verloren habe? “What happens in Las Vegas stays in Las Vegas“.

Kurz vor 18:00 Uhr brachen wir auf zum Venetian, dem Casino mit venezianischem Hintergrund. Man wähnte sich wirklich in Venedig. Nur dass das Wasser im Kanal sauberer ist. Und die Gondoliere gut singen können. Bettina und Stefan kamen auch zum Venetian und wir gingen gemeinsam essen. Die Lokale am Markusplatz (ja, den gibts natürlich auch, einfach ohne Tauben…) hatten entweder längere Wartezeiten oder das Menu schmeckte uns nicht so. Somit gingen wir ins Zeffirino, dem Lokal mit “vue to the Canale Grande”… Das Essen schmeckte ausgezeichnet und der Chef de Service hat Verwandte in Pädrböurn (Muss wohl in Deutschland sein…). Nach dem Essen wurden wir von Bettina und Stefan zu einer Kanalfahrt eingeladen, dies als Teil 2 unseres Geburtstagsgeschenks. Die beiden lösten die Tickets und dann gings los.

Natürlich mussten wir uns zuerst angurten, schliesslich ist so eine Gondelfahrt nicht ganz ungefährlich. Helme mussten wir jedoch keine anziehen. Luca, der süsse Gondoliere, führte uns sicher durch die Kanäle und erklärte uns die Sehenswürdigkeiten. Den Vorschlag “May I sing a song for you” konnten wir natürlich nicht ablehnen und so sang der in Sizilien aufgewachsene und mit 3 Jahren nach New York ausgewanderte Gondoliere eine wunderbare Arie. Auf der ganzen Fahrt sang er ganze drei Mal mit Inbrunst, und es hat wirklich super getönt. Natürlich ist die Kanalfahrt so was von touristisch, aber es hat eine Menge Spass gemacht. Und der Gesang von Luca war echt bezaubernd. Nach einem Zwischenstopp bei den Wasserspielen beim Bellagio gingen die Bettinas und Stefan ins Hotel. Ich spielte noch eine Stunde an einem sozial nicht so ergiebigen Tisch wie am Nachmittag.

Ob ich gewonnen oder verloren habe? “What happens in Las Vegas stays in Las Vegas”…

 

 

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Mittwoch, 16. September 2015: Heading back to Las Vegas

Um 08.00 Uhr treffen wir uns vor unseren Motel-Zimmern beim Auto und beladen dieses – leider – bereits für die letzte Reise-Etappe. Heute geht es zurück nach Las Vegas. Als jedes Reise-Gepäckstück seinen Platz gefunden hat, fahren wir los. Kurz nach Grand Canyon Village entdecken wir noch einmal einen grossen Hirsch. Das bedeutet einen ersten kurzen Foto-Stopp. Nach ca. 7 Milen Fahrt treffen wir in Tusayan ein, wo wir im mexikanischen Restaurant Plaza Bonita frühstücken gehen. Für die Jungs gibt's je ein All American Breakfast, für die Girls ein Veggie-Omelett bzw. Mexican Breakfast. Beides mit schwarzen Böhnli und Frühstücks-Kartoffeln. Gut genährt, setzen wir unsere Reise auf dem Highway 64 bis Williams fort. In Williams geht's auf den Highway 40, der teilweise parallel zur berühmten Route 66 verläuft. Es hat viel Verkehr, vor allem auch recht viele Lastwagen. Zudem luftet es stark, so dass das Autofahren viel Aufmerksamkeit erfordert. Die Fahrt zieht sich. Im südlichen Gebiet des Kaibab National Forest geht es mit beträchtlicher Steigung hinauf auf Hügel und anschliessend mit gleichem Gefälle wieder hinunter.

Als wir den Kaibab National Forest bei Ash Fork verlassen, geht die Wald-Wiesen-Landschaft in eine Wüsten-Landschaft über. Es gibt landschaftlich nicht viel zu sehen. Erst nach rund 40 Meilen Fahrt gibt es mit Seligman wieder eine besiedelte Ortschaft. Wir fahren durch. Proviant und Benzin sollten bis zur nächsten Ortschaft Kingman reichen. Doch die Fahrt unter den bereits erwähnten Umständen forderten ihren Preis, d.h. ihren Most. Und plötzlich wird es dann noch etwas knapp. Ungefähr 5 Meilen bevor wir bei einem Service-Punkt ohne Namen eintreffen, leuchtet die Benzin-Lampe auf.

Wir erreichen die Tankstelle einwandfrei. Nach einem kurzen “Versorgungs-Stopp” geht die Reise weiter. Wir passieren Kingman und biegen dann auf den Highway 93 Richtung Las Vegas ab. Nach rund 71 Meilen Fahrt gibt's ein kurzes Wiedersehen mit dem Lake Mead und dem Hoover Dam. Bald treffen wir in den Suburbs von Las Vegas ein. Da es erst kurz nach 14.00 Uhr ist, beschliessen wir, uns direkt zur Shopping-Mall “The Town Square” zu begeben. Verschiedene Geschäfte in hübschen Häuschen sind zu einem Shopping-Village angeordnet. Wir brechen alle vier in verschiedene Richtungen auf und werden alle fündig. Weniger erfolgreich verläuft der Versuch, bei “Tixs for tonight” vergünstigte Eintrittskarten für die “B Love” Show (Beatles Show) zu besorgen. Karten gibt es erst wieder für die Show vom Freitag, 18.9., und da sind Martin und ich halt dann bereits auf der Heimreise. Dafür lösen wir einen Voucher zum Preis von $3/Person, der uns im Restaurant Bacio im Tropicano einen Rabatt von 30 %/Person beschert. Abendessen anstelle von Show ist also das Thema. Anschliessend fahren wir zum Hotel Vdara, wo wir – Valet Service sei Dank – nur aus unserem Mietwagen-Jeep aussteigen brauchen. Das Parkieren übernimmt das Valet-Personal.

Wir checken ein und beziehen ein Zimmer im 28. Stock (28032) mit grossartiger Aussicht. Das Zimmer von Bettina und Stefan liegt sogar auf der 51. Etage. Die Zeit bis kurz vor 20.00 Uhr nutzen wir alle individuell (Sightseeing, Schlafen, Fitness, Spielen). Vom Treffpunkt vor dem Tropicana gehen wir gemeinsam zum Restaurant Bacio. Wir geniessen feine Drinks und leckreres Essen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Nach dem Essen geht es zu Fuss zurück auf den Strip. Bei der Coyote Ugly Bar legen wir einen Zwischenhalt ein. Wie im gleichnamigen Film tanzen hier Girls in leichter Aufmachung auf den Bartresen. Lauter Sound, mehr oder weniger Fun auf der Tanzfläche, viel zu bestaunen – manchmal auch zu belächeln – etwas zu trinken. Was will man mehr?

Kurz vor Mitternacht machen wir uns auf den Weg zum Hotel. Wir sind alle hundemüde und freuen uns aufs grosse Komfort-Bett. Bevor wir ins Bett fallen geniessen wir noch die imposante Aussicht auf Vegas by Night (Eiffelturm, High Roller, Bellagio Fountains, Hotel Rio und immerwährender Verkehr auf den Breiten Strassen). Good night, sleep well.

 

 

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Dienstag, 15. September 2015: A Grand Day in Grand Canyon

Um 05.30 Uhr klingelt der Wecker … Büro, wichtige Sitzung, Reise in die Innerschweiz?

Nein! Sonnenaufgang im Grand Canyon. Wir ziehen uns warm an und machen uns mit dem Auto auf zum Mather Point. Als wir ankommen hat es schon recht viele Leute, die sich ebenfalls dieses Naturspektakel ansehen wollen. Die Logen-Plätze sind bereits vergeben. Aber auch wir finden einen guten Spot, um dieses Ereignis erleben und mit Fotos festhalten zu können. Mit Worten lässt sich der Aufgang der Sonne in dieser wunderschönen Kulisse nicht beschreiben. Die Stimmung, das Wechseln der Farbverläufe der Felsformationen – das Beige, das Rote, das Grünliche -, die Strahlenbündel, die aus den Wolken herausbrechen nachdem die Sonne – kurz nachdem sie aufgegangen ist – wetterbedingt in den Wolken wieder verschwunden ist. Das faszinierte “Oh”, das den meisten Zuschauenden dieses Naturspektakels über die Lippen geht. Grossartig schön.

Wir schlendern zurück zum Auto und fahren anschliessend zum El Tovar Dining Room, wo wir im Speisesaal aus Stein und dunklem Eichenholz ein gediegenes Frühstück geniessen (Quesedillas, Rib, Forelle). Bevor wir zu unserem Hotel zurück fahren, schauen wir uns in der El Tovar Hotel-Lobby noch etwas um, statten der Grand Canyon Trainstation einen kurzen Besuch ab und gehen im Marketplace bei der Yavapai Lodge, wo wir unsere Zimmer haben, noch ein wenig “ga Lädele”. Unter anderem kaufen wir uns noch ein wenig Proviant für eine Kurzwanderung in den Canyon ein. Danach zurück zum Hotel, kurzer Tenu-Wechsel und Weiterfahrt zum Bright Angel Trailhead. Als wir unser Auto parkiert haben und zum Grand Canyon Rim gehen, fährt gerade der Morgenzug aus Williams in der Grand Canyon Station ein. Amerikanisches Zugshorn, laut klimpernde Bahnübergang-Warnglocken begleiten die Einfahrt des rund sieben Reisezugwagen umfassenden Zuges.

Wir gelangen zum Bright Angel Trailhead und wandern ein Stück in den Canyon hinunter. Vorbei an Upper und Lower Tunnel gehen wir weiter bis zum 1.5 Mile Resthouse. Es geht recht steil in den Canyon hinunter. Die Aussicht, die sich uns bietet ist traumhaft. Auch wenn wir immer noch sehr weit weg vom Canyongrund sind (der Canyon liegt an seiner tiefsten Stelle 1.6 km unterhalb des Rims!), haben wir in der kurzen Zeit der Wanderung doch auch eine beachtliche Distanz zwischen uns und dem Rim gelegt. Von dieser Wanderung zurück, beschliessen Stefan und Bettina noch weiter dem Rim entlang zu gehen während dessen Martin und ich uns Richtung Kaibab South Trailhead aufmachen. Es stellt sich heraus, dass dieser Punkt nur von den Bussen im Park angefahren werden kann. Wir geniessen das Panorama und fahren zurück zum Bahnhof, wo wir die Ausfahrt des Zugs zurück nach Williams mitverfolgen. Danach kehren wir zum Hotel zurück, wo kurze Zeit später auch Bettina und Stefan von ihrer Rim-Wanderung zurückkehren. Wir machen uns auf, um allenfalls noch ein paar Tiere zu entdecken und begegnen auf einer der Kreuzungen einem staatlichen Hirsch, der weil er natürlich von allen vorbei Fahrenden fotografiert wird, für ein kleines Verkehrschaos sorgt. Weiter geht's zum Arizona Room in der Bright Angel Lodge, wo wir heute Abend essen gehen wollen. Mit einem Grand Canyon Bier verkürzen wir uns die Wartezeit bis ein Tisch für uns frei geworden ist. Der Barkeeper kommt mit Martin ins Gespräch und erzählt auszugsweise aus seiner Familienchronik (Vater aus Köln, Mutter aus Mailand, der Rest ihrer Verwandten lebt in Palermo, die Mutter hat jeweils auf Italienisch mit ihm geschimpft …) und gibt Witze zum besten. “You know why the bicycle fell? Too tired.”

Im Arizona Room baumeln Geweih-Kronleuchter von der Decke und durch die Panorama-Fenster hätte man einen guten Ausblick auf den Canyon. Hätte man, denn es ist halt bereits dunkel. Auch hier schmeckt das Essen (Bison und Lachs) ausgezeichnet. Den Sternenhimmel über uns machen wir uns auf dem Weg zurück zum Auto und zu unserem Hotel, wo wir müde ins Bett fallen.

 

 

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Montag, 14. September 2015: Der Bär

Nach dem Frühstück im Hotel “mussten” wir bis zum Beginn der Führung durch den Antelope Canyon noch was unternehmen. Wir fuhren zum Glen Canyon Dam und machten dort eine geführte Besichtigung des Staudamms. Diese Besichtigung ist eine bitterernste Sache und nicht einfach so ein Micky-Mouse-Anlass, wie einem die Anweisungen auf dem Ticket zu verstehen geben, speziell Punkt 1:

Wir haben dies aber schadlos und ohne in Handschellen abgeführt zu werden überstanden und fuhren noch zum Ufer des Lake Powell. Das Wasser dort war recht warm, aber zum Baden hat die Zeit nicht gereicht – schliesslich müssen wir pünktlich um 12:30 PM beim Treffpunkt zu unserer nächsten Attraktion sein: Dem geführten Besuch des Antelope Canyons. Wir waren pünktlich bei einer umfunktionierten Tankstelle und folgten zuerst einem indianischen Tanz, bevor wir hinten auf Pick-ups zum Upper Antelope Canyon geführt wurden. Die Fahrt ging zuerst über die Strasse, aber dann mehrheitlich über eine Sandpiste. Auf dem Pick-up durften wir somit schon mal sehr viel Staub schlucken.

Der Eingang zum Canyon war dann recht unspektakulär, einfach ein Schlitz in der Wand, wo sich all die Touristenmengen durchpressten. Im Canyon selber öffnete sich uns aber eine Welt aus Sandstein, wo sich das Licht überall reflektierte und ein Bild abgab, welches schlicht erstaunlich ist. Die Guides, allesamt Navajos aus der Gegend, führten uns durch den Canyon und erklärten, was alles man in den Gesteinsformationen sehen kann: “Here you see a bear”, unterstrichen mit den Bewegungen eines Laserpointers, wo man im Felsen die Ohren, den Nacken und den Kopf des Bären sehen soll. Stefan und ich sahen genau nix und die Indianerin meinte “You must have imagination” – die uns offensichtlich abging. Den Adler sahen wir, George Washington konnten wir auch sehen, und auch Abraham Lincoln – aber der Bär…

Die Indianer machten die Führungen recht emotionslos. Sie unterstützten aber die Touristen indem sie mit deren Kameras Fotos machten (und auch Tipps zu den Einstellungen gaben, bzw bei den iPhones die Einstellungen grad selber änderten), damit die Fotos dann auch wirklich gut herauskommen. Irgendwie war der Besuch schön, andererseits hat man auch den Eindruck, dass die Indianer mit diesem Besuch ihre Seele verkaufen. Da muss Kohle rein, und da verkauft man auch mal die Seele. Der Besuch dieses Ortes ist übrigens nicht ganz risikolos: Da man sich in diesem Canyon unter der Erdoberfläche befindet (“Slot-Canyon“), gibt es auch das Risiko dass dieser Canyon nach Flash Floods als Bachbett benützt wird. Wenn dies eintreffen würde, wäre man im Canyon gefangen und hätte ein Problem. So wie 1997 die 11 Touristen, welche nach einer solchen Sturzflut ums Leben kamen (Link hier). Und da der Wetterbericht an diesem Tag eine 40% chance of rain vorhergesagt hatte… Nun, alles ist gut gegangen.

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Nach diesem Besuch fuhren wir weiter in Richtung Grand Canyon, mit einem Zwischenhalt in Cameron. In Page muss man sich entscheiden, ob man North – oder South-Rim ansteuern möchte, denn es hat keine Brücke zwischen den Canyon-Seiten, wir wählten die Südseite. Die Fahrt zum Grand Canyon verlief problemlos, aber mit 4 Stunden war sie ziemlich lang. Nach Ankunft haben wir in der Yavapai-Loge rasch eingecheckt. “Eine einfache Bleibe” sei dies, hat der Reiseführer geschrieben. Wir hatten jedoch das Gefühl, hier äusserst gut aufgehoben zu sein. Das Nachtessen im Village war zwar ein bisschen kantinenmässig (man musste an einem Touch-Screen das Menu bestellen und bezahlen und dann am Tresen abholen), aber gut. Da vor Ort nicht mehr sehr viel geboten wird, wir aber auch äusserst müde waren. Gingen wir in die einfache Bleibe und schliefen rasch ein.

 

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Sonntag, 13. September 2015: Check-in ist 15:00 Uhr!

Kayenta.

Genau, so hiess dieser Ort. Beim Zusammenfassen eines Roadtrips kommt man zwischendurch ein Geleier mit den Orten, vor Allem wenn man nur eine Nacht da war. Aber ich bin sicher, dass wir diesen Tag in Kayenta vom Hampton Inn aus gestartet haben. Breakfast is included, hat die Frau an der Reception gestern gesagt. Das wird mir ein mickriges Frühstück sein, habe ich gedacht. Aber nein, wir konnten uns hier sehr gut verpflegen und kriegten so einen guten Start in den Tag mit.

imageHeute stand das Monument Valley auf dem Programm. Sicher haben die Felsen schon alle mal gesehen, z.B. in Filmen oder auf Marlboro-Plakaten. Wir überquerten die State-Boundary von Arizona wieder nach Utah und gingen zuerst ins Visitor-Center. Monument Valley ist kein Nationalpark, sondern ein von den Navajo-Indianern verwaltetes Gebiet. Das heisst auch, dass hier keine Tax-Dollars fliessen, sondern alle Einnahmen selber erwirtschaftet werden müssen. Was sich wiederum in sehr happigen Eintrittspreisen niederschlägt. Während man in einem Nationalpark einen Eintritt von 8-10 $ pro Fahrzeug bezahlt, sind es hier glatte 20 $ für max 4 Personen. Und das Thema der erhöhten Preise zieht sich konsequent durch, mit Ausnahme von Benzin natürlich :-)

Vom Visitors-Center aus hat man schon eine wunderbare Sicht auf die bekannten Felsformationen. Im Visitors-Center selber wird für den Park recht wenig Information aufbereitet, dafür kann man sehr viel Handwerk kaufen. Habe ich schon erwähnt, dass hier keine Tax-Dollar fliessen und alles selber erwirtschaftet werden muss?

Im Monument Valley kann man den Rundkurs von 27 km mit den eigenen Wagen abfahren oder aber sich einer Tour anschliessen, wo man noch viel mehr zu sehen kriegen würde, als wenn man mit dem eigenen Wagen reinfährt. Wir entscheiden uns trotzdem für den eigenen Wagen. Der Jeep wird die Dirt-Road wohl schon aushalten. Zudem ist es ja ein Mietwagen :-)

Die Fahrt durch die Scenic Road ist unglaublich toll. Dank dem erhaltenen Park-Plan erkennen wir auch, warum die verschiedenen Steinformationen so heissen, wie die Three Sisters, welche wie drei Nonnen aussehen. Obschon die Fahrt sehr schön ist, ist sie auch sehr anstrengend. Viele Schlaglöcher und der Gegenverkehr verhindern es, dass man zügig vorwärts kommt. Und bei der Schüttelei des Wagens müsste man schon fast eine Schleudertraumaprophylaxe gemacht haben, worauf wir jedoch verzichteten. So kehren wir nach ein paar Kilometern um und fahren wieder zum Parkausgang.

Die Weiterfahrt nach Page AZ dauert nicht sehr lange. Das AZ bei Page ist wichtig, da es sich hier um die Stadt in Arizona handelt und nicht um eine andere Stadt gleichen Namens. Die Stadt ist sehr jung – sie wurde erst 1957 gegründet, als die Arbeiten des Glen Canyon Staudamms begannen. Das Hotel Comfort Inn fanden wir auf Anhieb und waren um 15:30 dort, bereit zum einchecken. Scheinbar haben wir einen Rechnungsfehler gemacht, denn Lokalzeit war erst 14:30. Irgendwann leiert es dann mit Staaten die östlich sind und eine Stunde zurück, eine Stunde zurück aber Sommerzeit, keine Stunde zurück weil keine Sommerzeit… und als Refernzzeit in unserem Jeep war immer noch Vegas-Zeit, was die Orientierung auch nicht einfacher macht. Nun, auch um 14:30 hat man keine Zimmer für uns. Check-in ist 15:00 und basta. Man schaut auch nicht, ob vielleicht das vorgesehene Zimmer schon gemacht ist. Nein. 15:00 ist Check-in.

imageDie halbe Stunde wollten wir nicht warten und wir machten einen Spaziergang durch das Städtchen. 5 Minuten später waren wir wieder beim Hotel (ok, ist nun ein bisschen übertrieben…), nahmen das Auto und fuhren zum Colorado River Horseshoe Bend Look-out. An dieser Stelle mäandriert der Colorado-River wunderschön und man kann ihm dabei von einer Anhöhe aus dabei zusehen. Diese Gratis-Touristenattraktion (jawohl, was gratis bei den Navajos) hat recht viele Besucher und wir staunen ein wenig über die Sicherheitsmassnahmen an diesem Ort: NULL. Wer also einen Schritt zu nahe an die Felskante macht und ausrutscht (oder der Stein gibt nach), findet sich nach einem kürzeren Flug 600 m weiter unten wieder. Der Ort ist wunderschön, aber wie sich die Touristen aufführen ist teilweise schlimm (“Ich habe einen Selfie-Stick und will ein möglichst spektakuläres Foto von mir machen”).

imageWir fahren zurück und – jawohl – checken ein. Schliesslich ist 17:30 Uhr. Und das Warten hat sich gelohnt: Wir kriegen zwei Zimmer nebeneinander mit Verbindungstüre und toller Sicht auf den Parkplatz. Gegen 19 Uhr gehen wir Nachtessen in gemässs Tripadvisor Restaurant Nr. 5 in der Stadt. Heute ist Sonntag und Nr 1-4 haben geschlossen. Somit sind wir in Restaurant Nr 1 gegangen, in Big Johns BBQ. Dies ist kein Restaurant, sondern eine ehemalige Tankstelle. Wie viele andere Tankstellen in der Stadt ist auch diese wohl den sparsameren Autos zum Opfer gefallen und wird nun anders verwendet. Dort wo früher Tanksäulen waren befinden sich heute lange Tische. Im Tankstellen-Shop ist die Küche sowie weitere Tische. Wir erhielten Plätze an einem Tisch draussen und genossen die Musik der Country-Band, welche die Leute unterhielt. Das Essen war sehr gut und in der Menge – sagen wir es so – wohl eher was für Lastwagenfahrer. Originelles Restaurant, gutes Essen: Nicht zu Unrecht das Restaurant Nr 1 an diesem Sonntag!

Heute war der erste Tag auf unserer Reise, wo es regnete. Während dem Nachtessen an der Tankstelle regnete es uns, trotz des Tankstellendachs, aufs misshandelte Chicken (O-Ton aus der Karte). Regen ist wichtig für die Region, es ist sehr trocken und die Natur braucht dringend wieder ein paar Tropfen.

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Samstag, 12. September 2015: Indianer

Heute verlassen wir Moab und setzen unsere Reise in südwestlicher Richtung mit dem Tagesziel Kayenta (Arizona) fort. Wir tun dies aber erst nachdem wir noch einmal im Jailhouse Café eingekehrt sind und uns ein währschaftes Frühstück gegönnt haben. Dann geht’s aber los. Wir fahren aus der Stadt heraus (Highway 191) und geniessen einmal mehr die wunderschöne, weitgehend naturbelassene Landschaft.

imageEinen ersten Halt legen wir rund 17 km südlich von Moab beim Hole N’ The Rock ein. Aufgrund der riesigen Felsbeschriftung dieser “Attraktion” kann man den Spot nicht übersehen. Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich um eine Höhle, besser gesagt um eine 465 m2 grosse Luxuswohnung mit 14 Zimmern, die das Ehepaar Albert und Gladys Christensen in jahrelanger Arbeit gestaltet hat. Ãœber 1.400 Kubikmeter Stein entfernte Albert Christensen bis zu seinem Tod im Jahre 1957. Seine Frau baute bis zu ihrem Tod 1974 die aussergewöhnliche Wohnung weiter aus. Vor dem Museum gibt es einen Stein- und Kakteengarten, aus Stein gehauene Picknicktische und -bänke und natürlich einen Souvenirshop sowie einen Streichelzoo, der mit einem Albino-Stachelschwein wirbt. Alles in allem etwas gar arg touristisch dieser Ort.

imageWir fahren weiter und gelangen kurze Zeit später zum Newspaper Rock. Die Newspaper Rock Recreation Area trumpft mit einer riesigen Sandsteinwand voller Petroglyphen auf (mehr als 300 Stück), die den Ute und den frühen Pueblo-Indianers zugeschrieben werden. Die ältesten Zeichnungen haben 2000 Jahr auf dem Buckel, die jüngsten Zeichnen nur ein paar Momente: denn wir sehen auf der Wand auch Abbildungen von überfahrenen, flachen Squirrels und March Simpsons Frisur … Fantasie muss man haben :-).

imageWeiter geht’s Richtung Canyonlands National Park. Diesen Park machen Lamellen, spitze Nadeln, Türmchen, Krater, Tafelberge und kleine Hügel aus rotem Stein aus – eine Hochwüste mit einer Fläche von 1365 km2. Die Schluchten des Colorado und des Green River unterteilen den Park in drei Abschnitte: The Maze, Island in the Skye und The Needles, den Teil, welchen wir heute besuchen. Wir fahren zum Visitor Center, parken unser Auto und studieren im Aussenbereich eine Karte mit verschiedenen Trails. Der “Colorado River Outlook” wäre cool. Als wir ins Center gehen wollen, bemerken wir einen Abschleppwagen, aus dem nebst dem Chauffeur ein asiatisches Paar aussteigt. Wir gehen ins Center und erfahren dort, dass die Schotterstrasse zum Colorado River Outlook gesperrt ist, weil ein Wagen stecken geblieben sei, der jetzt noch geborgen werden müsse. Die Fahrt dorthin sei nur mit einem 4×4 Fahrzeug und entsprechender Fahrerfahrung zu bewältigen sei. Aha. Gut, dann machen wir einen anderen Ausflug. Wir absolvieren die Trails “Slickrock Foot” (wunderschöne Aussicht auf die Canyonslandschaft), “Pothole Point” (die Stein-Wassertanks sind bei unserem Besuch allerdings allesamt komplett ausgetrocknet) und “Needles Outpost” (Cowboy-Shelter unter einem grossen Felsvorsprung, Wasserhöhlen – diesmal mit Wasser – und einer beachtlichen Pflanzenvielfalt). Auf den Wanderungen sehen wir zweimal grössere Eidechsen, die sich gut getarnt und sich daher in Sicherheit wähnend gut fotografieren lassen.

imageDie Hitze (rund 34 Grad Celsius, in der Steinlandschaft vielleicht noch mehr) wirkt auf uns ein. Unsere Wasservorräte schwinden und wir sind froh, verfügt unser Auto über eine funktionierende Klimaanlage. Wir verlassen den wunderschön eindrücklichen Canyonlands National Park und fahren auf dem Highway 191 bzw. später 163 weiter südwärts durch Ortschaften wie Monticello, Blanding, Bluff in Richtung Kayenta. Zwischendurch gibt es einen Tanke-Kiosk-Stopp und weiter verkürzen wir uns die Fahrtzeit mit dem Lösen von “Black Stories” Fällen. Kayenta, unser Tagesziel ist Territorium der Navajo Nation People. Im Hampton Inn schlagen wir heute unser Nachtlager auf und dort geniessen wir auch ein sehr leckeres Abendessen. Hier gibt es übrigens ausschliesslich alkoholfreie Getränke (Bier, Wein, Drinks).

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Freitag, 11. September 2015: Eifach ä tolle Tag

Wir stehen auf und machen uns um 8.00 Uhr auf ins Städtchen. Wir setzen in der Moab Laundry eine double load Wäsche auf und begeben uns anschliessend ins Jailhouse Café zum Frühstück. Auch hier gibts herrliche Eierspeisen und Pancakes. Nach dem Frühstück kehren wir zur Laundry zurück, tumbeln unsere Kleider und geniessen die Vorzüge des WiFi mit Passwort “moablaundry” :-).

wpid-Photo-20150914064356736.jpgDann aber genug Haushalt und auf Richtung Dead Horse Point State Park. Dieser kleine, wunderschöne State Park hat schon in mehreren Filmen als Kulisse gedient, z.B. in der Anfangsszene von Mission Impossible II und beim grossen Finale von Thelma & Louise. Der Park bietet atemberaubende Aussichtspunkte an Schluchten aus rotem Stein, eingefasst von weissen Felsen, mit Blick auf den Colorado River, den Canyonlands National Park und die La Sal Mountains in der Ferne. Der Legende nach sollen in den späten 1800er Jahre die Cowboys die wilden Pferde auf das Plateau über dem Colorado River hinausgetrieben haben und ihnen den Weg auf dem rund 30 Meter schmalen Grat zwischen Plateau und dem restlichen Land mit unüberwindbaren Zäunen aus Holz abgeschnitten haben. Danach hätten sie eine Auswahl vorgenommen und die besten Tiere für Zucht und Arbeitseinsätze aussortiert und die anderen “unbrauchbaren” Tiere auf dem Plateau ihrem Schicksal, d.h. dem sicheren Tod (Hunger, Durst, Hitze) überlassen. Hoffen wir, dass sich dabei wirklich nur um eine Erzählung handelt.

wpid-Photo-20150914064356737.jpgDirekt anschliessend fahren wir zum Arches National Park. Wie im Visitor Center des Dead Horse Point State Park erhalten wir auch hier wertvolle Infos im parkeigenen Visitor Center. Arches National Park, einer der schönsten Parks im Südwesten, wartet mit der grössten Konzentration an Sandsteinbogen weltweit auf. Bei der letzten Zählung waren es mehr als 2000 Stück, die zwischen 1 bis 100 m hoch sind. Zu unseren Highlights gehören Balanced Rock, der Delicate Arch und die Window Arches (North und South). Wir geniessen unseren Aufenthalt hier sehr – die goldgelb-rötlich-braunen Felsformationen, die Wärme in den Steinen, die Sonne, der blaue Himmel. Unvergesslich.

wpid-Photo-20150914064356738.jpgGegen 20.00 Uhr treffen wir wieder in Moab ein und gehen auf der Terrasse des Restaurants Pasta Joey italienisch essen. Wir geniessen das feine Essen und vor allem die angenehm warmen Temperaturen beim Essen (gestern in der Moab Brewery haben wir trotz Jacken gefroren). Bettina und Stefan kehren zum Hotel zurück während dessen wir nochmals einen nächtlichen Abstecher in den Arches National Park unternehmen. Und zwar wollen wir uns den Sternenhimmel aus dem unbeleuchteten Park ansehen. Wir fahren etwa zehn Minuten in den Park hinein und installieren uns auf einem Parkplatz. Was wir zu sehen bekommen, ist unbeschreiblich: Sterne, Sterne, Sterne, Sternbilder, die Milchstrasse. Unbeschreiblich schön und eindrücklich. Müde und dankbar für diesen schönen Tag fallen wir ins Bett.

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Donnerstag, 10. September 2015: Gorgeous Gorge

Im Motel in Torrey war das Frühstück nicht inbegriffen. Aber gleich nebenan war ein General Store, wo auch eine Bäckerei angegliedert war, welche ein Frühstück im Angebot hatte. Also kehrten wir gleich dort ein und deckten uns im Store auch gleich mit der Verpflegung für den Tag ein. Nachdem wir unseren Jeep startklar gemacht hatten, ging die Fahrt in Richtung Westen los: Etappenziel war der Nationalpark Capitol Reef. In diesem Nationalpark stehen die Verschiebungen der kontinentalen Platten im Vordergrund: Sehr schön sieht man, wir vor vielen vielen Millionen Jahren die verschiedenen Platten aneinandergekommen sind und sich die Erdmassen aufgeschichtet haben – Geomorphologen hätten ihre hellste Freude an diesem Park :-) . Auch bekannt ist der Park für die frische Luft, welche angeblich die frischeste in ganz Amerika sein soll. Zudem sieht man bei guter Sicht 350 km weit – wenn die Sicht gut ist…

Bei der Vorbereitung auf den heutigen Tag haben wir übrigens festgestellt, dass wir heute vor genau 5 Jahren auch schon in diesem Nationalpark gewesen sind. Irgendwie ein toller Zufall – genau 5 Jahre danach…

So fuhren wir zuerst zum Visitors-Center und konnten auf einem Relief die ganze Grösse des Parks bestaunen. Dabei stach uns auf dem Relief die Schlucht Capitol Gorge ins Auge. Hier kann man mit dem Auto ziemlich weit nach hinten fahren und eine kurze Wanderung durch die Schlucht zu den Tanks, die scheinbar immer mit Wasser gefüllt sein sollen. Dieser Ausflug schien uns eine tolle Möglichkeit, ein bisschen zu wandern und den Park zu geniessen. Als wir das Visitors Center verliessen, sahen wir die Info

  • Capitol Gorge Closure

    Capitol Gorge recently experienced major flooding and is closed to all vehicle traffic. Crews will be assessing the damage in the next week or so and information will be updated when available. See pictures of the road damage on our Facebook page.

 

imageDies war nun nicht grad das, was wir uns vorgestellt hatten. Im Visitors Center erklärte man uns jedoch, dass man bis zum Parkplatz vor der Capitol Gorge fahren kann und zu Fuss problemlos in die Schlucht kann. Die 3.8 km in die Schlucht und die 1.6 km zu den Tanks wird für uns doch sicher machbar sein… Und so fuhren wir mit dem Auto bis zum besagten Parkplatz, stellten den Wagen ab und machten uns zu Fuss in die Schlucht. Bis 1962, bis zum Bau des Highway 24, fuhr der ganze Verkehr hier durch über die unbefestigte Strasse. Heute würde man dies mit einem 4×4 locker machen. Aber damals?

imageNun, kurz nach dem Betreten der Schlucht sahen wir, warum die Strasse gesperrt ist: Im Juli hat ein Unwetter bis zu 3 m hoch Wasser in die Schlucht gebracht und natürlich auch Steine liegen gelassen. An vielen Stellen ist die Strasse schlicht nicht passierbar, auch nicht mit einem 4×4. Zu Fuss einigermassen passabel, mit einem Strassenfahrzeug schlicht unmöglich. Dieser Zustand ist vielleicht auch ein Glück: dank der Unmöglichkeit, mit dem Auto hier reinzufahren, hatte es sehr wenige Touristen. Präziser gesagt: wir Vier waren quasi die einzigen Menschen in dieser Schlucht. Und die Schlucht war an Schönheit nicht zu überbieten! Die Felsformationen, die Vegetation und auch die Tiere, die wir hier zu sehen bekamen, waren schlicht atemberaubend. Manchmal haben wir einfach angehalten und haben gestaunt. Also diese Wanderung ist sicher eine, die empfehlenswert ist.

wpid-Photo-20150913222822002.jpgWir gingen die 3.8 km bis zum Parkplatz (den man jetzt ja nicht braucht), machten dort kurz Rast und gingen weiter durch die Schlucht zu den Tanks. Einen kleinen Aufstieg musste man einlegen, um die Tanks zu sehen: Alles in allem waren es drei Steinlöcher, die nun mit Wasser gefüllt sind und den Tieren sicher dienen, den Durst zu stillen. Die Steinlöcher selber waren vielleicht nicht grad DER “Burner”, aber das Gesamtambiente mit der Gegend war schlicht “stunning”!

imageNach einer kurzen Pause machten wir uns wieder auf den Rückweg. Obschon die Wanderung kurz und fast ohne Steigung war, war es sehr anstrengend, durch dieses Tal zu hiken. Der Weg ist durch das Unwetter sehr stark beschädigt und der Stand der Sonne war so, dass wir fast keinen Schatten hatten. Aber die Aussicht auf die Felsen entschädigte für die Mühen. Plötzlich sahen wir von Weitem ein Reh. Oder einen Hirsch? Auf alle Fälle was in dieser Währung. Oder einen Steinbock? Mit dem Zoom konnten wir das Tier fotografieren, bevor es sich auf und davon machte. Aber nach einer Kurve sahen wir das Tier wieder vor uns. Zuerst machte es keinen Wank, dann flüchtete es auf eine Anhöhe und kam wieder runter. Schön gemütlich auf uns zu. Ein wildes Tier das zu Menschen kommt? Die Gesamtsituation beunruhigte mich ein Wenig, da sie für mich sehr unnatürlich erschien. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Tier nun zu uns kommt und sich von uns streicheln lässt? Wir sind doch nicht in einem Streichel-Zoo? Was, wenn es seine Herde verteidigen und uns angreifen will? Ich wollte das machen, was den Wanderern bei einer Begegnung mit einem Berglöwen empfohlen wird: Steine auf das Tier werfen und es verscheuchen. Ich packte also einen Stein und brachte mich in Stellung um bei einen Angriff das zu tun, was zu tun ist… Nun leider habe ich die Rechnung ohne die Sonne gemacht: Der Stein war so was von heiss, dass ich diesen gerade mal drei Sekunden in der Hand halten konnte… Das Gelächter der drei Mitwanderer war dabei so laut, dass sich das Tier entschlossen hat, dass es wohl besser ist, an uns vorbei zu gehen, statt auf uns zuzukommen…

Irgendwann kamen wir in Richtung Parkplatz. Und je näher wir zum Parkplatz kamen, desto mehr Touristen sahen wir. Darunter war eine Mutter, welche während dem Wandern ihren Säugling stillte…

imageWir waren froh, beim Auto zu sein. Denn die “leichte Wanderung” hat uns geschafft. Wir waren fix und fertig… Weiter gings in Richtung Parkausgang, nicht ohne vorher beim Gifford Homestead noch einen Stopp einzulegen. Hier wird einem das Leben der Siedler gezeigt, welche hier gelebt haben. Und vor 5 Jahren hatten wir hier einen wirklich entspannenden und tollen Moment verlebt, sodass ein Abstecher hierhin quasi ein Must war. Natürlich verdrückten wir auch Apple und Peach Pies. Und natürlich habe ich mit der Veräuferin gesmalltalkt – schliesslich musste ich jemandem sagen, dass wir vor 5 Jahren schon hier waren. Aber sie meinte nur, dass sie vor 5 Jahren sehr wohl schon hier war, aber die Haare blond hatte und noch ein Brille trug…

Unser nächster Stopp war noch einmal beim Vistors Center. Ich wollte wissen, welches Tier wir in der Capitol Gorge wir beinahe mit Steinen beworfen hätten. Die Rangerin meinte, dass dies wohl ein weibliches Mountain Sheep sei. Ich wusste bisher nicht, dass Weibchen auch Hoden haben können – ich habe das Teil noch vergrössert und der Rangerin gezeigt – aber sie blieb dabei: ein Weibchen.

Quasi ohne Halt fuhren wir vom Capitol Reef nach Moab. Beim Motel 6 haben wir zwei Zimmer gebucht. Ich bin sicher schon 25 Jahre nicht mehr in einem Motel 6 gewesen und kann sagen, dass die sich gemacht haben… Absolut hübsche Zimmer, welche nicht dem “Motel 6-Standardzimmer” der klassischen Motels entsprachen… Den Abend liessen wir im Restaurant Moab Brewery ausklingen. Dabei wären wir beinahe den Kältetod gestorben, denn die Klimaanlage lief auf Volltouren. Ein Jäggli musste her.

 

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Mittwoch, 9. September 2015: Der Bryce ist heiss

Nach dem Aufstehen fanden wir ein Whatsapp von Bettina und Stefan auf dem Handy: “Gehen wir zum Bryce Canyon für den Sonnenaufgang”? Leider zu spät für uns, die beiden haben das Sonnenaufgangsspektakel bei frischen Temperaturen genossen und waren zum Frühstück pünktlich wieder da. Das Zmorge gab es im Restaurant nebenan, wo wir gestern schon zNacht gegessen hatten. 4 Items aus der Speisekarte konnten wir auswählen, diese waren im Zimmerpreis inbegriffen, mehr ging zu Lasten des Kunden.

wpid-Photo-20150912233530162.jpgNachdem wir die Legende mit Eis gefüllt hatten, gings los in Richtung Bryce Canyon. Zuerst fuhren wir bis ganz ans Ende des Parks, bis zum Rainbow Point. Schon die 18 Meilen-Fahrt ist ein Erlebnis und bietet viele tolle Blicke auf die roten Steinsäulen. Am Ende der Strecke hatte wir einen unglaublichen Blick auf den Bryce Canyon: Die Steinsäulen, die in rötlichen Farben schimmerten waren ein unglaubliches Schauspiel, das uns die Natur hier bot. Nach einem Aufenthalt fuhren wir zurück zum Parkausgang, nicht ohne unterwegs bei den Aussichtspunkten Black Birch Point, Natural Bridge und Bryce Point anzuhalten und die Natur zu bestaunen.

imageWir sind nun schon zum dritten Mal im Bryce Canyon, aber so schön wie dieses Mal haben wir ihn noch nie erlebt! Diese unglaublichen Farben, der Kontrast mit dem blauen Himmel – einfach traumhaft! Nicht nur wir haben dies so emfpunden, auch die vielen europäischen Reisegruppen fanden den Bryce einfach nur magnifique oder che bello! Nachdem die Szenerie eindrücklich auf uns gewirkt hatte, verliessen wir nach einem Stop bei Ruby’s Inn am Ausgang des Parks den Bryce Canyon und fuhren auf dem Highway 12 in Richtung Osten. Dieser Highway wird auch als Scenic Byway, reizvolle Nebenstrasse, bezeichnet. Und tatsächlich: Die landschaftlichen Schönheiten, die einem hier geboten werden, sind wirklich toll! Und auch vielfältig. Quasi Kino live! Und alles in 3D…

Wir stoppten beim Kodachrome Basin State Park. Kodachrome? Das ist doch ein Diafilm? Genau! Der Grund der Namensgebung dieses Parks liest sich auf Wikipedia wie folgt:

Im Kessel des State Parks befinden sich stark erodierte Felsformationen in unterschiedlichen Farbtönen von Rot, Gelb, Rosa, Weiss und Braun. Ergänzt wird diese natürliche Farbspiel mit dem bestenfalls tiefblauen Himmel und der gelegentlich vorkommenden grünen Vegetation. Dieses breitgefächerte Farbspektrum bekamen Teilnehmer einer Expedition des National Geographic Society zu sehen, die das Gelände im Jahre 1948 erkundeten. In einem Artikel im National Geographic Magazin über diese Erkundung wurde das Gebiet Kodachrome Flat benannt, nach Kodaks farbsatten Diapositivfilm Kodachrome. Im Jahr 1962 wurde dort der Chimney Rock State Park eingerichtet, weil juristische Folgen bei der Verwendung des Markennamens befürchtet wurden. Einige Jahre später erteilte die Kodak Corporation die Genehmigung zu Verwendung, so dass eine Umbenennung in Kodachrome Basin State Park erfolgen konnte.

wpid-Photo-20150912233611370.jpgWir fuhren in den Park rein und machten eine Wanderung zum Shakespeare-Arch. Die Gegend hier ist wunderschön und der Arch bot einen guten Vorgeschmack auf die vielen Bögen, die wir in den nächsten Tagen noch zu sehen kriegen werden. Und die Geschichte mit der Namensgebung können wir durchaus nachvollziehen…

Nach diesem Abstecher gings weiter, den Highway 12 entlang und vorbei an vielen tollen Sights, die anzuschauen einfach Spass machen. Höhepunkt der Fahrt ist die Vorbeifahrt am “Summit 9600″. Dies die Bezeichnung für die Passhöhe aber auch für die Höhe von 3200 müM! Unglaublich, wie hoch man hier mit dem Auto fahren kann! Und die Sicht von hier oben ist schlicht toll!

Nach dem vielen fahren meldete das Auto, dass es demnächst wieder Durst haben werde. In Boulder steuerten wird die erste Tankstelle nach Dorfeinfahrt an, es war eine Sinclair-Tankstelle mit entsprechendem Shop namens Hills Hollows. Als ich tankte merkte ich, dass mit der Tanksäule was nicht stimmen kann, denn das Benzin kam nur tröpfchenweise in den Tank:

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Als ich mich an der Kasse meldete und sagte, dass an Säule 4 was nicht stimmen könne, meinte er, dass Regular ausverkauft sei, ich soll doch Premium tanken. Aber auch hier kam genau nichts mehr aus dem Zapfhahn, sodass wir annehmen mussten, dass hier die Tankstelle tatsächlich ausverkauft ist… Zum Glück hatte das Dorf noch eine zweite Tanke, sodass wir nie Angst haben mussten, mal auf dem Trockenen zu sein.

wpid-Photo-20150912233515498.jpgWir fuhren weiter und kamen gegen Abend in Torrey an. Stefan hat in Austin’s Chuckwagon Motel zwei Zimmer reserviert. Vor dem Einschlafen gingen wir ins Rim Rock Inn zum Nachtessen. Die Lage des Restaurants, mitten in der Felsengegend rum um Torrey war sensationell! Und toll war ebenfalls, an der Kolibri-Futterstation den Kolibris zuzusehen, wie sie vorbeikommen um Nektar zu holen.

Einmal mehr geht ein unglaublich toller Tag zu Ende.

 

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Dienstag, 8. September 2015: Let the journey begin!

wpid-Photo-20150912063428478.jpgEine halbe Stunde früher als ursprünglich geplant checken wir im Mandalay Bay Hotel aus und verschieben uns und unser Gepäck zum Self Parking Lot, wo wir uns dran machen, unser Gepäck im Jeep zu verstauen. Nach zwei Versuchen hat alles seinen Platz. Sogar für die neu erstandene Legend-Kühlbox, die für erfrischend kühle Getränke auf der Reise sorgen wird, finden wir ein Plätzchen. Kurz vor 10.00 Uhr brechen wir zur ersten Etappe unserer Rundreise auf. Wir fahren den Strip runter Richtung Downtown und weiter aus der Stadt raus auf die Interstate 15 Richtung Salt Lake City. Von den mondänen Themen-Hotels, durch die “Altstadt” (in der wir wohl alle nachts nicht alleine unterwegs sein möchten), durch Handels- und Lagerviertel raus aus der der Stadt. Bereits nach wenigen Minuten Fahrt auf der Interstate befinden wir uns auf dem Land. Bei der Abzweigung zum Valley of Fire hat es eine Chevron-Tankstelle mit Laden und Restaurant. Wir halten an, um dort frühstücken zu gehen.

wpid-Photo-20150912063431408.jpgDas American Breakfast schmeckt herrlich. Gestärkt und – Martin mit einer neuen Sonnenbrille versorgt – setzen wir unsere Reise fort. Unser Weg führt uns über Mesquite weiter nordwärts. Bald passieren wir die Staatsgrenze von Nevada zu Arizona und kurz vor St. George diejenige von Arizona zu Utah. Kurz nach Toquerville verlassen wir die Interstate 15 und suchen den Kolob Canyon – nördlichster Teil des Zion National Parks auf. Nach einem kurzen Abstecher ins Visitors Center fahren wir die kurze Strasse zum Kolob Canyons Viewpoint hinaus, von wo sich uns ein erstes Mal ein herrlicher Ausblick auf die rötlich-orange-beigen Gesteinsformationen bietet. Nach kurzer Zeit setzen wir die Reise auf der Interstate 15 über Cedar City, Panguitch mit dem Ziel Bryce Canyon fort. Ein erstes Mal gilt es Meilen “zu fressen”, um an den Zielort zu gelangen. Beim Bryce Canyon angekommen fahren wir gleich in den Park hinein und dort den Inspiration Point an, von wo wir eine atemberaubende Sicht auf die das Amphitheater haben, das aus Säulen, Türmchen, Zinnen und Nadeln und an Totempfahle erinnernde Hoodos – vom Wind geformte Kalksteingebilde – gebildet wird.

wpid-Photo-20150912063351217.jpgEin Amphitheater aus erodierten Steinen! Wir geniessen die Ruhe, den Wind und das Licht, das durch den nahenden Sonnenuntergang spektakuläre Farben-/Schattenbilder gewinnt. Wir lassen diese Stimmung auf uns wirken und fahren beeindruckt von den Bildern zurück zum Hotel. Auf dem Weg dorthin begegnen uns die ersten Wildtiere (Rehe, Hirsche, Squirrels). Müde treffen wir beim Hotel (America Best Value Inn, Tropic) ein und beziehen unsere Zimmer. Nachtessen gibt’s im Clarks Restaurant, das sich in der Nähe befindet. Wir geniessen das Essen, lassen diesen ersten Reisetag noch etwass Revue passieren und suchen anschliessend müde aber zufrieden unsere Zimmer auf.

Morgen werden wir unsere Reise auf dem Scenic Highway 12 fortsetzen. Bei diesem soll es sich um die abwechslungsreichste und schönste Autostrecke in Utah handeln. Er beginnt westlich vom Bryce Canyon und windet sich dann 200 km lang durch das zerklüftete Canyon-Land fast bis zum Capitol National Park. Das Stück zwischen Escalante und Torrey (unserem nächsten Etappen-Ziel) ist eine Mondlandschaft aus Slickrock-Sandstein und die Strasse führt über schmale Grate und einen 3350 m hohen Berg. Eindrücklich!

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Montag, 7. September 2015: Labour Day

Heute ist der erste Montag im September und somit Labour Day, der Tag der Arbeit. Wikipedia sagt hierzu aber auch

Für die meisten US-Amerikaner und Kanadier bedeutet der Labor Day heute auch das Ende des Sommers und der Reisesaison. Strände und Ausflugsziele sind noch einmal überfüllt mit Menschen, die das letzte lange Sommerwochenende geniessen wollen.

Das haben wir bemerkt, waren wir doch dieses Wochenende nie alleine auf der Strasse, in Geschäften oder in Restaurants.

wpid-Photo-20150908083335435.jpgDer heutige Tag begann gegen sechs Uhr, als ich von einem hübschen Sonnenaufgang geweckt wurde. Die Fassade des Hotels lud zu verschiedenen Fotospielereien ein und es kamen einige MB an Daten auf die Speicherkarte der Kamera.

wpid-Photo-20150908083323552.jpgUm 10:00 Uhr trafen wir Bettina und Stefan und wir machten uns auf zum Strip, die die lokale Hauptstrasse hier heisst (“Lokale Hauptstrasse”… :-) ). Im Restaurant Toms Urban, welches zum Hotel New York New York gehört, fanden wir einen hübschen Outdoor-Platz und hatten ein leckeres Frühstück. Anschliessend zogen wir weiter den Strip hoch, bestaunten die verschiedenen Casinos, Geschäfte und architektonischen Lösungen, mit welchen die Bauten realisiert wurden.

wpid-Photo-20150908083323561.jpgDer Spaziergang endete beim Bellagio, welches bekannt ist für die Wasserspiele auf dem See vor dem Casino. Leider konnten wir keine Show sehen, offenbar waren wir zum falschen Zeitpunkt dort und aufgrund der Hitze mochten wir nicht auf das nächste Schauspiel warten. Gemütlich spazierten wir wieder in Richtung Mandalay Bay. Die Hitze war doch recht heftig und wir suchten mehr oder weniger den Schatten. Gegen 15:00 Uhr waren wir im Mandalay Bay und wir verzogen uns auf unsere Zimmer, um vor dem Tagesfinale noch ein bisschen “befohlene Ruhe” zu geniessen.

wpid-Photo-20150908084035080.jpgDer nächste Fixpunkt war um 17:00. Wir gingen zur Bushaltestelle und versuchten ein Ticket zu lösen. Eine vierköpfige Gruppe war schneller und sie lösten 4 Tageskarten à 8$. Nein, es gibt kein Rückgeld – nur exact change geht bei diesem Automaten. Bevor wir das Ticket lösen konnten, verpassten wir einen Bus. Als wir endlich an der Reihe waren, entdeckten wir die Tücken des Automaten. Mit Kreditkarte kann man locker bezahlen, wenn man aber die grünen Scheine reinschieben will, kann dies doch ein bisschen tricky sein… Aber auch diese Bezahlhürde haben wir überwunden. Und ein Doppelstöcker-Bus stand auch schon bereit für uns und hatte im Oberdeck sogar noch Plätze für uns frei. Rund 10 Minuten bis zur Abfahrt dauerte es noch, aber dann ging es den Strip hoch – northbound wie wir hier sagen.

wpid-Photo-20150908083320411.jpgUnd plötzlich wird einem bewusst, warum das Ticket 24h gültig ist: Denn an jeder Haltestelle wartet der Bus ca 5 Minuten, bis alle Fahrgäste eingestiegen sind. So dauert die Fahrt zum Wynn eine halbe Ewigkeit, aber das Ziel erreichen wir trotzdem. Das Wynn wurde 2005 für 2.7 Mia $ erbaut und galt damals als der teuerste Hotelbau. Hier wollten wir nun im Casino das Buffet geniessen. Nach 10′ anstehen wurden uns 4 Plätze zugewiesen und die “Schlacht am Buffet” konnte beginnen. “Sample tastes from around the world at the 15 live-action cooking stations presenting freshly grilled meats and sausages, seafood and a variety of cuisine types.” werden auf der Homepage für 40$ versprochen und durchaus auch eingehalten. Die angebotenen Speisen waren hübsch präsentiert und durchaus lecker. Die Frösche haben wir nicht probiert, die restlichen Auslagen inklusive dem Dessertbuffet mundeten jedoch.

wpid-Photo-20150908083320424.jpgEinen Verdauungsspaziergang später waren wir beim 2014 eröffneten Vergnügungskomplex Linq angekommen. Highlight hier ist das riesige Riesenrad Highroller, das zur Zeit höchste Riesenrad der Welt (167 m). Bettina und Stefan luden uns zur Fahrt ein, dies als Geschenk zu unserem 50. Sie wählten dabei das Angebot “Happy Hour” mit einer bewirteten Kabine, wo die Drinks im Fahrpreis inbegriffen sind. Die Kabinen bieten Platz für etwa 20 Personen, wir waren ca 10 Leute und genossen die Fahrt sehr. Das Rad bietet eine tolle Aussicht über Vegas, und auch die Drinks schmecken lecker. In rund einer halben Stunde ist man rundum und dank der Höhe des Riesenrades sieht man von Las Vegas nicht nur die Hotels am Strip, sondern auch das Hinterland. Es war eine sehr coole Fahrt – herzlichen Dank Bettina und Stefan für dieses Geschenk!

Riesenräder im Vergleich (Auszug)

Name Stadt/Land Baujahr Höhe Bemerkungen
Dubai Wheel Dubai, VAE 2016 185 m aktuell Baustopp
High Roller Las Vegas, USA 2015 167 m aktuell grösstes Riesenrad
Singapore Flyer Singapur 2008 165 m
London Eye London, England 2000 110 m grösstes Riesenrad Europas
Wiener Prater Wien, Österreich 1897 65 m bei Eröffnung das grösste Riesenrad Europas
BEA Expo Bern, Schweiz 1982 60 m tranportierbares Riesenrad

wpid-Photo-20150908083312052.jpgAls wir wieder am Boden der Realität angekommen waren, gingen wir mit dem Bus zurück zum Mandalay Bay. Der Tag war ereignisreich und wir benötigten nicht lange, um einzuschlafen.

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