Freitag, 6. März 2020: Obrigado Lisboa

Heute ist Abreisetag. Irgendwie habe ich Lissabon zu verstehen begonnen, wusste was in etwa wo ist, und nun fahren wir nach Hause.

Aber einmal ist fertig…

Der Tag beginnt mit einem Sonnenaufgang über der grossen Brücke – wow!

Guten Morgen Lisboa

Check-out Time ist 12:00 Uhr was uns Zeit gibt, sanft in den Morgen zu gehen. Wir machen dies boggender- und joggenderweise. Auch das Abschlussfrühstück hat geschmeckt und für 12:00 haben wir ein Uber bestellt. Dieses ist pünktlich vor Ort und so sind wir schon zwei Stunden vor Abflug am Flughafen.

Eigentlich hätten wir nach dem Check-out im Hotel noch alle Tramlinien und alle Standseilbahnen abfahren können, denn auch so hätten wir den Flug nicht verpasst. Einzelne Gewerkschafter der französischen Fluglotsen nehmen die Flugreisenden in kollektive Geiselhaft und wir können erst mit 40 Minuten Verspätung abfliegen. Der Flug ist windbedingt etwas unruhig aber bringt uns sicher nach Zürich.

Obrigado Lisboa

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Donnerstag, 5. März 2020: Ascensores de Lisboa-Hattrick

Heute ist das Wetter leider nicht mehr so schön wie am Vortag. Wir lassen es darum etwas gemütlicher angehen. Nach dem Frühstück machen wir uns zu Fuss in die „Oberstadt“ von Belém, wo wir am Vortag auf der Tramdurchfahrt ein Streetart-Objekt in Form eines Waschbärs gesehen haben. Dieses schauen wir uns aus der Nähe und mit Zeit an.

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Street-Art Waschbär

Mit dem Tram fahren wir dann ein paar Stationen weiter bevor ihr auf der Höhe des Tramdepots mit integriertem Trammuseum (Museu da Carris) aussteigen und eben diesem Museum einen Besuch abstatten. Das Museum gibt einen schönen Einblick in die Geschichte von den durch Esel gezogenen Waggons bis zu den heutigen elektrischen Trams. Der Museumsbesuch ist kurzweilig und beinhaltet sogar noch eine Fahrt mit einem historischen Tram – also so einer Art Fitness-Fahrt in Lissabon.

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A night at the museum…

Weiterreise in die Stadt, wo wir uns beim Mercado da Ribeira zu Kaffee und Kuchen einkehren. Gut gestärkt geht es anschliessend mit dem Ascensor da Bica in die „Oberstadt“.

Bica Standseilbahn in Lissabon

Ein uriges Tram bringt uns von da zum Miradouro São Pedro de Alcântara, von wo sich wir einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt haben. Mit dem Ascensor da Glória geht‘s anschliessend wieder runter in die Stadt.

Ascensor da Gloria

In der Nähe des Rossio treten wir in ein kleines Lädchen ein, das handgemachte Puppenkleider, Puppenhäuser anbietet und über ein Puppenspital verfügt, das ältere und beschädigte Puppen neu auffrischt und repariert. Und das alles mit ganz viel Liebe und Freude an der Sache. Für uns geht‘s danach auf zum nächsten Ascensor do Lavra. Hier steigen wir Treppen ins Quartier hoch, um anschliessend die „Tal-„Fahrt mit dem Ascensor so richtig geniessen zu können. Somit ist unser Ascensores-Hattrick komplett. Die drei Ascensores wurden übrigens gebaut, um auch diejenigen Stadtteile Lissabons erschliessen zu können, die von der ab 1873 verkehrenden Pferdestrassenbahn wegen der starken Steigung nicht bedient werden konnten. Betreiber der Bahnen ist, wie auch für die anderen städtischen Verkehrsmittel der städtische Verkehrsbetrieb Carris. Trotz ihrer Ähnlichkeit zur Strassenbahn werden sie als Ascensor (Aufzug) bezeichnet und im allgemeinen Sprachgebrauch manchmal auch Elevador genannt, was eigentlich ein senkrecht fahrender Aufzug ist (Elevador de Santa Justa, s. Eintrag vom 03.03.2020). So shaky die drei Bahnen daher kommen, so zuverlässig fahren sie. Auch blieben sie über ein Jahrhundert lang von schweren Unfällen verschont. Leider sind die Wagen ein beliebtes Zielobjekt von Sprayern. Die Bahnen (90 cm Spurweite) gelten schon seit einiger Zeit als nationale, technische Denkmale. Hier noch einmal alle technischen Details in der Übersicht: Ascensor do Lavra – eröffnet 1884, Länge 182 m, Höhendifferenz 43 m, max. Steigung 25,0 % Ascensor da Glória – eröffnet 1885, Länge 265 m, Höhendifferenz 48 m, max. Steigung 18,0 % Ascensor da Bica – eröffnet 1892, Länge 260 m, Höhendifferenz 45 m, max. Steigung 19,1 %

Zusammenfassung Wikipedia

Elevador do Lavra

Jetzt sind wir hungrig und vor allem durstig. Im Bar-Restaurant des Figu-Hotels geht‘s zum Apéro. Die Tapas fallen hier definitiv grösser aus, als wir uns das unter dem Wort Tapas vorstellen. Aber der Cod-Fish mit Kartoffelstock, das Kichererbsen-Pesto, die Chicken Wings und die super leckeren Riesen-Crevetten an Knoblauchsauce munden herrlich. Wir geniessen hier also Apéro und Abendessen in einem. Danach macht sich Martin auf zu einem Barber-Shop, den er online in der Nähe hat ausfindig machen können. Tatsächlich kriegt er da noch einen Slot und wird sehr schön gepflegt und getrimmt. Der Barber-Man ist ein echter Kenner-Künstler seines Fachs. Die Location ist ebenfalls einmalig und zieht immer wieder zahlreiche Blicke von Passanten an, die zu Stehenbleibern werden.

Figaros Barbershop

Zum Ende des heutigen letzten Lissabon-Ferientages statten wir in nächtlichem Ambiente der Kathedrale Sé einen Besuch ab. Die Bezeichnung Sé ist die Abkürzung für seeds episcopalis, Bischofssitz. Die strenge Fassade mit ihren bezinnten Zwillingstürmen vereint den romanischen und gotischen Baustil. Hauptlichtquelle ins Innere ist die schöne Fensterrose. Direkt vor der Sé verkehren Strassenbahnen, was zu jeder Tages- und Nachtzeit ein schönes Fotosujet abgibt. Wir kehren ein letztes Mal zu Mercado da Ribeira zurück, wo wir uns eine gemeinsame Pizza erstehen. Nach dem ausgedehnt ausgefallenen Apéro gibt‘s nur noch ein Hüngerchen. Die letzte Tramfahrt des Tages führt uns zurück zum Hotel.

Catedral Sé Patriarcal

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Mittwoch, 4. März 2020: Sunny Lisbon

Strahlend schönes Wetter heute Morgen. Wir starten mit einer Jogging-Runde entlang des Rio Tejo in den Tag. Die Strecke führt uns am Erobererdenkmal vorbei bis zum kleinen Hafen von Belém und zurück – an unserem Hotel Altis Belém vorbei – bis zum Denkmal Combatentes do Ultramar. Bei diesem Denkmal, das sich ganz in der Nähe des Torre de Belém befindet, wird der Gefallenen aus den Überseeprovinz-Kolonial-Kriege gedacht. Um 09.00 h wird mit viel Pathos die Mahn-Wache in Position gebracht. An dieser Stelle wird einzig der gefallenen portugiesischen Militärpersonen gedacht. Wo der Gefallenen aus den „Übersee-Provinzen“ Angola, Guinea und Moçambique, die noch in den 1970er Jahren zu Portugal gehörten? Sonne und Schatten der Geschichte und vor allem dem Blick darauf (Portugal wird noch bis heute vorgeworfen, seine Kolonialgeschichte nicht sauber aufgearbeitet zu haben) liegen in Belém also näher als wir bis zum heutigen Tag gedacht haben.

Nach einem erneut sehr leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Heute wollen wir den Parque das Nações erkunden. Auf dem ehemaligen Gelände der Weltausstellung von 1998 und der näheren Umgebung entwickelte sich ein neuer Stadtteil mit Bürogebäuden, Hotels, Wohnungen, touristischen Einrichtungen (Torre Vasco da Gama, Aquarium, Wissenschaftsmuseum etc.) und einem der grössten Einkaufszentren der Stadt. Mit der U-Bahn geht es bis zum Gare do Oriente, dem von Santiago Calatrava entworfene Hauptbahnhof Lissabons.

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Lisboa Oriente

Wir hängen etwas in den Seilen. Darum gibt es als erstes eine kleine Stärkung in Form eines starken Espressos und eines Stücks „Mauer“-Kuchens.

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Mauerkuchen

Dann setzen wir unsere Erkundungstour des Bahnhofs und der Mall (getrennt) fort, um eine halbe Stunde später gemeinsam den „Aussenbereich“ zu entdecken. Wir spazieren auch hier dem Tejo entlang und geniessen das schöne Wetter. Die Expo-Parkanlage ist ein wenig in die Jahre gekommen, zieht aber immer noch sehr viele Leute jeglichen Alters an. Dies wohl auch deshalb weil es hier sehr viele Restaurants und Cafés gibt. Wir kaufen uns ein Ticket für den Teleférico, einer Seilbahn zwischen Torre Vasco da Gama und dem Oceanário, und erhalten so einen Überblick aus der Vogelperspektive (Vasco da Gama Brücke, Tejo und das ehemalige Ausstellungsgelände).

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Unterwegs auf dee Seilbahn

Die zu Fuss zurückgelegte Strecke ist beträchtlich und so beschliessen wir, über einen Abstecher zum Warenhaus Corte Inglesd zurück in die Stadt zu fahren. Fürs heutige Abendessen wählen wir die Markthalle des Mercado da Ribeira beim Cais do Sodré (Time Out Market Lisboa) aus. Es gibt für uns beide einen super leckeren Burger mit Fries und Salat. Wunderbar! Dazu ein Bierchen und die Welt ist in Ordnung. Anschliessend geht‘s zurück mit dem Tram Nr. 15 in unser Hotel, wo wir uns müde aber happy in unser grosses Bett schmeissen.

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Dienstag, 3. März 2020: Gutes Schuhwerk für Lissabon-Stadttour wird empfohlen!

FERIEN! Ausschlafen, gemütlich in den Tag starten und ein super leckeres Frühstück geniessen, ohne dass man dafür einen Finger krumm machen muss. Was wollen wir mehr? Genussvoll gestärkt (es gab bereits ein erstes Pastel da Nata-Küchlein zum Frühstück) spazieren wir dem Tejo entlang und geniessen die Ansicht des Mosteiro dos Jerónimos, das als Symbol für Portugals Goldenes Zeitalter steht und dessen wirtschaftliche und kulturelle Blüte mit der Entdeckung von Gebieten in der Neuen Welt und deren Kolonien einherging.
In einem der kleinen, gelben Oldies-Trams ruckeln wir stadtwärts Richtung Zentrum. Als sich der Tramchauffeur aus seinem Sitz erhebt, der Fahrgemeinschaft „Fine“ zuruft und seinen Ruf noch mit einer unmissverständlichen Handbewegung verdeutlicht, wissen wir, dass wir auszusteigen haben.
Carris Tram
Wieder mit festem Boden unter den Füssen statten wir dem Mercado da Ribeira, einer ganz tollen, schönen Markthalle, einen Besuch ab.

Time out Lisbon

Danach schlendern wir durchs Quartier und fahren mit dem Ascensor da Bica (einer Art Marzili-Bähnli) ins Bairo Alto Quartier. Die kurze Fahrt ist eindrücklich, ist doch das „Lift-Geleise“ gleichzeitig Trottoir und Einbahnspur für Autos, Mofas, Skatboards …

Ascensor da Bica

Ascensor da Bica

Nach einem kurzen Foto-Stopp besteigen wir wieder ein altes Ruckel-Tram (Linie 28), das uns westwärts Richtung zum Cemitério dos Prazeres führt. Wir spazieren durch die Friedhofsstrassen mit ihren grossen und kleinen Familiengruft-Häuschen. Am Ende der Anlage – beim Grabfeld der Feuerwehrleute – erhalten wir eine schöne Aussicht auf die Golden Gate Brücke von Lissabon (Ponte 25).
Friedhof

Wir fahren in die Innenstadt zurück und spazieren durch die enge, verwinkelte Strassen (Café und Eclair in einem schönen Tearoom) und über Plätze bevor uns der Weg zum Elevador de Santa Justa führt. Nach einer halbstündigen Wartezeit besteigen wir die Liftkabine und sind ca. 10 Sekunden später auf dem Toplevel. Die Top-Toplevel-Terrasse, für die man einen Obolus von 1 Euro 50 entrichten muss, sparen wir uns. Weiter geht es für uns – vorbei am Rossio S-Bahn-Bahnhof runter Richtung Rossio-Platz. Hier brummt der Bär. Es hat viele Leute, viele Cafés und Bars und verhältnismässig zahlreiche Geschäfte. Im Café Nicola genehmigen wir uns einen grünen Wein und einen Apéro-Käse zum Auslöffeln bevor wir bei Benetton und Decathlon (Metrofahrt ins Aussenquartier) shoppen gehen. Danach lassen wir uns treiben und gehen entlang von Gässchen, die uns mit ihren Häuser-Ensembles gefallen. Zur Blauen Stunde treffen wir auf der Praça do Comércio mit dem Arco Triunfal ein. Ein neoklassischer Triumphbogen – oben auf dem Bogen steht Gloria und krönt mit Lorbeerkränzen Genius und Tapferkeit, die neben ihr sitzen. Fürs heutige Abendessen kehren wir ins Baixa-Quartier zurück und gehen in einem kleinen Lokal, für das wir „angeworben“ wurden, essen. Es gibt Fisch, Gemüse und Kartoffeln und schmeckt recht lecker. Müde – wir sind echt auf den Felgen – kehren wir in unser Hotel zurück.

Fischi

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Montag, 2. März 2020: Kanarenersatz

Auch dieses Jahr wäre Teneriffa wieder an der Reihe gewesen. Alles war gebucht, als dieser Corona-Virus unser gebuchtes Hotel wegen Quarantäne flach legte und wir somit ein Ersatzziel suchen mussten. Lissabon sollte es werden. Mit Ausnahme einer Reise nach Madeira gehen wir somit das erste Mal nach (Festland-) Portugal.

Wir starten fast pünktlich um 11:45 in Zürich. Das Wetter ist nicht so toll, man sieht fast nix vom überflogenen Gebiet. Aber kurz vor Lissabon öffnet sich der Himmel. Der Pilot macht noch eine Ehrenrunde übers Meer und die Stadt und so fliegen von Westen her an: Torre Belem, unser Hotel, Entdeckerdenkmal und natürlich der Tejo haben wir nun schon gesehen, bevor wir da waren 🙂

Anflug Lissabonn

Wir landen, beziehen unser Gepäck und machen uns mit der U-Bahn auf zur Fahrt zum Hotel. Einmal müssen wir auf eine andere Linie umsteigen um dann den Rest des Transfers Richtung Hotel mit dem Tram zu machen. Insgesamt ein Transfer von über einer Stunde… Schlussendlich erreichen wir das Hotel, welches direkt am Tejo liegt, und erhalten ein ganz schönes Zimmer mit Sicht aufs Wasser.

Wir richten uns ein und schon bald machen wir einen Spaziergang in der Gegend. Das Licht ist ideal um Bilder zu machen und so setzen sich der Torre de Belém

Torre de Belém

und das Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos

Entdeckerdenkmal Padrão dos Descobrimentos

perfekt in Szene.

Wir gehen weiter zum Mosteiro dos Jerónimos (UNESCO-Welterbe), wo Vasco da Gama ruht, und weiter ins Zentrum von Belém. Hier finden wir im Restaurant Os Jerónimos einen Tisch für uns (logisch, schliesslich ist erst 18:30, die Portugiesen essen oft später) und geniessen die lokale Fischspezialität Bacalhau.

Der kurze Weg zurück zum Hotel dient als Verdauungsspaziergang.

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Samstag, 28. September 2019: Journey back home

Wir packen unsere Siebebsachen zusammen und gehen in einem Café frühstücken, da im Hotel eine Seniorengruppe den gesamten Frühstücksraum belegt. Danach fahren wir zu Edeka und kaufen dort Lebensmittel ein. Von Trier aus nehmen wir Kurs auf Luxemburg, wo wir einen Tankstopp einlegen. Dann geht es gleich weiter Richtung Metz, Nancy und Belfort. Bei dieser Route handelt es sich nicht um die kürzeste Strecke aber dafür um diejenige mit der wenigst dicht befahrenen Autobahn. Wir kommen zügig voran, legen zwischendurch einen Pipi- oder Kaffee-Stopp ein und legen die letzten Kilometer durch den Jura via Biel nach Bern zurück, wo wir gegen 17.00 Uhr eintreffen. Alles auspacken und in die Wohnung bringen. Dann gibt es leckeren Pflaumenkuchen, den wir in Trier gekauft haben bevor Martin zum YB-Spiel gegen Sion (3:2) geht. Wir sind dankbar, gesund und wohlbehalten zurück in Bern zu sein. Diese Ferien waren super erholsam, entspannend und erlebnisreich. Wir haben viel gemacht, uns sehr gut bewegt und viel Neues kennengelernt. Supi!

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Freitag, 27. September 2019: Easy going

Es regnet als wir heute Morgen erwachen. Laufen gehen? Ja!!! Einfach abwarten bis es aufgehört hat zu regnen und los geht‘s ans Mosel-Ufer joggen. Es läuft uns gut und so kehren wir zwar etwas erschöpft aber total happy zum Hotel zurück.

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An der Mosel

Fürs Hotel-Frühstück reicht es heute nicht mehr. Darum gehen wir in die Stadt und finden im Café Mohr eine Location, in der bis 13:00 Uhr Frühstück serviert wird. Danach gehen wir getrennt shoppen. 

Zwischendurch treffen wir uns auf ein erfrischendes Radler bzw. zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant Burgeramt (leckere Burgers). Zum Abschluss der Ferien gönnen wir uns in einem Eiscafé ein Eiskaffee. Danach schlendern wir gemütlich durch das abendliche Trier und schwelgen in unseren Ferienerinnerung dieses Deutschland-Urlaubs.

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Donnerstag, 26. September 2019: Der „Schatz“ am Phoenix-See

Wir lassen‘s gemütlich angehen heute Morgen und machen uns auf zur morgendlichen Jogging-Runde. Vom Hotel aus vorbei an der Hörder Burg (hier wurde bis zur Werksschliessung das Phoenix-Stahlwerk verwaltet).

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Hörder Burg

Die Burg war früher der Sitz der königlichen Rentei, bis Anfang des 19. Jahrhunderts Schutzburg gegen Dortmund: Hörde war ursprünglich eine schwer zugängliche Schutzstadt, ein Zufluchtsort für Frauen, Kinder und Vieh bei Kriegsgefahr. „Hürden“ aus Reisig und Flechtwerk umgaben den Platz. Mit der Errichtung der Hermannshütte (1841 durch den Nagelschmied Hermann Dietrich Piepenstock gegründet) und ihrer Weiterentwicklung zum Phoenix-Werk veränderte sich der Charakter Hördes: Aus der Ackerbürgerstadt wurde eine Arbeiter- und Stahlstadt. Dies liess das Wohlergehen der Stadt einseitig von der Entwicklung des Stahlwerks abhängig werden. Es folgten Expansionskurs, Zusammenschluss zu den Vereinigten Stahlwerke bzw. zur Dortmunder Union, durch die Alliierten veranlasste Entflechtung und Demontage „wichtiger“ Betriebsteile, Zusammenschluss mit neuen Kooperationspartnern und schliesslich die Stilllegung bzw. Werks-Demontage im 2001 durch chinesische Arbeiter. Spannend: Das Stahlwerk wurde anschliessend in Schanghai wieder aufgebaut und in Betrieb genommen.

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Blick über den Phoenix-See und Hörde

Am Standort des Stahlwerks liegt heute der Phoenix-See, der sich zu einem attraktiven Freizeit- und ebenso begehrten (wie teuren) Wohnort (von Kindergarten bis Schule, Discounter, Arztpraxen, Bäckereien und Cafés findet man in dieser Stadt im Stadtteil Dortmund-Hörde alles) entwickelt hat. Vom Hafen aus kommen wir auf unserer Joggingrunde rund um den See als erstes bei der Kulturinsel mit einer Thomasbirne vorbei.

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Thomas-Birne

Weiter gehts an diesem besonderen Flecken „Kultur-Geschichte“ zu einer Erhöhung, von der man einen guten Ausblick auf Dortmund inkl. Westfalen-Stadion geniesst. Die Sonne scheint und es ist angenehm warm, was die „laufende“ See-Umrundung zur Freude macht. Wir frühstücken und packen unsere Sachen zusammen, um kurz nach 11:00 Uhr unsere Reise fortzusetzen. Dies mit nächstem Etappen-Ziel „Freudenberg“. Auf die Kleinstadt sind wir durch die Serie „Deutschland von oben“ im deutschen Fernsehen gekommen, die wir vor Jahren einmal gesehen haben. Heute fahren wir nun also nach Freudenberg, das eine gute Auto-Stunde von Dortmund entfernt liegt. Wir schlendern durch den Stadtteil „Alter Fleck“ mit seinen schönen Fachwerkhäusern. Hübsch das Ganze aber teilweise aus der Nähe sehr lieblos, so haben wir u.a. noch selten so viele Müllcontainer um Häuser stehen sehen wie her. Wir spazieren daher auf der dem Dorf abgewandten Seite ein wenig in die Höhe (gemäss Wanderweg tun wir dies mit einer Steigung von 18 %!) und haben von da eine tolle „Fernsicht“ auf das Gesamt-Ensemble, das von hier wie ein Stadtmodell in einer Modell-Eisenbahnanlage wirkt.

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Freudenberg

Bevor wir weiterreisen, gönnen wir uns noch Kaffee und Kuchen. Auf direktem Weg geht es anschliessend nach Trier. Die Wetterbedingungen heute sind garstig. Teilweise regnet es heftig, ist neblig und wolkenverhangen. Martin bringt uns mit seiner sicheren Fahrweise zügig ans Ziel. Kurz vor 18:00 Uhr checken wir im Hotel Ibis Style in Trier ein (Zimmer 103). Wir richten uns kurz ein und gehen anschliessend im italienischen Restaurant „Donna mia Trier“ Pasta essen. Danach unternehmen wir noch einen nächtlichen Spaziergang zur Porta Nigra.

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Porta Nigra

 

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Mittwoch, 25. September 2019: Ich sag‘ Otto, sie sagt Watt (Otto Song)

Heute beim Joggen kein Nebel dafür regnet‘s. Aber ist egal und macht auch so mega Spass. Wir laufen gut und sind danach total erfrischt. Frühstück wieder super lecker und dann halt eben packen und auschecken und los geht‘s von Büsum aus südwärts – langsam Richtung „Nach Hause“. Wir nehmen den Weg über Glücksstadt (ja wir wissen jetzt, dass wir schon mal da waren) und fahren von hier mit der Fähre nach Wischhausen und von da an ohne grössere Unterbrüche (nur ein kleiner Imbiss-Stopp) nach Dortmund. Ein klassischer Reisetag, mit vielen Wetterkapriolen und Zeit für Gespräche und fürs Revue-Passieren-Lassen von Ferienerlebnissen. Gegen 19:00 Uhr treffen wir in Dortmund-Hörde ein. Gehen hier in ein italienisches Ristaurante Pizza essen und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

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Dienstag, 24. September 2009: Büsum at its best oder wenn das Meer nicht zu dir kommt, musst du zu ihm gehen

Huch, keine zehn Meter weit können wir heute um 08:00 Uhr von unserer Nase weg sehen: Dicker Nebel in Büsum. Jogging in the mist also. Macht Spass und tut gut insbesondere die See-Luft. Wir laufen direkt am Wasser und kommen dabei auch an der neu geschaffenen Kyte-Halbinsel vorbei. Wasser, nebelige Luft, Möwen, Strandkörbe und der regelmässige Laufschritt … so entspannend.

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Jogging im Nebel

Frisch geduscht und parat gemacht, machen wir uns ans reichhaltige Frühstücksbüffet. Auch das natürlich super lecker, vielfältig und schön angerichtet. In der Zeit bis 11:00 Uhr lichtet sich der Nebel und die Sonne bricht durch. Rasch ein paar Sachen (inkl. den ach so wichtigen Kurtaxen-Ausweis) in die Korbtasche gepackt und schon stehen wir beim Strandkorbverleih und mieten den Korb 536 für den heutigen Tag. Wow, wie ist das gemütlich und gmögig. Wir lesen, hören Musik, spienzeln auf das was sich vor uns auf dem Spazierweg abspielt, essen von den leckeren Zwetschen aus dem Alten Land, die wir am Vortag in Husum erstanden haben und blinzeln dann und wann in die Sonne. Einfach genussvoll.

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Einsiedlerkrebs

Kurz nach 14:00 Uhr verstauen wir unsere Sachen und machen uns zu nacktem Fuss auf ins Watt. Um 14:30 Uhr wird der maximale Stand des Niedrigwassers erreicht sein, d.h. wir müssen also ein recht langes Weg-Stück zurücklegen, um von der Treppe, die eigentlich ins Wasser führen würde und um diese Uhrzeit halt eben ins Watt führt, zum Wasser zu gelangen. Eben, wenn das Meer nicht zu dir kommt, musst du zu ihm gehen. Auf dem Weg dorthin gibt’s viel Wattwürmer-Ausscheidungen und wir entdecken Watt-Schnecken und viele Einsiedlerkrebse, die wenn man ihr Häuschen hebt mit ihren ungleich langen Scheren um sich greifen (sorry liebe Einsiedlerkrebse, ich wusste nicht, dass wenn ich euch anhebe, ihr euch krampfhaft mit euren Hinterbeinchen an den Muschelwänden festhalten müsst, da eure Körper nicht fix mit der Muschel verbunden sind). Beim Wasser angekommen, schlendern wir der die längste Zeit dem Küstenstrich entlang. Das Wasser ist angenehm warm und das Laufen auf dem sandigen Untergrund tut Füssen, Gelenken und der Seele gut. 

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Wattwanderung

Wir kehren zurück zu unserem Strandkorb und erfreuen uns ob den letzten wärmenden Sonnenstrahlen. Dann ziehen wir uns auf unser Zimmer zurück, wo wir uns fürs Abendessen bereit machen. Auch heute Abend sind wir wieder im Hotel geblieben und heben sehr gut gegessen. Glückselig ob so einem schönen, unvergesslichen Tag fallen wir ins Bett und in tiefen Schlaf.

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Büsum

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Montag, 23. September 2019: Nordsee-Perlen besucht

Auch heute starten wir mit einer Niebüll-Joggingrunde. Toll und super cooles Körpergefühl danach. Frühstück im Hotel und Gepäckverlad durch das Zimmerfenster direkt zum Auto – der Vorteil, wenn das Hotelzimmer im Parterre liegt. Dann geht‘s los mit Tagesziel Büsum. In Husum legen wir kurz nach 12.00 Uhr einen Zwischenstopp ein.

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Alter Hafen Husum

Eine erste Nordsee-Perle: Hübsches Städtchen mit wunderschön nordisch, bunter Altstadt. Wir gehen etwas lädelen (Martin kauft sich die Fortsetzung der Sebastian-Bergmann-Krimireihe), gönnen uns Kaffee und Kuchen (frischen Pflaumenkuchen und Crèmeschnitte mmmmmhh) und geniessen die entspannte Zeit im sonnig idyllischen Husum. Anschliessend Weiterreise nach Büsum, wo wir nach kurzer Zeit eintreffen und direkt im vor sechs Wochen neu eröffneten Hotel Lighthouse einchecken.

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Zimmeraussicht

Und dieses Hotel ist schlicht und ergreifend genial schön. Wir sind ob dem Haus und insbesondere unserem Zimmer (122) hin und weg. Geil! Wir sind so begeistert, dass wir spontan entscheiden, hier noch einen Tag länger zu bleiben. Martin geht an die Rezeption und sagt zur Mitarbeiterin: „Wir haben ein Problem mit unserem Zimmer. – Pause – Dieses gefällt uns so gut, dass wir gerne noch einen Tag länger bleiben möchten.“. Hurra, es klappt mit der Verlängerung. Wir stossen in einem der drei Restaurant-Teilen mit einem Apérol auf das schöne Ambiente, unsere Ferien und natürlich uns an. Danach machen wir einen kurzen Rundgang durchs Städtle und ziehen uns anschliessend auf unser Zimmer zurück, lesen ein wenig und geniessen die traumhaft schöne Aussicht auf das Watt, die See, welche fast nahtlos in den endlosen Himmel übergeht.

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Seele baumeln, Gedanken schweifen lassen und einfach den Moment geniessen. Für 19.00 Uhr haben wir uns im hoteleigenen Restaurant einen Tisch reserviert und gehen dort super lecker essen (Cesar-Salat mit Krabben bzw. Burrata-Teller und anschliessend für beide Forellenfilets). Wir schwelgen im Glück und geniessen‘s. In der Zwischenzeit hat es draussen zu regnen begonnen – das sehen wir von unserem am Fenster gelegenen Tisch – und wir sind happy, von unserem trockenen und warmen Plätzchen aus so eine tolle Aussicht zu haben. Nach dem Essen schauen wir uns den ersten Teil der Neuen Staffel der Krimiserie „Morden im Norden“ über Apple-TV an. Danach fallen wir müde ins Bett mit den ach so bequemen Kissen und geniessen aus dem Bett heraus die See-Aussicht bevor wir in einen tiefen erholsamen Schlaf sinken.

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Sonntag, 22. September 2019: Ein Traumtag mit Traumwetter und traumhaft schönem Tagesprogramm

Um halb sechs klingelt der Wecker. Aufstehen, reisefertig machen: Wir wollen schliesslich den halb sieben Zug nach Kandersteg nehmen, um unseren Kraftort am Oeschinensee zu besuchen und die Höhenwanderung zu absolvieren. QUATSCH!!! Also das mit dem Wecker stimmt aber wir fahren heute auf die Insel Amrum. Mit dem 06:35 Uhr Zug geht es nach Dagebüll-Mole, wo bereits die 07:15 Uhr Fähre nach Amrum auf uns wartet. Wir frühstücken auf der Fähre herrlich gut und geniessen die ersten Sonnenstrahlen des Tages. 

Guten Morgen, Dagebüll!

Die Fahrt mit der Fähre dauert rund zwei Stunden und so treffen wir gegen 09:30 Uhr auf Amrum-Wittdün ein. Die Einfahrt im Hafen verläuft nicht ganz problemlos, da irgendetwas mit dem Fähranleger 1 nicht funktioniert, so dass die Fähre nochmals aus dem Anleger 1 raus muss und den Anleger 2 anfährt. Hier klappt‘s dann aber einwandfrei mit dem Anlegen. Wir verlassen die Fähre und holen uns bei Marc‘s Fahrradvermietung gleich unsere online vorbestellten Räder ab, mit denen wir heute Amrum erkunden werden. So wissen wir denn seit heute auch, dass Bismarck-Räder immer Rücktritt haben. Eine Technik, mit der ich schlicht und ergreifend nicht umgehen kann, so dass ich vor Ort ein anderes Rad will, was den knorrigen Senior-Radvermieter etwas auf die Palme bringt. Aber was soll‘s. Wir fahren los Richtung Norden und kommen schon bald am rot-weiss gestreiften Leuchtturm vorbei. Zuerst zieht es uns aber ans Meer. 

Amrum as it‘s best!

Sand-Strand-Laufen, Muscheln sammeln, die Elemente Wasser, Wind und Sonne geniessen, den Wasservögel bei der Futtersuche und Federpflege zusehen: so viel genussvolle Erlebnisse. 

Futtersuche

Den Leuchtturm kann man am Sonntag nicht besuchen. Wir belassen es daher mit einer Aussenbesichtigung und fahren auf dem Radweg weiter Richtung Norden. In Norddorf, dem nördlichsten Städtchen auf Amrum, fahren wir mit den Rädern noch weiter bis zum Naturschutzgebiet. Zu Fuss geht‘s weiter nordwärts. Wir sehen eine Wandergruppe, die auf dem Wattweg nach Dünsüm (Föhr) ist. Bei Niedrigwasser ist es tatsächlich möglich von Amrum nach Föhr zu gehen. Wir kehren um, gehen nochmals auf der Westseite an den Strand und geniessen, das Ambiente: die wärmende Sonne, den Wind, Meeres-Flora, das Wasser und jaaaa natürlich auch den Sand. Zurück in Norddorf machen wir uns auf die Suche nach einem Beizli, in dem wir Fischbrötchen erstehen können. Leider verläuft unsere Suche erfolglos. So fahren wir weiter nach Nebel – aber auch da hat das einzige Fischbrötchen-Bistro am Sonntag geschlossen. In einem lauschig gelegenen Beizli gibt‘s dann halt einen Flammkuchen und eine flüssige Erfrischung. So gestärkt setzen wir unsere Fahrrad-Tour Richtung Wittdün fort. Auf dem letzten Abschnitt fährt Amrum nochmal alles auf was es an schöner naturbelassener Küste zu bieten hat. Die Zeit vergeht im Flug und schon treffen wir in Wittdün ein. Und hier finden wir dann endlich im Bistro „Hafen 31“ die erträumten Fischbrötchen. Für Martin ein Krabbenbrötchen, für mich Backfisch im Brot. Bei der „Produktion“ des Krabbenbrötchens fragt der Verkäufer Martin: „Wollen Sie viel oder wenig Krabben?“. Die Wartenden müssen alle lachen. Martins Antwort „Viel“, wird von einer ebenfalls wartenden Frau mit „Genug“ ergänzt. Wir finden ein sonniges Plätzchen mit Aussicht auf die Hauptstrasse und verzehren unsere leckeren Brötchen. Danach machen wir uns auf den Weg zum Hafen. Auf dem Spaziergang sehen wir mittelgrosse Schwärme von Küstenschwalben, welche die der Insel vorgelagerten Kniepp-Sandbänke als Rastplatz nutzen. Wir haben das Fernglas von der gestrigen Exkursion noch dabei und können die Vögel (es hat auch noch Kormorane und verschiedene Gänse) daher noch ein wenig beobachten. Und dann nimmt schon unsere Fähre Kurs auf Amrum und wir begeben uns zum Fähranleger 1 (der funktioniert also wieder) und reisen auf dem Sonnendeck (nach Föhr begeben wir uns dann aber in die Lounge weilt es kühl geworden ist). Müde und glücklich kehren wir gegen 19:30 Uhr aufs Festland zurück. Ich bin sicher, dass wir noch lange in unseren Erinnerungen die Sonne auf der Haut, den Wind in den Haaren und das Rauschen des Meeres in den Ohren und vor allem den Sand in den Schuhen haben werden!

Dagebüll Mole

 

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Samstag, 21. September 2019: Ein Prachtstag in Niebüll und Umgebung

Heute geht‘s erstmalig in Niebüll zum Joggen. Wir haben einen tollen 10 km Loop entdeckt, der beim Bahnhof startet, entlang des Bahngeleises führt und dann über Land nach Risum und wieder zurück nach Niebüll führt. Wir absolvieren die Strecke bei strahlendem Sonnenschein, sehen eine Vogelschar auf einem Schlafbaum (ja die Vögel gruppieren sich für den Flug gen Süden) und haben Freude an unserer Leistung. Zurück im Hotel machen wir uns frisch und gehen frühstücken. Kleines aber feines Frühstück. Danach machen wir uns auf den Weg ins Städtchen – mit getrennten Programmen. Martin geht zum Frisör, ich ins Warenhaus Knudtsen und in weitere lokale Lädchen. Um 13.00 Uhr schliessen die Geschäfte. Ich finde einen Tisch im Aussenbereich des Spezialitätenkontors und genehmige mir einen Cappuccino und ein Stück Crème brulée Torte. Himmlisch! Martin stösst kurze Zeit später hübsch zurecht gemacht zu mir und ist Kaffe und Torte gegenüber auch nicht abgeneigt. Weiter geht‘s über den NEG-Bahnhof, wo wir uns die Tickets für den morgigen Amrum-Ausflug besorgen. Dann geht‘s ab nach Hause, wo wir das mis-en-place für unsere nächsten Aktivitäten vornehmen. 

Gänse

Zuerst all die Dinge, die wir für die abendliche Vogel-Exkursion in Højer benötigen (Feldstecher, Regenjacke, Pulli etc.) und dann alles für den sonntäglichen Ausflug nach Amrum (Badekleider, Tüechli, Getränke, Velohelme etc.). Die Uhr zeigt 16:00 Uhr an und so machen wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Højer. Leider finden wir vor Ort keine geeignete Verpflegungsmöglichkeit und so kaufen wir uns in einem dänischen Coop zwei Sandwiches, Pommes Chips, Zimtrollen und zwei Getränke und verpflegen uns auf einer Bank. Irgendwann gegen 17.30 Uhr tauchen drei Reisebusse auf und nach einem leicht chaotischen Hin und Her steigen wir in einen der drei Busse. Die vollbesetzten Busse fahren los und alsdann beginnt der ältere Guide in unserem Bus in monotonem Ton Erklärungen in dänischer Sprache zu Land, Flora und Fauna (wir nehmen zumindest an, dass er darüber gesprochen hat) zu geben. Kein Wort in deutscher oder englischer Sprache. Nice! Ebenso nice ist die Tatsache, dass wir bis rund 13 km vor Niebüll zurück fahren und dort auf einer Strasse anhalten, aussteigen, um direkt vor dem Guide ins Feld zu kullern. Da wir ja eh nichts verstehen, schlendern wir einen Weg entlang von wo wir eine gute Sicht auf den Himmel, die untergehende Sonne und die Kuhweide hinter uns haben, auf der ein rasender Hase Teile der Kuhschar in Schrecken versetzt. 

Vogelschwarm

Und irgendwann geht das Spektakel los: Eine Gänseschar in Reih und Glied fliegt über uns und kurze Zeit später tauchen die ersten Stare-Scharen auf, direkt gefolgt von der nächsten und der nächsten und der nächsten. Eindrücklich diese verschiedenen Formations-Flüge, die manchmal die helle und manchmal die dunkle Gefiederseite am abendlichen Himmel zeichnen lässt. Irgendwie erinnert uns das ganze an die Nordlichter – mystische und überraschende Bilder. Mittlerweile fliegen Vogel-Gruppen aus allen Himmelsrichtungen auf ein und denselben Acker zu und lassen sich dort nieder. Je mehr Vögel eintreffen, desto grösser wird das Gekrächze der Vogel-Schar, die sich etwa 500 Meter von uns entfernt niedergelassen hat. Morgen stossen vielleicht noch weitere Tiere dazu und dann machen sie sich auf in Richtung Süden. Mit den letzten Sonnenstrahlen treffen die letzten Vogelgruppen ein und dann ist der Vogelflugverkehr für heute Abend eingestellt. 

Mysthik

Dafür bricht jetzt unter den Menschen das unkoordinierte Chaos aus. Da so viele Leute mit Bussen und PWs angefahren sind, um dem Spektakel beizuwohnen, herrschen jetzt auf der Strasse wirre Verhältnisse. Unser Bus ist kurz nach unserer Ankunft leer irgendwohin gefahren und da wir kein dänisch verstehen, wissen wir auch nicht wo wir uns einfinden müssen. Irgendwann bemerkt Martin einen Mann in kurzer Hose, den er bei der Hinfahrt in unserem Bus gesehen hat und fragt ihn, ob er wisse wo der Bus fährt. Auch er scheint keine Ahnung zu haben, lässt uns dann aber kurze Zeit später wissen, dass andere Gruppen-Mitglieder ihm gesagt hätten, dass wir an der Strasse warten sollen bis unser Bus vorfährt. Das tut dieser dann auch irgendeinmal und kurz nach 20:00 Uhr geht es wieder zurück nach Højer. Von dort fahren wir den ganzen Weg, d.h. via die Vogelbesichtigungs-Stelle zurück nach Niebüll (teilweise durch heavy massige Nebelbänke), wo wir happy und zufrieden ins Bett steigen. War einmal mehr ein super schöner Ferientag. P.S. Zu erwähnen gilt es noch die mystischen Bodennebel-Impressionen auf den Feldern mit Abendsonne. Die Eindrücke sind unbeschreiblich – schlicht grossartig und unvergesslich „Peer Gynt Morgenstimmung-mässig“.

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Freitag, 20. September 2019: Tschü‘ Sankt Peter Ording. Moin Niebüll.

Heute klappt es mit dem Kyte!!! Nachdem ich gestern Abend feinsäuberlich die verhedderten Kyte-Leitschnüre aufgedröselt habe (dazu gab es auf NDR einen Allgäuer Krimi) lancieren wir heute einen zweiten Anlauf mit dem Kyte. Und siehe da: richtig in den Wind gehalten und von Martin top manövriert, schwebt das Teil minutenlang in der Luft. Welch Vergnügen, das bunte Segel im blauen Himmel zu sehen. 

Kyte

Aber alles der Reihe nach. Wir gehen auch heute Morgen joggen. Allerdings wählen wir eine andere Route. Ziel wäre es, von Axels Strandhütte aus dem Meer entlang zur Seebrücke von Sankt Peter Ording zu laufen. Aber das Wasser spielt nicht mit. Das Hochwasser hat die Priele auch noch morgens um 08.00 Uhr geflutet. Es ist kein freudvolles Durchkommen trockenen Fusses möglich. Also kehren wir um und laufen auf dem gleichen Weg wie wir gekommen sind wieder zurück. Ein letztes Mal das leckere Frühstück genossen. Wir packen unsere Dinge zusammen, checken aus und kaufen noch ein Glas des hauseigenen Honigs. Danach machen wir uns auf den Weg an den Strand. Auf halber Distanz – mitten auf der Seebrücke – beginnt es zu regnen. Da Aufgeben keine Option darstellt, bahnen wir uns unseren Weg durch Wind und Regen und gehen im Strandrestaurant Arche Noah erstmal einen Cappuccino trinken. Kurze Zeit später – die Sonne lacht wieder vom Himmel – gehen wir zum Strand und lassen den Kyte steigen (Muscheln und Treibhölzchen sammeln inklusive). Wir geniessen den luftig sonnigen Aufenthalt am Meer in vollen Zügen. Das tut so was von gut – entspannend, erquickend und zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Jetzt heisst es Abschied nehmen von Sankt Peter Ording. Noch rasch ein paar Fruchtgummi im Nordsee-Fruchgummi-Laden eingekauft und los geht‘s. Die Reise nach Niebüll starten wir – welch Wunder – in Welt, wo wir uns noch einmal zu Kaffee und Kuchen einfinden. Auch heute lecki, lecki, lecki. Heute können wir sogar draussen sitzen. Die Strecke nach Niebüll zieht sich umleitungsbedingt etwas in die Länge. Aber kurz nach 17.00 Uhr treffen wir in der Insel-Pension in Niebüll ein. Wir beziehen unser Zimmer mit dem Namen Langeness und gehen im Städtchen im Rathauskeller fein Abendessen. Ein gemütlicher Stadtbummel führt uns danach wieder zurück zum Hotel, wo wir hundemüde aber voller schöner Eindrücke ins Bett fallen – eigentlich hätten wir noch die HeuteShow im ZDF schauen wollen aber wir sind schlicht zu müde dafür.

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Donnerstag, 19. September 2019: Heute benötigen wir ein Netz – nicht um Fische zu fangen, sondern um am Abend Europacup-Fussball zwischen Porto und den Young Boys zu schauen!

Erster Programmpunkt an diesem wunderschönen Morgen bildet die Deich-Jogging-Runde zum Leuchtturm. In der an den Deich angrenzenden Salzwiese entdecken wir heute ein Reh. Martin hat die letzte Nacht schlecht geschlafen und fühlt sich auch noch nach dem stärkenden Frühstück ausgelaugt. Er zieht sich daher für ein, zwei Stunden Schlaf nochmals ins Bett zurück und ich begebe mich auf einen kleinen Dorfbummel. Im schlicht grossartigen Spieleladen kaufe ich uns ein Memory und ein Krimi-Spiel für zwei Personen. Dazu noch ein paar witzige Postkarten. In der hiesigen Filiale der Kleiderkette YOU kaufe ich mir ein OPUS-Shirt in dunklen oliv – meiner aktuellen Lieblingsfarbe. Dann noch Wasser und Curly Wurlies gekauft und dann aber hurtig zurück ins Hotel, wo ich Martin immer noch im Bett vorfinde. Die Aussicht auf einen stärkenden Kaffee und ein Stück Kuchen bringen ihn in die Gänge. 

Toller Norden!

Wir fahren nach Welt. Ja der kleine Ort heisst so. In Welt gibt es seit Mitte August in der umgebauten ehemaligen Meierei (Molkerei) ein Café. Wir wissen dies von Eggi, dem Kaffee-Röster aus Tating. Er hat uns das Welt-Café, in dem sein Kaffee angeboten wird, so angepriesen: „Eines der wenigen Cafés, in denen sowohl der Kaffee wie auch der Kuchen hervorragend schmecken. Sonst ist es sehr oft nur entweder oder.“. Eggi hat Recht. Sowohl Kaffee wie auch die Kuchen (wir gönnen uns beide je ein Stück Trümmertorte mit Kirschen- und Johannisbeer-Einlage) schmecken genial und das gesamte Ambiente vermittelt eine tolle Wohlfühl-Atmosphäre. 

Pfahlbauten am Strand von SPO

Wir kehren zurück nach SPO und holen in unserem Zimmer den Kyte, den Martin mitgenommen hat. Die ersten Versuche, das Teil in der Luft zu halten, fallen kläglich aus und nur nach wenigen Versuchen haben sich die Leitschnüre dermassen verheddert, dass ein Aufdröseln im luftigen Outdoor-Bereich nicht möglich ist. Frustriert brechen wir die Übung ab und machen uns gegen 19.00 Uhr erneut zum Restaurant Strand Nr. 1 auf, wo Martin ein Gericht mit dem Namen „Lustiger Bosniak“ auswählt und ich einen Teller Cevapcici. Der Kyte-Frust sitzt tief und die Stimmung verbessert sich auch nicht durch das YB-Spiel gegen den FC Porto, das YB auswärts mit 2:1 verliert. Martin hat sich das Spiel im Lounge-Bereich des Frühstückraums angeschaut. Mit einer mehr recht als schlechten Verbindung und zwischenzeitlichen Standbildern. Aber er hat zumindest das Spiel seiner gelb-schwarzen Lieblinge mitverfolgen können.

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Mittwoch, 18. September 2019: Schietwetter II

Um 07:00 Uhr klingelt der Wecker. Wir haben fast acht Stunden Schlaf genossen und das Aufstehen fällt dementsprechend leicht. Jogging-Outfit montiert und schon stehen wir auf dem Deich und nehmen Kurs auf das St. Peter Leuchtfeuer. Der Hinweg fällt mit Rückenwind relativ leicht. Dreimal den Leuchtturm umkreist und zurück geht‘s mit konstant starkem Gegenwind. Aber aufgeben ist keine Alternative – zumal das Panorama mit Landschaft und Regenbogen einfach nur breathtaking ist. 

Regenbogenbegleitung

Glücklich und zufrieden kommen wir auf der nahe unserer Unterkunft gelegenen Deichplattform an und stretchen unseren Körper durch. Nach so einem Effort schmeckt das Frühstück gleich doppelt gut. Mit dem Auto geht‘s gegen Mittag zum Kohlosseum, an dem wir bei der Anreise vorbeigefahren sind. Kohl ist ja DAS Gemüse der Region. Wir freuen uns auf den Besuch dieses in einem grossen Speicher aufgebauten Bauernmarktes mit Gastronomie. Aber das ganze Spektakel hat sich unserer Meinung über dem eigentlichen Wert angepriesen. Uns gefällt es mässig und der penetrante Kohlgeruch (Mittags-Spezialität: Kohlpudding, mit Bratkartoffeln und Specksauce!) tut das seinige dazu, dass wir so schnell wie wir gekommen auch wieder gegangen sind. 

Kohl

Wir fahren nach Garding und schauen uns dieses schmucke Städtchen an. Die Zeit wäre jetzt richtig für Kaffee und Kuchen. Im Nachbarort Tating stossen wir auf Eggis Backshop mit Café. Das passt. Eggi kommt zu uns an den Tisch und erklärt uns, dass er um 15.00 Uhr einen Kaffee-Röst-Workshop durchführt. Er ist Eigentümer einer kleinen Kaffeerösterei und ist so erfrischend motiviert, dass wir uns gleich anmelden. Wir kaufen bei Eggi noch Marmelade aus eigener Produktion und einen ausgedienten Kaffee-Sack als Balkon-Deko. Die Zeit reicht noch für einen kurzen Spaziergang, bevor wir um 15:00 Uhr am Workshop teilnehmen. Eggi schildert uns seine interessante Lebens- und Geschäftsgeschichte, zeigt uns einen Film über eine peruanische Kaffee-Kooperative und dann röstet er 6 Kilo Kaffee und erzählt uns dazu allerlei Wissenswertes zum Kaffee. 

Kaffee rösten

Es ist kurzweilig und interessant. Zum Schluss gibt es noch eine Kaffee-Verkostung und wir erhalten einen Beutel Kaffee sowie eine Kaffeebohne mit eingraviertem Vornamen. So witzig. Wir kehren zurück nach SPO und finden im Restaurant Deichkind einen gemütlichen Tisch fürs leckere Abendessen (Gemüsecurry und Wienerschnitzel). Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang kehren wir ins Hotel zurück und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

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Dienstag, 17. September 2019: Hallo Schietwetter

„Volare oh, oh – Cantare oh, oh – Nel blu dipinto di blu – Felice di stare lassù …“ erklingt es um 05.34 Uhr aus dem Lautsprecher im Schlafwagen. Der Schaffner lässt uns mit diesem wunderschönen Lied in der Version von Dean Martin in den Tag starten. Er versorgt uns mit aktuellen Infos zu unserer Reise und insbesondere zur geplanten Ankunft in Hamburg – die pünktlich um kurz nach 07.00 Uhr erfolgen sollte – und informiert uns auch darüber, dass St. Pauli am Montagabend das Fussball-Derby der zweiten Bundesliga gegen Hamburg mit 2:0 für sich entschieden hat. Kein Zweifel: Beim Schaffner handelt es sich um einen St. Pauli-Fan. 

Ankunft in Hamburg

Wir stehen auf, machen eine französische Morgen-Toilette und dann wird uns bereits das Frühstück serviert. Ins frühmorgendliche Hamburg einfahren und dazu frühstücken – echt chic. Auf die Minute pünktlich treffen wir in Hamburg-Altona ein. Innert kürzester Zeit ist der Autozug rangiert, so dass wir in unser Auto steigen und vom Autoreisezeug fahren können. Auf direktem Weg geht es zur Elphi, wo wir das Auto abstellen und uns zu Fuss zu einer kleinen Stadt-Tour aufmachen. 

Bei der Elphi

Es hat mittlerweile zu regnen und vor allem heftig zu luften begonnen. Wir gönnen uns einen ersten Kaffee bevor wir uns auf den Weg zum Restaurant Mutterland machen. In diesem schönen Lokal waren wir erstmalig bei unserem letzten Hamburg-Aufenthalt. Für uns war klar, dass wir nach unserer Ankunft dorthin zurückkehren und dort richtig gut frühstücken gehen. Gesagt, getan – einfach wundervoll, wunderbar lecker (Krabben-Rührei). 

Weiter geht‘s auf der Autobahn bei Regen und Wind nordwärts. Wir fahren und fahren als auf der nächsten Abfahrt der Zielort „Glückstadt“ angegeben ist. Glückstadt tönt für zwei so glückliche wie uns super gut. Blinker gesetzt und Kurs auf Glückstadt genommen, da waren wir schliesslich noch nie und der Moment scheint uns just, um Glückstadt zu besuchen. Rasch ist ein Parkplatz beim Bahnhof gefunden und so tauchen wir kurze Zeit später in die kommerzielle Hauptgasse (Fussgängerzone) ein. Hübsch ist es hier – klein und überschaubar. Fast sternförmig führen alle Gassen zum grossen Platz mit dem Rathaus. Als wir dort ankommen, dämmert‘s bei mir: Da waren wir schon einmal! Wirklich??? Ja! Und zwar am 9. Juni 2018 als ich Martin für die letzte Woche seiner Camperferien besucht habe. Er hat mich in Hamburg am Flughafen abgeholt und dann sind wir über Glückstadt (dort gab es Kaffee und Kuchen) nordwärts gefahren haben anschliessend in Büsum auf dem Campingplatz übernachtet. Tja, werden wir langsam alt? Toll war ja einfach, dass wir auch den zweiten Besuch in diesem beschaulichen Örtchen sehr genossen haben.  

Schäfchenland

Anschliessend fahren wir auf direktem Weg weiter nach Sankt Peter Ording, wo wir ein weiteres Mal im Landhaus an de Dün einchecken. Auch hier herrscht garstiges Wetter, so dass wir uns auf direktem Weg ins Restaurant Strand Nr. 1 aufmachen und in diesem kroatisch-deutschen Lokal (für und eine echte Premiere) eine leckere Fleisch-Gemüsepfanne geniessen. Müde aber glücklich geht‘s für uns zurück in Hotel und da ins warme, bequeme Bett.

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Montag, 16. September 2019: Gotti Ruthli, das gute Omen für unsere Norddeutschland-Ferien

Heute ist unser erster Ferientag. Wir lassen es ruhig und entspannt angehen an diesem schönen Spätsommer-Tag. Das Feriengepäck fertig packen, dieses oder jenes erledigen und dann fahren wir um 13.30 Uhr los Richtung Basel, wo wir kurz nach 15.00 Uhr in Riehen beim Landgasthof eintreffen und dort mit Martins Gotti Ruthli ein gemütliches Zvieriznacht einnehmen. Wir geniessen das Zusammensein im Gartenrestaurant und die Zeit vergeht mit Essen und Gsprächle im Nu. Gegen 18.30 Uhr verabschieden wir uns von Ruthli. Das Treffen mit Ruthli ist zu einem schönen Ritual im Vorfeld zu unseren Auto-Reisezug-Trips nach Hamburg geworden. Ruthli nimmt das Tram Nr 6 zurück nach Hause und wir fahren weiter nach Lörrach, wo der Auto-Reisezug bereits auf uns wartet. Wie immer fährt Martin das Auto auf den Autozug während dessen ich unser Nachtlager im Schlafwagen einrichte. 

Auto verladen

Schon bald trifft auch Martin im Schlafwagen ein. Wir verbringen die Zeit bis zur Abfahrt kurz vor 21.00 Uhr mit Lesen und Ferientags-Planung. Dann machen wir uns bettfertig und beziehen unsere Schlafwagen-Betten. Die Einfahrt in Freiburg i.Br. nehmen wir noch wahr. Der Zugchef informiert, dass man hier in Freiburg noch mit Hunden, Katzen und Schildkröten einen letzten Pipi-Stopp einlegen könne bevor wir die Reise gegen 21.30 Uhr fortsetzen würden … ah soooooooo chhhhhhhhhhhhhh.

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Freitag, 26. Juli 2019: Gelandet – und die Ferien bleiben in unseren Gedanken :-)

Schön waren sie, unsere Ferien. 3 Wochen von zu Hause weg, viel erlebt, viel gesehen und erlebt… So muss es sein. Und wir sind wieder gesund nach Hause gekommen – das ist das Wichtigste!

Rückflug

Die Route mit dem Camper war die folgende:

Mit dem Camper sind wir viel rumgekommen. 2476 km sind wir gefahren, was pro Tag 155 km ergibt. Wir haben Gegenden gesehen, die nicht so bekannt sind, wie z.B. Writing-on-Stone, aber waren auch mit dem Massentourismus unterwegs, z.B. in Lake Louise.

Bei unserem Camper handelte es sich um einen Dodge Ram ProMaster mit einem Camping-Aufbau Zion Class B von Roadtrek. Wir haben ihn über die Campervermietung BestTime RV gemietet. Ich war sehr überrascht, dass Camper schon 52‘000 km auf dem Zähler hatte. Da hätte ich mir was neueres fürs Geld gewünscht. Der Camper hatte alles, was wir benötigten, sogar ein kleines WC mit Dusche (haben wir aber nicht benützt). Die hintere Sitzgruppe konnten wir zum Bett umwandeln und hatten so eine Liegefläche von 188 x 193 cm – perfekt für süsse Träume 🙂 Das Fahrzeug selber war grösser als ein VW-Bus, aber kleiner als ein Wohnmobil. Somit kam man mit diesem Bus locker in die Städte und auch ein Parkplatz fand man in der Regel immer.

Weitere Daten zu unserem Camper:

  • Dodge Ram ProMaster, 280 PS, 3,6l V6-Motor mit einem Verbrauch von Rund 16l/100 km (90l Tank)
  • Radio/CD-Player, GPS-Navigation, Rückfahrkamera, Bluetooth- und USB-Anschluss, Tempomat
  • 140l Wasser-Tank, 86l Grauwasser-Tank, 37l Schwarzwasser-Tank, 30l Propangas-Tank
  •  24“ HD-TV mit DVD-Player, Mikrowellen-Ofen, 2 Gas-Herde, Kühlschrank mit Tiefkühlfach
  • Dach-Klimaanlage, Dach-Lüftung, Heizung
  • Elektrische Markise/Store (bei Wind nicht zu benützen 🙂 )

Unser Camper Dodge Ram ProMaster

Canada, wir kommen wieder!

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Donnerstag, 25. Juli 2019: Gone with the wind

Um 07.00 Uhr klingelt er zum ersten Mal seit zwei Wochen: Der Handy-Wecker. Da wir aber beide schon früher wach sind, macht uns der sonore Klingelton nichts aus. Heute sind wir rasch aus dem Bettchen raus. Duschen, frühstücken und fertig packen ist angesagt. Die beiden letzteren Programmpunkte werden durch den heftigen Wind nicht grad gross vereinfacht. Aber gegen 09.30 Uhr haben wir alles am richtigen Ort verstaut und fahren los, um ein letztes Mal das Auto aufzutanken und vor allem den Propan-Tank aufzufüllen. Von der Tankstelle aus sind es nur noch 2.5 Minuten bis zur Best Time RV Rentals. Die Rückgabe des Wagens läuft einwandfrei. Hick in der Frontscheibe und leerer Feuerlöscher gemeldet und auch die Sache mit der nicht korrekten Anzeige von Grau- und Schwarzwasser-Tank klärt sich (verklebter Sensor).

Der Camper ist wieder in Tagesstellung verbracht

Dann fahren wir zusammen mit einer Familie aus Magdeburg, die auch gerade ihren Camper abgegeben hat zum Flughafen (Shuttle wird von der Camper-Vermietung angeboten). Beim Airport stellen wir alle zusammen unser Gepäck ein (das Einchecken ist aus zeitlichen Gründen noch nicht möglich) und fahren dann mit dem Bus 300 in die Downtown. Da uns etwas mehr als eine Stunde Aufenthalt in der Stadt möglich ist, entscheiden wir uns, auf den Calgary Tower zu gehen. Der Bus hält sogar direkt vor dem Tower. But what the heck! Is this true? Yes, it is.

Calgary Tower – wegen zu geschlossen

Der Calgary Tower ist aktuell geschlossen, die Lifte werden revidiert. Tja, dann halt leider nicht. Wir verabschieden uns von den Magdeburgern und schlendern noch etwas durch die Fussgängerzone, von wo aus Martin noch verschiedene Fötelis macht. Der nächste 300er Bus Richtung Flughafen YYC ist unser. Die Fahrt dorthin, das Check-in sowie die Sicherheitskontrolle verlaufen einwandfrei. Es reicht noch für einen gemütlichen Aufenthalt in der Lounge.

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