Wir haben Ferien. Aus diesem Grund liessen wir den Tag locker angehen. Zuerst ein bisschen joggen, dann Wassergymnastik im Pool (schön warm), dann ein ausgedehntes Frühstück, Zeitung lesen, ein bisschen dösen und dann ab die Post.

Zuerst gingen wir zu Rossmann. Dieses Geschäft ist vergleichbar mit dem DrogerieMarkt und hat so ziemlich alles. Also fast alles. Ich wollte schon am Vorabend bei Rossmann einen Fonic-Internetstick kaufen, damit wir die internetlose Zeit mit diesem Prepaid-Angebot überbrücken können. Leider war das Teil am Vorabend ausverkauft und man machte mir Hoffnung, dass mit der Mittwoch-Lieferung das Gesuchte dabei sei. Was aber nicht der Fall war… Somit sind wir weiterhin offline.

Der Bahnhof „Ahlbeck Ostseetherme“ ist eine Haltestelle in der Nähe des Hotels. Wir stiegen dort in den Zug Richtung Wolgast. Die Usedomer Bäderbahn UBB bietet auf der Insel einen Halbstundentakt an und ist damit sehr erfolgreich. Die Züge sind, zumindest im zentralen Bereich der Insel, recht voll und die Preise für längere Strecken vernünftig. So bezahlten wir für eine Familientageskarte (ja, wir zwei sind eine Familie!) € 17.50, mit welcher wir den ganzen Tag auf dem gesamten Netz fahren können. Die Fahrt nach Wolgast dauerte rund fünfviertelstunden (für etwa 35 km…).

Wir stiegen bei der Haltestelle Wolgast Hafen aus und machten uns auf zum Hafen. Im Hafen befindet sich ein Teil namens „Museumshafen“, wo ganze zwei Schiffe aus vergangenen Zeiten (also bis vor etwa 20 Jahren im Dienst) vor Anker lagen. Davon war ein Schiff ein Hafenschlepper, das zweite Schiff war eine Eisenbahnfähre, mit welcher früher Eisenbahnwagen vom Festland nach Usedom übergesetzt wurden.

Früher, das war die Zeit vor dem Bau des „blauen Wunders„, einer Hubbrücke, auf welcher Strasse, Veloweg und Eisenbahntrasse drauf sind und für die Durchfahrt von Schiffen fünf mal am Tag hochgehoben wird ( und zwar um 05:45 Uhr, 07:45 Uhr, 12:45 Uhr, 16:45 Uhr, 20:45 Uhr sowie um 23.45 Uhr, aber dann nur für Berufsschifffahrt, nur nach vorheriger Anmeldung unter 0381/20671844 bis 21.00 Uhr, siehe auch hier). Und da die Brücke Blau angestrichen ist, nennt man dieses Bauwerk „das blaue Wunder“. Bevor wir dem Hebespektakel der Brücke um 16:45 beiwohnen konnten, besuchten wir das Städtchen, welches eine lange und abwechslungsreiche Geschichte vorzuweisen hat,

Wir waren bereit, als der Verkehr gesperrt und die Brücke gehoben wurde. Ein Fischerboot und sechs Segelschiffe passierten das Gewässer unter der Brücke und nach nicht mal 20 Minuten war das Spektakel vorüber.

Uns war noch nicht nach nach Hause fahren und so bestiegen wir den Zug nach Züssow. Von hier aus hätte man nach Stralsund weiterfahren können, doch wir liessen es bleiben und beendeten unsere Reise vorerst. An diesem Bahnhof sahen wir den Eurocity 378 von Wien nach Stralsund über Brünn – Prag – Dresden – Berlin, die Fahrzeit dieses Zuges beträgt für die ganze Strecke 12 Std 35 Min. Wäre ja auch mal was…

Von Züssow fuhren wir zurück nach Heringsdorf und assen in einem Brauereirestaurant in Strandnähe ein feines Znacht. Danach gingen wir zu Fuss dem Stand entlang nach Ahlbeck in unser Hotel.

 

 

 

 

 

Eigener Film: