Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrösste Stadt Schwedens und befindet sich an der Westküste, beidseits des Flusses Göta Älv.

Sehenswürdigkeiten

Göteborg hat uns sehr gut gefallen und wir haben die folgenden Sehenswürdigkeiten besucht:

Liseberg

Liseberg ist der grösste Vergnügungspark Skandinaviens und bietet viele Fahrgeschäfte, Bühnenauftritte und hunderttausende von Blumen. Jährlich besuchen etwa 300’000 Leute diesen Park und lassen sich veraubern und geniessen das Ambiente. Speziell gefallen haben uns die Lotterien, wo man SEK 20 setzen kann und man Schokolade gewinnen kann. Wir haben 2 kg Toblerone gewonnen – lecker!

Lilla Bommen

Dies ist das Hafengebiet Göteborgs und hat einige Dinge zu bieten, die man gut und gerne anschauen kann.

Die Viking mit dem "Lippenstift" im Hintergrund

Das Maritiman bietet verschiedene am Kai vertäute Schiffe, welche man besuchen kann.
Das ebenfalls in der Nähe vertäute Segelschiff Viking, ein wunderschöner Viermaster, welcher als Hotel dient.

Die Oper von Göteborg ist bekannt für die wunderschönen Inszenierungen und ist auch optisch ein Hingucker.

Der Skanskaskrapan ist ein Hochhaus, welches eine rote Spitze hat. Im Volksmund nennt man es „Lippenstift“. Weitere Infos zu Lilla Bommen befinden sich hier.

Nordstan

Das grösste Einkaufszentrum Schwedens befindet sich in Nähe des Bahnhofs und ist, speziell bei unfreundlichem Wetter, eine gute Einkaufsmöglichkeit und ein toller Zeitvertrieb.

Haga

Im alten Arbeiterviertel kann man sich in die alte Zeit zurückversetzen lassen. Dieses Quartier hat den ursprünglichen Charme behalten und man kann hier in verschiedenen Cafés verweilen oder in Antiquitätenläden das schon lange gesuchte Dekostück für zu Hause finden. Speziell zu empfehlen ist der Besuch im Café Husaren an der Haga Nygatan 24, wo man die grössten Zimtschnecken der Stadt kriegt. Schlicht zu lecker, diese Dinger (und auch fast eine ganze Mahlzeit…)

Saluhallen

Diese Hallen am Kungstorget entsprechen eindem gedeckten Markt, wo man an verschiedenen Ständen leckere Dinger einkaufen kann wie zum Beispiel Brot, Fisch, Käse, Gewürze oder Delikatessen wie Pralinen. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs im Juli 2012 wurden grössere Sanierungsarbeiten in den Saluhallen vorgenommen, so dass nur ein kleiner Teil der Hallen besucht werden konnte. Ich bin überzeugt, dass bei Vollbetrieb dort auch das Angebot sehenswert sein wird.
Innenstadt: Die Innenstadt weist sehr viele Fussgängerzonen auf, die zum Flanieren und Verweilen einladen. Sicher hat es auch hier wie weltweit überall die gleichen Markengeschäfte, wie natürlich H&M, aber man trifft sicher auch auf ein spezielles Geschäft, welches sich vom übrigen Mainstream abhebt.

 

Paddan-Fahrt

Paddan sind sehr flache Boote, mit denen über die Kanäle Göteborgs sowie im Hafen Stadtrundfahrten angeboten werden. Die Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten sind in schwedisch und englisch (und gemäss Prospekt auch in deutsch, auf unserer Fahrt wurde dies jedoch nicht angeboten) und man kriegt ordentlich viel zu sehen. Natürlich geht die Fahrt auch unter Brücken hindurch und zwei Stück sind speziell tief: bei einer Brücke muss man den Kopf einziehen („Der Frisör“), bei einer anderen muss man sich sogar auf den Boden des Schiffes legen (genannt „Der Käsehobel“). Mit den Touristen kann man das ja machen und ich weiss nicht, wie viele Touris hier schon geköpft wurden. Die besten Bilder gibt es somit für die Fussgänger, welche von der Brücke der Skeppsbron-Strasse das Schauspiel mit den Niederwerfungen der Touristen fotografieren können. Die Dauer der Fahrt beträgt ca 50 Minuten.

Volvomuseum

Um zum Volvomuseum zu gelangen, fährt man mit Tram und Bus ins Hafengebiet. Der Bus zum und vom Museum fährt nur alle 30 Minuten, an Samstagen und Sonntagen teilweise nur zweistündlich. Wenn man dann endlich dort angelangt ist, erwartet einem ein sehr guter Überblick über die Geschichte dieser Automarke. Wobei mit dem Begriff „Automarke“ natürlich dieser Firma nicht Genüge getan wird. Volvo steht auch für Lastwagen, Busse, Schaufelbagger und für Schiffsmotoren. In diesem Museum wird auch aufgezeigt, dass Volvo sich sehr für die Sicherheit auf den Strassen einsetzt und die verschiedenen Mittel dazu werden anschaulich präsentiert. Uns hat der Besuch Spass gemacht. Interessant war auch zu sehen, dass Volvo-Modelle, die wir noch bei Verwandten und Bekannen im Einsatz gesehen haben, bereits im Museum sind. Alterserscheinung?

In Göteborg vorwärtskommen

Mit der Strassenbahn kommt man in Göteborg fast überall hin. Auf 161 km Streckenlänge werden 12 Linien betrieben. Spezielle Beachtung verdient die Linie zum Freizeitpark Liseberg, welche im Sommer betrieben wird und wo ausschliesslich historische Trams eingesetzt werden. Es macht echt Spass, mit diesen Oldtimern durch Göteborg zu fahren – wie es auch unsere Ahnen getan hätten. Diese Linie kann auch mit normalen Fahrausweisen benützt werden. Generell lohnt sich ab vier Fahrten das Lösen einer Tageskarte, diese hat SEK 70 gekostet, die Einzelfahrt SEK 22 (Stand Sommer 2012). Einzelfahrten kann man in der Strassenbahn am Automaten im Fahrzeug lösen, man kann sogar mit Kreditkarte bezahlen. Weitere Verbindungen in und um Göteborg werden mit Bussen angeboten, im Gebiet des Hafens gibt es auch eine Linie, die mit Schiffen betrieben wird. Die im Einsatz stehenden Trams sind fahrzeugmässige Raritäten, die eigentlich auch ins Museum gehören würden – aber es ist fun damit zu fahren.

Essen

Einmal haben wir im Liseberg gegessen, wo es verschiedene Fastfood- aber auch klassische Restaurants zur Verfügung hat. Zudem haben wir zwei Restaurants „getestet“ und für gut befunden:

Das Joe Farelli liegt an der Hauptstrasse Kungsportsavenyn. Diese Strasse ist ein bisschen das Schaufenster Göteborgs, man geht hin um gesehen zu werden. Das Essen in diesem Restaurant ist gut und der Service ist flott und freundlich. Wenn man vor 21:00 essen möchte, sollte man einen Platz reservieren.

Das Bee befindet sich hinter den Saluhallen, beim Kungstorget. Hier erwartet einem nicht die Haute Cuisine, aber köstliche Mahlzeiten und ein äusserst aufmerksamer Service.

An beiden Orten würden wir bei einem nächsten Besuch wieder einkehren.