Unsere dänischen Ferien gehen zu Ende. Nach vielen Kilometern zu Fuss, reichlich Nord- und Ostseeluft, Dünen, Heide, Wald und Kopenhagen geht’s heute nach Hause. In die Schweiz.
Der Morgen beginnt unspektakulär. Aufstehen, tagfertig machen und Taschen packen. Danach widmen wir uns nochmals ausgiebig dem Frühstück im Radisson Collection Royal Hotel. Das Frühstücksbuffet ist wirklich ein Traum. Die Auswahl ist riesig, alles schön präsentiert und ausgesprochen lecker. Genau die richtige Umgebung also, um den letzten Ferienmorgen nicht unnötig hektisch werden zu lassen. Wir frühstücken gemütlich und beschliessen danach, die verbleibenden Stunden in Kopenhagen getrennt zu verbringen. Martin hat, wenig überraschend, noch ein verkehrstechnisches Projekt auf seiner Liste.
Er macht sich auf den Weg zur Hovedstadens Letbane, der neuen Stadtbahn im Grossraum Kopenhagen. Und neu ist wirklich wörtlich zu verstehen: Erst vor genau einer Woche, am 22. August, wurde der letzte Teil der gesamten Strecke eröffnet. Sie führt auf 28 Kilometern entlang des Ring 3 von Ishøj im Süden bis Lundtofte nördlich von Lyngby und bedient insgesamt 29 Haltestellen. An sechs Stationen besteht Anschluss an die S-Bahn. Dass Martin sich zumindest einen Teil dieser funkelnagelneuen Strecke noch anschauen beziehungsweise abfahren muss, bevor wir Dänemark verlassen, versteht sich von selbst.
Ich unternehme stattdessen einen letzten Stadtbummel. Ohne eigentliches Ziel lasse ich mich einfach der Nase nach durch Kopenhagen treiben. Bewusst etwas abseits des Strøget, wo es ruhiger und weniger touristisch zugeht. Kleine Strassen, schöne Häuser, Geschäfte, Cafés und dazwischen immer wieder Szenen des ganz normalen Kopenhagener Samstaglebens.
Kurz vor zwölf treffen wir uns wieder im Hotel. Damit ist das individuelle Schlussprogramm beendet, und die eigentliche Heimreise beginnt.
Gemeinsam gehen wir zum Hauptbahnhof. Um 12:18 Uhr bringt uns der Zug direkt zum Flughafen Kopenhagen.
Alles funktioniert angenehm unkompliziert und ohne Hektik. Kurz vor 15:30 Uhr hebt unsere SWISS-Maschine Richtung Zürich ab. Die Rückreise verläuft einwandfrei und zügig. Fast jedenfalls. Denn in Zürich erinnert uns die Gepäckausgabe daran, dass Ferien offenbar nicht enden dürfen, ohne die Geduld nochmals ein wenig zu testen. Irgendwann erscheinen aber auch unsere Taschen auf dem Förderband, und wir können die letzte Etappe nach Hause antreten. Gegen 19 Uhr sind wir wieder daheim.
Und kaum angekommen, trennen sich unsere Wege bereits wieder. Martin macht sich gleich wieder auf den Weg ins Wankdorf zum Klassiker YB gegen den FC Basel. Ich wähle ein deutlich weniger spektakuläres Abendprogramm: Taschen auspacken, Wäsche waschen, Dinge wieder an ihren angestammten Platz räumen und langsam zu Hause ankommen. Auch das gehört irgendwie zu den Ferien.
Unsere erholsamen Hygge-Ferientage sind vorbei. Die Erinnerungen dürfen bleiben.

























