Wir haben das gestrige Treppensteigen gut überwunden und sind gut in Form. Schon kurz vor 10:30 Uhr fahren wir mit dem Zug wieder nach Savona, von wo es dann mit dem Bus Nummer 40/ weiter Richtung Noli geht. Die Busfahrt führt zuerst durch Savona City und danach zu den grossen Hafenanlagen. Kommen also noch in den Genuss von etwas mehr Savona-Sightseeing als am Mittwoch. Dann fahren wir der schönen Küste entlang und treffen kurze Zeit später in Noli ein.
Nachdem gestern Camogli für mich das Highlight an der italienischen Riviera war, ist es heute Noli. Noli (ca. 2’400 Einwohnende) gehört offiziell zu den «schönsten Dörfern Italiens».
Und das will was heissen. Etwas ungewöhnlich für seine Grösse war Noli vom 12. bis zum 18. Jahrhundert eine unabhängige Seerepublik. Diese stolze Vergangenheit spiegelt sich in den vielen mittelalterlichen Geschlechtertürmen und prachtvollen Gebäuden wider.
Noli hat es geschafft, sich den Charme eines aktiven Fischerdorfs zu bewahren. Beim Fischereihafen gibt es eine Stelle, wo die Fischer heute noch ihren Fang an Land bringen, den Fisch säubern und bearbeiten und danach im Städtchen weiterverkaufen. Zudem ist die Altstadt von einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben, zu der auch das Castello di Monte Ursino gehört, das hoch über der Stadt thront. Wir statten noch der romanischen Kirche San Paragorio aus dem 11. Jahrhundert einen Besuch ab, bevor wir in Noli noch ein paar kulinarische Souvenirs (Zitronen aus Noli, Trofie Pasta und Clementinen-Konfitüre) einkaufen.
Unser gemütlicher Stadtrundgang führt uns am kleinen Restaurant «L’Alice Innamorata» vorbei. Ein unscheinbares Restaurant, das von einem Ehepaar geführt wird. Die Gerichte, die wir hier geniessen, sind geschmacklich hervorragend und auch für das Auge raffiniert interpretiert (meine Pasta alla Norma: die Taglierini sind in den Auberginen-Streifen «verpackt» und die Speisen sind mit Blumen dekoriert, der Salat mit Früchten) und zubereitet.
Was für ein schönes «Geschlemmer» heute Mittag – wir können unser Glück, in
den Genuss von so lecker zubereitetem Essen zu kommen, fast nicht fassen.
Als letzte Gäste der Mittags-Session verlassen wir die «Verliebte Sardelle» und mach uns auf den Weg zum Strand, denn die Bucht von Noli bietet kristallklares Wasser und schöne Strandabschnitte. Wir verbringen einen Teil des Nachmittags mit Lesen, Tagträumen – einfach einen Ferientag in Noli geniessen.
Gegen 16.00 Uhr geht es mit Bus und Zug wieder zurück nach Verazza, wo wir uns ein Apéro gönnen.
Da wir heute richtig zu Mittag gegessen haben, besteht unser Abendessen aus einem leckeren Stück Focaccia.
Grazie Dio, per questa giornata meravigliosa.






































































































































