Donnerstag, 1. November 2012: Skyfall

In unserem Designhotel haben wir im designten Bett gut designte Träume gehabt und gut designt geschlafen. Das Frühstück war lecker und hat uns einen guten Start in den Tag ermöglicht. Heute wollten wir Bremen entdecken und machen auf den Weg. Dieser führte der Weser entlang und dieser Weg hiess „Schlachte“. Früher war hier der Hafen Bremens, heute befindet sich hier die Ausgehmeile der Hansestadt – allerdings ist temperaturbedingt anfangs November nix los. Nebst der Bezeichnung „Schlachte“ hat es noch andere für uns eher spezielle Namen, wie z.B. Fangturm, Kranpforte, Ansgaritränkpforte, Heimlichenstrasse oder Zweite Schlachtpforte.

Die Böttchergasse ist sehr eng und hat viele kleine Geschäfte, welche Souvenirs, Bonbons oder Kleider anbieten. Es hat auch ein Glockenspiel, welches jedoch erst ab 12:00 Uhr ertönt – und wir sind noch zu früh. Beim Rathausplatz ist Chilbi, oder Kirmes auf gut deutsch, oder auf plattdeutsch Ischa Freimaak. Das Rathaus ist ein mächtiger Bau von 1406/1410 und ist gemeinsam mit dem Dom und der Roland-Statue seit 2004 UNESCO-Weltkulturerbe. Der Roland ist das Wahrzeichen Bremens.

Roland steht auf dem Markt als Repräsentant des Kaisers, er verkündet und garantiert die Marktrechte und Freiheiten, die der Stadt angeblich verliehen worden waren. So drückt es auch die Inschrift des (allerdings wohl 1512 erneuerten) Schildes aus:

„vryheit do ik ju openbar / d’ karl vnd mÄ“nich vorst vorwar / desser stede ghegheuen hat / des danket god’ is mÄ« radt “

„Freiheit tu ich euch öffentlich kund / die Karl und mancher Fürst fürwahr / dieser Stätte gegeben hat / dafür danket Gott, das ist mein Rat!“

Die Einkaufsstrasse, die Obernstrasse, hat viele Geschäfte, die man auch bei uns kennt bzw. deutsche Ketten, von denen uns bekannt ist, was angeboten wird. So z.B. Karstadt, wo wir ein bisschen shoppen gehen.

Stunden später….

Wir gehen zurück zum Hotel und stellen unsere Einkäufe ab. Heute ist der Starttag des neuen James Bond-Films „Skyfall„, den wir gerne sehen möchten. Gleich drei Kinoketten haben diesen Film im Angebot und wir haben fast halbstündlich die Möglichkeit, den Film zu sehen. Das Cinemaxx beim Bahnhof ist das nächst gelegene Kino und wir sind rund um 16:40 Uhr an der Kasse, um Tickets für die 17:00-Uhr-Vorstellung zu kaufen. 10 € pro Person sind nicht übertrieben, obschon hier der Top-Zuschlag bereits dabei ist (normal ist 7.50 €). Pünktlich beginnt die Vorstellung – mit Werbung und Vorfilmen. Genau um 17:30 startet dann der eigentliche Film, unterbrochen von einer 15-minütigen Pause und um 20:00 Uhr, also nach 3 Stunden stehen wir wieder vor dem Kino – und das nach 2 Sex-Szenen und 46 Toten. Es hat schon bessere Bonds gegeben, vor Allem solche mit mehr Action dafür weniger Dialogen. Speziell an deutschen Kinos ist übrigens, dass es den Zuschauern nicht möglich ist, den ganzen Film sitzen zu bleiben. Da ist während dem ganzen Film ein glöif, man geht aufs WC, man kauft was – bei uns eher weniger denkbar.

Wir schliessen den Abend ab in der Bodega del Puerto am Weser-Ufer und gehen dann zu Bett.

 

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