Donnerstag, 20. August 2020: Ciao Venezia, a presto!

 

Kurz vor 6.00 h startet Martin mit einer Foto-Session (Morgenrot-Moment auf der gegenüberliegenden Seite des Canale Giudecca) in den Tag. Wir lassen es ruhig angehen. Geniessen den Sonnenaufgang, das Vogelgezwitscher aus dem Fortuny-Garten und das bequeme Bett mit der Doppelkissen-„Landschaft“.


Room with a view

 

 

Kurz nach 7 h machen wir uns auf eine letzte Venedig-Joggingrunde. Martin will die Uferstrecke Giudecca zweimal ablaufen, was etwas 7 km entspricht. Ich will nochmals ans westliche Ende von Giudecca, wo die grosse Sporthalle mit dem Hallenbad steht. Getrennt laufen wir los und verabreden uns um 8.00 h im Hof des Hotels. Es ist angenehm warm, die Sonne scheint und einmal mehr sind ausser ein paar Einheimischen noch nicht viele Leute in den Gassen. Nach kurzer Laufzeit kreuzt ein Enten-Eltern-Paar mit drei Jungen meinen Weg. Ich bleibe stehen, mache eine Foto und nehme dabei die grosse Aufregung wahr, die bei sämtlichen Tieren herrscht. Das kann doch unmöglich nur wegen mir sein. Ich stelle fest, dass es noch von einem anderen Ort fiepst als nur von den fünf Tieren auf dem Kanal-Rand. Und tatsächlich scheint ein viertes Jungtier vom Kanal-Rand in eines der im Kanal festgezurrten Nussschalen-Boote gefallen zu sein. Das Kleine versucht unentwegt, den Bootsrand rauf zu kraxeln, was ihm aber nicht gelingt. Für mich ist der Abstand zwischen Kanal-Rand und Boot zu hoch, um ins Boot bzw. danach wieder auf Kanal-Rand-Level zu kommen. Glücklicherweise kommt ein Mann in sportlichen Klamotten, der sofort checkt was los ist. Er lässt sich ins Boot fallen und braucht einen Moment, um sich des Jungtiers zu bemächtigen. Bei den übrigen Familienmitgliedern und dem Duckling im Boot ist die Aufregung riesig. Schliesslich gelingt es dem Mann, das Jungtier zu fangen und es auf den Kanal-Rand zu setzen, wo es sofort in den Kreis der Enten-Familie aufgenommen wird. Der Mann klettert danach wieder hoch und zeitgleich sagen wir uns: „Famiglia riunita“. Wir lachen beide und jedes setzt seinen Weg fort.

 

 


Famiglia riunita

 

 

Wie abgemacht, treffen wir uns kurz nach 8 h zum Stretchen im Hof des Hotels bei der Büste von Giovanni Stucky. Wir sind beide happy, haben uns mit dieser Bewegungs-Sequenz etwas gutes getan. Zurück ins Zimmer, duschen und packen. Und schon machen wir uns auf den Weg zum Majer-Café, wo wir – mittlerweile mit dem Angebot und dem Personal vertraut – ein weiteres Mal super gut frühstücken. Der caffè latte, die cornetti und für mich vor allem das rustico alle olive sind schlicht und ergreifend grossartig. Wir besteigen das 11.02 h Traghetto, das uns zügig zum Bahnhof bringt, wo wir nach wenigen Minuten In den Zug nach Verona steigen. Die etwas mehr als einstündige Reise verläuft ruhig. Verona begrüsst uns mit heissem Sommer-Wetter. Nach dem Check-In im Grand Hotel an der Porta Nuova machen wir uns auf den Weg in die schöne Altstadt.

 

 


Arena di Verona

 

 


Piazza delle Erbe

 

 

Es gibt viel schönes zu sehen, obgleich die Hitze unser „Entdecker-Tum“ etwas schmälert. Wie überall in Italien gibt es auch hier einen Stickerei-Shop. Dieser bietet verschiedene Stoff-Artikel des täglichen Gebrauchs an, die man direkt vor Ort mit einem Spruch, Monogramm oder Namen personalisieren kann. Das witzige an diesem Shop ist, dass er damit wirbt, dass man aus der oberen Etage des Geschäfts den berühmten Julia-Balkon fotografieren kann. Martin lässt sich eine schwarze Gesichtsmaske 😷 mit gelb eingesticktem YB verzieren und ich lasse zwei Säckli für die Schwestern Emilia und Lorena besticken. Hübsch das Ganze. Ja und dann geht‘s in den ersten Stock und siehe da: a perfect scenic photo stop!

 

 


DAS Highlight Veronas: Julias Balkon

 

 

Wir schlendern noch etwas durch die Stadt, gönnen uns aber schon bald ein Apéro. Es ist über 30 Grad warm, was einerseits einfach nur schön ist, andererseits nicht unbedingt sehr unternehmungslustig macht. Wir finden ein schönes Restaurant in der Nähe der Arena und gönnen uns da ein äusserst leckeres Fisch-Znacht (Wolfsbarsch).

 

 


Der Wolfsbarsch wird zubereitet

 

 

Den Verdauungsspaziergang zurück zum Hotel legen wir müde aber zufrieden zurück. Buona notte!

 

 


Arena di notte

 

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