Dienstag, 21. November 2023: Volare, oh, oh – cantare, oh, oh, oh, oh – nel blu dipinto di blu – felice di stare lassù (Domenico Modugno).

Wir haben herrlich genächtigt in unserem Maisonette-Logis im Palazzo Calo in Bari, der Regionalhauptstadt Apuliens. Fit und voller Unternehmenslust stehen wir auf. Das Wetter is picobello. Und auch das Frühstück macht Freude. What else? 

Gegen 10 Uhr unternehmen wir einen Bari-Altstadtbummel. Die Altstadt, mit ihren mehrheitlich in hellem Stein gebauten Häusern wirkt einladend offen und ist sehr sauber.

Carabinieri im Zentrum Baris

Die noch teils ummauerte labyrinthische Altstadt ist weitgehend saniert. Immer wieder kommen wir an kleinen Lädchen mit Lebensmitteln und hübsch gestalteten Gemüse- und Früchte- oder Pasta-Auslagen vorbei.

Frische Pasta in den Gassen zum Verkauf

Oder Haushalt-Läden mit farbigem Löchersiebe- und Plastikbecken-Angebot, das in luftiger Höhe ausgestellt ist. Einige Geschäfte und Lokalitäten haben im November ferienbedingt geschlossen. Dies sicher nach einer intensiven Sommerzeit. Wir lassen uns treiben und erhaschen einen ersten Blick aufs Meer bei Bari. Die Temperaturen sind angenehm – unsere Jacken haben wir im „Handgepäck“. Mitten in der Altstadt erhebt sich die Basilica San Nicolai.

Basilica San Nicolai
Basilica San Nicolai mit Dekor an der Decke

Die Basilika wurde zur Normannenzeit 1197 geweiht und als Tempel für die Verehrung der Gebeine des heiligen Nikolaus gedacht. Denn etwas 100 Jahre zuvor hatten Bareser Seeleute den Leichnam des Märtyrers aus Myra entfernt und nach Bari gebracht. Beeindruckend steht die Kirche in hellem Kalkstein da mit schöner Steinmetzkunst und imposanter Deckengestaltung im dreischiffigen Innern.

Wir lassen die Atmosphäre auf uns wirken und freuen uns darüber, dass schon bald wieder Nikolausi-Tag ist (ein Insider). Weiter ziehen wir an einer interessanten Ansammlung von Carabinieri in Ausgangs-Uniformen mit teilweise sehr sehr sehr viel Gold-Deko, Lederstiefeln und Alfa Romeos vorbei zum Castello Svevo – einer eindrucksvollen Festungsanlage von Friedrich II, im Westen der Altstadt gegenüber dem Hafenbecken gelegen. Quadratische Geometrie bestimmt die Anlage.

Castello Svevo, Bari

Unsere trockenen Kehlen bestimmen uns den Weg: In eine kleine Bar in der belebten Fussgängerzone. Wir trinken etwas (leider kein Lemonsoda) und essen ein Kleinigkeit und entscheiden uns, den nächsten Zug nach Polignano a Mare zu nehmen. Eine Ortschaft mit Soundtrack: Diesem hübschen Flecken unter blauem Himmel und über blauem Meer ist das Lied „Volare“, das eigentlich „Nel blu, dipinto di blu“ heisst, von Domenico Modugno gewidmet. Ein weltweiter Kultsong. Modugno ist hier zur Welt gekommen.

Domenico Modugno

Die Melodie im Ohr, die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und ein wunderschönes frühwinterliches Ambiente im beschaulichen Städtchen: Wir geniessen unseren Aufenthalt in Polignano a Mare. Der Ort ist auf einer Klippe gelegen (im Sommer gibt‘s hier ein Red Bull Cliff Diving Event) und jeweils an den seitlichen Strassenenden sind Aussichts-Balkone eingerichtet, von wo aus man einen herrlichen Blick aufs Meer und die Küste geniessen kann. Einfach nur cool und schön.

Auf dem Rückweg ins Zentrum gehen wir durch die Via Roma und stellen fest, dass sie auch hier – wie bereits vielerorts in Ortschaften – die Weihnachtsdekoration montiert haben. In der Via Roma sind es Textpassagen, die über die Gasse gespannt sind. Da heisst es z.B. „HO HO HO …“. Was ho, ho, ho? Falsch gelesen. Das sind Textpassagen aus „Volare“: Volare oh oh …“. Also by far nichts von Weihnachtsdeko, sondern eine originelle Hommage an Domenico Modugno.

Liedtext von Voooolare!

Der Weg durch die Via Roma führt uns an der Baguetteria da Gianpie vorbei. Kein Top-Restaurant aber … hübsch gelegen und der Wirt Gianpiero ist so ein sympathischer Gastgeber, dass wir dort einkehren, uns einen Negroni und ein leckeres Essen bestehend aus Salat,  Orecchiette, gefolgt von einem Baguette und einem leckeren Martinucci Dessert und Caffè zum Schluss gönnen und geniessen. Einfach wieder mal so ein spontaner Match zum dankbar sein und sich darüber freuen, wenn einfach alles stimmt. Danach kehren wir mit dem Zug nach Bari zurück. Ziehen da noch etwas durch die Läden und kehren danach müde aber erfüllt ins Hotel zurück.

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