Heute hiess es Abschied nehmen, denn ein Hotelwechsel stand bevor. Wer jetzt an Hektik und Chaos denkt: Nein, alles ganz entspannt. Zum Auftakt gab’s nämlich noch ein letztes Gartenfrühstück, mit dem beruhigenden Gefühl, dass „draussen“ und „Ferien“ doch einfach zusammengehören. Der Kaffee schmeckt ohnehin besser, wenn ein bisschen Morgenbrise durch die Tasse weht.
Nach dem Auschecken ging’s zuerst zum ersten Highlight: Ein kurzer Abstecher zur berühmten Rundkirche von Østerlars. Die massive, weiss getünchte zweistöckige Kirchenfestung hatte früher 3 Aufgaben: Sie war da für Gottesdienste (Parterre), konnte den Anwohnern bei Angriffen Schutz bieten (1. Etage) und hatte in der 2. Etage Schiessscharten, damit man sich gegen Angreifer verteidigen konnte. Insgesamt gibt es auf Bornholm 4 solcher Kirchen, die von Østerlars ist die grösste und stammt aus dem Jahre 1060.
Dann ging’s weiter quer über die Insel ins berühmte Ekkodalen – das Echo-Tal, in dem jeder mal laut sein darf, ohne dass sich jemand beschwert. Eine kleine Rundwanderung zuerst durchs Tal, dann ein Anstieg oben an die Kante, mit grandioser Aussicht auf Bornholm. Hier darf jeder mit offenem Mund „Wow“ sagen, das Echo sorgt ja für die Vervielfachung.
Frisch durchgelüftet und halbwegs ausgehungert rollten wir weiter zu Frau Petersens Café. Dies befindet sich in einem ehemaligen Schulhaus und hat sich nun in das Paradies für alle, die sich zwischen „ein Stück Torte“ oder “ich probiere mal alles vom Buffet“ nicht entscheiden möchten, verwandelt. Natürlich haben wir uns standesgemäss für das All-you-can-eat-Buffet entschieden. Kalorien zählen? Heute eher „Tortenstücke zählen“.
Nächster Stopp: Balka Strand. Auch heute wieder perfekter, weisser, feiner Sand, menschenleer, fast wie Privatstrand. Wir machten einen Spaziergang am Wasser und hatten Sand zwischen den Zehen. Ins Wasser ging’s heute jedoch nicht. Morgen soll das Wetter umschlagen, drum genossen wir den Moment an der Sonne.
Blommes Place ist unsere nächste Unterkunft. Sie befindet sich in Snogebæk, gleich hinter dem vorher besuchten Strand. Kurz auspacken, Reisetasche aufs Bett werfen und ab ins Städtchen. Trotz Kuchen am Nachmittag kehrten wir in Sørens Værtshus ein und teilten uns eine Pizza… 🙂
Nun sind wir wieder im Zimmer: Füsse hoch, Augen zu, Gedanken sortieren – morgen wartet der nächste dänische Urlaubstag.











