Dienstag, 18. November 2025: Ein pickepacke-voller Tag in Sydney

Einen Wecker bräuchten wir heute eigentlich nicht. Jetlag-bedingt sind wir kurz vor 5:00 Uhr bereits wach. Und das ist gut so, denn um 7:00 Uhr müssen wir wieder beim Opera House sein. Heute steht eine morgendliche Führung „behind the scene“ inkl. Frühstück an. So verlassen wir kurz nach 6:00 Uhr das Hotel und fahren von der Central Station wieder zum Circular Quay. Von dort geht’s im morgendlich warmen Licht und mit weniger Betrieb als am Vorabend zur Sydney Opera und zum Treffpunkt beim Bennelong Point.

Bennelong war ein australischer Ureinwohner. Er diente als Vermittler zwischen den Ureinwohnern und den britischen Kolonialherren. Das erfahren wir von Bella, unserer Guide, die uns unaufgeregt, spannend und auch ein wenig Stolz die Geschichte, Logistik-Prozesse und Organisation der Abläufe bei Opern-, Schauspiel- und Konzertveranstaltungen hinter den Kulissen vorstellt. Wir sehen Kulissen-Aufzüge, die auf zwei Flächen bis zu 20 Tonnen verschieben können, die Orgel, den Greenraum, den Aufwärmraum fürs Ballett, die Garderoben, in denen die Tütüs und sonstigen Requisiten für die Sleeping Beauty Aufführungen auf ihren Einsatz warten. Die Zeit vergeht wie im Flug – Treppen rauf und runter, kurz den Dirigenten-Stab geschwungen, die Obermaschinerie mit Scheinwerfern und Requisiten-Teilen bewundert, die unterschiedlichen Vorstellungsräumlichkeiten angeschaut und noch ein kurzer Abstecher auf die Terrasse und dann … gibt’s Frühstück. Der Rundgang hat hungrig gemacht und so freuen wir uns über die Stärkung.

Die Sydney Opera in der Morgensonne
Arbeitskleider...
Warm machen fürs Ballett
Blick der Musiker in den Saal

Das Sydney Opera House ist nebst der Harbour Bridge das Wahrzeichen von Sydney. Ein Blick auf das markante muschel-förmige Gebäude und man weiss sofort, um welche Stadt es geht. Der Bau geht auf den Entwurf des dänischen Architekten Joern Utzon zurück. Nach einer 14-jährigen Bauzeit wurde das Opera House 1973 von Elisabeth II eröffnet. Seit dem 28. Juni 2007 ist es in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen.

Gegen 9:30 Uhr treten wir auf den sonnengefluteten Vorplatz und beschliessen, der Promenade Richtung botanischer Garden zu folgen. Von hier aus hat man eine tolle Sicht von der gegenüberliegenden Seite auf das Opera-Gebäude und spaziert den teilweise schattenspendenden Bäumen aus aller Welt entlang, was in Anbetracht der warmen Temperaturen sehr angenehm ist.

Sydney Opera House

Auf den gut unterhaltenen Grünflächen gibt es auch den einen und anderen australischen Vogel wie z.B. den Australibis mit seinem langen Schnabel zu sehen. Wir geniessen die Wärme hier, wohlwissend, dass der erste Schnee heute Bern erreicht hat.

Australibis

Wir verlassen den botanischen Garten auf Höhe der National State Library, in der wir uns den grossen Lesesaal anschauen gehen.

Lesesaal der State Library in Sydney

Von dort ziehen wir weiter an den alten Gebäuden von Parliament House, Sydney Hospitals, The Mint (hier kehren wir für eine kleine Erfrischung ein) und der Hyde Park Barracks vorbei und finden uns kurze Zeit später in der trubligen Shopping-Welt rund um den Martins-Platz wieder. Es folgt ein kurzer Uniclo-Abstecher. Der Jetlag macht sich leicht bemerkbar und so gönnen wir uns einen Espresso und eine Glace bevor wir uns, um wieder richtig da zu sein. Anschliessend schnappen wir uns die nächste Fähre, die nach Kirribilli, die noch wieder eine andere Sicht auf das Opera House gewährt.

Mit der Fähre fahren wir an der Opera vorbei

Wieder zu Fuss geht’s in das The Rock Viertel, das hübsch anzusehen ist und durch schöne Lädchen  und Restaurants besticht. Wir besuchen ein italienisches Restaurant mit dem Namen «Zia Pina» auf, essen eine Pizza und machen uns dann auf den Weg zurück ins Hotel57. War das ein cooler Tag, den uns Sydney heute geboten hat.

Im Quartier "The Rocks"

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