Donnerstag, 27. November 2025: Freche Vögel.

Startpunkt war heute erst um 9:15 Uhr. Früher war fast nicht möglich, da die Reception erst um 8:30 Uhr anwesend war. Wir starteten mit dem Auto für 300 m zum Café „Le Comptoir“. Und das Personal hat tatsächlich französisch gesprochen. Baguette war auch im Angebot. Etwas, was man dort nicht unbedingt erwartet hätte…
Im General Store nebenan kauften wir noch ein bisschen Reiseproviant und schon ging’s los in Richtung Westen.

Die erste Attraktion war das Memorial Arch zur Great Ocean Road.

Die Strasse (B 100) ist 243 km lang und verläuft an der australischen Südküste zwischen Torquay und Allansford. Sie gilt als eine der bekanntesten Scenic Routes bei Touristen in Australien. Jährlich besuchen zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Menschen diese Region. Diese Strasse wurde wegen ihrer historischen und kulturellen Bedeutung am 7. April 2011 als nationales Denkmal in die Australian National Heritage List eingetragen.
Die erste Idee einer Strasse entlang der Südküste Victorias reicht zurück ins Jahr 1864. Diese sollte in erster Linie eine Verbindung der zahlreichen Küstenorte und Fischerhäfen entlang der Küste auf dem Landweg sein, die bis dahin nur per Schiff zu erreichen waren. Konkrete Planungen und Erkundungen für einen möglichen Verlauf der Strecke erfolgten aber erst 1918. Im Jahr 1919 begann der Bau der Strasse. Ausgeführt wurden die Arbeiten von 3000 heimgekehrten Soldaten nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Für diese diente der Bau der Strasse zum einen als Arbeitsbeschaffungsmassnahme durch die Regierung Victorias, zum anderen war es auch die Errichtung eines Kriegsdekmals zum Gedenken an die im Krieg gefallenen Kameraden.
Aufgrund der besonderen geographischen und geologischen Gegebenheiten war der Bau sehr schwierig und langwierig. So wurde der erste Abschnitt zwischenTorquay und Lorne  im Jahr 1922 fertiggestellt. Als Nächstes folgten einzelne Abschnitte, die von Westen her gebaut wurden. Der letzte und komplizierteste Abschnitt war die Strecke zwischen Apollo Bay und Lorne, sie war im Jahr 1932 fertiggestellt. Seither ist die Strecke durchgängig befahrbar.

Memorial Arch zur Great Ocean Road

Dieses Tor ist der eigentliche Startpunkt zur Great Ocean Road. Wir durchfuhren das Tor und nahmen die Strasse dem Meer entlang unter die Räder. Der erste Stop war ein bisschen vom Meer weg und in der Höhe, die Erskine Falls, Wasserfälle im Wald. Mit dem Auto konnte man fast bis zum Wasserfall fahren, ein kurzer Wanderweg führte durch einen „Dschungel“ mit vielen Farnen zum Wasserfall.

Erskine Falls

Der Wasserfall ist hübsch anzusehen, aber es gibt sicher höhere Wasserfälle, die wir schon gesehen haben.

Nach dem Besuch dieser Sehenswürdigkeit fuhren wir in Richtung Teddy’s Lookout. Plötzlich sahen wir Autos am Strassenrand parkiert und Menschen, die mit Fotokameras ausgerüstet in den Wald fotografieren. Wir hielten natürlich auch an und sahen…

den ersten Koala in freier Natur!

Wir waren sehr beeindruckt, das Wahrzeichen Australiens „einfach so“ im Wald zu sehen und genossen diesen tollen Moment.

Koala im Wald

Dann setzten wir die Fahrt zu Teddy’s Lookout fort. Von dort aus hatten wir einen tollen Blick aufs Meer und auf die Great Ocean Road

Ausblick von Teddy's Lookout

Wir machten eine kurze Rundwanderung durch den Wald, wo wir verschiedene Vögel und Pflanzen bestaunen konnten. Eindrücklich waren die Eukalyptus-Bäume, die einen tollen Geschmack verströmten.

Kennet River war ein Tipp aus einem Reiseblog. Ein kleiner Ort, der aus einem Campingplatz, einem Lebensmittelladen und ein paar Häusern bestand. An diesem Ort sollen einem die Papageien nur so zufliegen. Natürlich wollten wir uns dies nicht entgehen lassen und wir machten hier einen Zwischenhalt. Die Vögel kamen natürlich nicht zu uns, um uns Freude zu machen, sondern weil sie wussten, dass Menschen vor einem Lebensmittelladen Futter dabei haben – und das wollten sie haben! In der Hoffnung, Futter abzubekommen, kommen sie auf die Schultern, fliegen auf den Kopf oder den Arm. Einem Kakadu ist es gelungen, einem Mann ein Snickers zu stibitzen, welche er sich grad ins Maul schieben wollte. Wir assen je eine Glace und hatten Mühe, diese zu verteidigen. Einerseits war es witzig, den Vögeln so nahe zu kommen, andererseits ist es natürlich nicht schlau, den Vögeln Futter zu geben. Und wenn sie es nicht bekommen, werden sie agressiv…

Königssittich:

Königssittich

Kakadu:

Kakadu
Bettelnde Kakadus

Unser heutiges Tagesziel war Apollo Bay. Das Wetter war sosolala, teilweise Regen und 10 Minuten später wieder Sonnenschein. An der Strasse hatte es unzählige Lookouts und Empfehlungen, wo man anhalten soll.

Hier Bild machen!
Drive on left in Australia

Am späteren Nachmittag sind wir in Apollo Bay eingetroffen und haben unser AirBnB sofort gefunden. Leider hat der Zahlencode für den Hausschlüssel nicht funktioniert. Es dauerte bis wir merkten, dass wir vor Bungalow 1 statt Bungalow 4 parkiert hatten. Bei Nummer 3 hat der Code sofort funktioniert…

Wir richteten uns im Bungalow ein. Bettina wusch die Kleider und die Jungs reservierten die nächsten Etappen unserer Reise. Am frühen Abend machten wir einen Spaziergang ins Dorf Apollo Bay und assen dort zNacht. Zur Vorspeise genossen wir Känguru. Ja, diese süssen Dinger, denen wir vorgestern noch Futter gegeben hatten und sie so toll fanden…

Apollo Bay

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