Wir wussten, dass die Nacht kurz sein würde. Drum haben wir ganz schnell geschlafen…
Um 7:00 Uhr holte uns das Taxi ab (die Strassenbahnen streiken immer noch…) und brachte und zum Kölner Hauptbahnhof. Ein letzter Blick auf den Dom und schon fuhren wir los.
Von hier aus ging’s mit dem ICE zum Flughafen Frankfurt. Die Fahrt über die Schnellfahrlinie mit 260 Sachen dauerte nicht mal eine Stunde.
Nun begann der Fussmarsch zum Lufthansa-Schalter. Der Flughafen Frankfurt ist einer der grössten Flughäfen Europas und das hat man gesehen. Schlussendlich waren wir rechtzeitig am Schalter und konnten unser Gepäck aufgeben. Nun noch zur Sicherheitskontrolle und schon sind wir am Gate.
Das Flugzeug nach Belgrad hob mit ein wenig Verspätung ab. Der Flug führte uns über München, Graz und den Plattensee in die Hauptstadt Serbiens. Der Bezug unseres Gepäcks dauerte ein Wenig, die Einreise war smooth: Mit dem Pass kannst du die Einrichtung für die elektronische Einreise benützen, was wirklich zackig ging. ABER: Am Ausgang wartet ein Zöllner, und der macht einen Stempel in den Pass… Der ganze Prozess ist also digital, aber der Stempel muss sein!
Wir gehen durch den Zoll aus dem gesicherten Bereich heraus und sehen schon unseren Fahrer mit dem Schild „Martin Zeller“. Er bringt uns mit einem schwarzen AMG-Mercedes mit getönten Scheiben ins Hotel im Zentrum Belgrads. Und wenn es auf der Autobahn ein bisschen staut, fährt er über den Pannenstreifen… Da fühlt man sich im abgedunkelten Fond des Autos mindestens wie ein C-Promi!
Wir steigen beim Hotel Moxy aus und beziehen unser Zimmer in der 7. Etage. Wir können nicht lange im Hotel verweilen, denn ich habe schon einen ersten Fixpunkt: 17:00 Uhr Termin beim Stamm-Coiffeur von Roli. Nestor ist ein ausgewanderter Kubaner, der in Serbien Fuss gefasst hat. Warum Serbien? Weil dies eines der wenigen Länder ist, wo Kubaner visumfrei einreisen können. Und die Situation in Kuba konnte Nestor seiner Familie nicht mehr zumuten…
Nach diesem Fresh-up mit warmen und kalten Tüchern spazierten wir durch die Fussgängerzone und gingen anschliessend zurück zum Hotel. Roli führte uns zu Frans Restaurant, wo wir prima speisten. Übrigens: In Serbien ist das Rauchen in Restaurants nicht mehr erlaubt. Aber es halten sich die wenigsten daran. Zum Glück sassen wir im Nichtraucherbereich…

