Freitag, 20. März 2026: Tito lebt!

Jelena holte uns beim Hotel ab und wir fuhren mit dem Taxi aus Belgrad hinaus. Das Ziel war ein Bahndepot bei einem kleinen Bahnhof. Darin versteckt ist ein Überbleibsel aus der sozialistischen Vergangenheit Jugoslawiens: Der Blaue Zug (Plavi voz) von Jugoslawiens Langzeitpräsidenten Josip Broz Tito!

Der Zug hat(te?) 21 Wagen und bot Platz für 200 Leute. Mit diesem Zug fuhr Tito durchs Land und besuchte sein Volk. Auch Staatsgäste wie Queen Elisabeth II, Gama Abdel Nasser, der Schah von Persien, Haile Selassie, Muammar al-Gaddafi, Nicolae Ceausescu etc hatten die Ehre, in diesem Zug herumchauffiert zu werden!

Titos Zug ausserhalb von Belgrad

Der Zug bot jeglichen Komfort. Nebst luxuriösen Schlafzimmern mit eigener Badewanne (für Gäste und für Herr und Frau Tito), hatte es einen Konferenzsaal, ein Kino, einen Speisewagen. Alles technisch der letzte Schrei – von damals.

Seine letzte Fahrt hatte Tito nach seinem Tod, als sein Sarg von Ljubljana nach Belgrad überführt wurde.

Einzelne Wagen werden heute noch benützt, so z.B. im Sommer im Schnellzug Beograd – Bar.

Nach diesem historischen Highlight fuhren wir wieder mit dem Taxi zurück ins Zentrum und gingen im Kafana SFRJ, einem typisch serbischen Restaurant, essen. Auch hier kam man nicht um Tito herum. Es hing auch eine Karte des alten Jugoslawiens und weitere Erinnerungsstücke von früher.

Serbisches MIttagessen

Das Mittagessen war deftig, ich hatte in Kohl eingewickeltes Fleisch auf Kartoffelstock. Lecker!

Der Nachmittag war „zur freien Verfügung“ und wir schlenderten durch die Stadt.

Später trafen wir auf die Gruppe, die heute aus Zürich angereist ist. Am Abend gingen ins Le Fer essen. Speziell an diesem Lokal ist, dass dieses auf einem Ponton und auf der Save vertäut ist.

Le Fer - Restaurant auf der Save

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