Montag, 24. August 2026: Ein bisschen Nord-, ein bisschen Ostsee.

Heute war Tagwache zu einer Zeit, als wären wir zu Hause und hätten zur Arbeit gemusst. Dabei mussten wir doch nur um 8:00 Uhr am Fährhafen einchecken, was wir locker schafften.

Heute ging’s zurück nach Dänemark. Wiederum mit der Fjord FSTR, welche mit 60 km/h über die Nordsee prescht. 15 Minuten vor der vorgesehenen Abfahrt fuhren wir in Kristiansand los – ein letzter Blick auf die vorgelagerten Inselchen und den Leuchtturm – und 5 Minuten vor der vorgesehenen Ankunft waren wir in Hirtshals. Dieses Schiff ist nicht nur fast, sondern – eben – FSTR!

Mit der Fjord FSTR geht's nun nach Hirtshals
Leuchtturm vor Kristiansand

Wiederum fuhren wir mit dem Shuttlebus vom Fährterminal zum Bahnhof, wo wir rund 52 Minuten auf den nächsten Zug warten mussten. Dann war es so weit, und wir konnten Hirtshals hinter uns lassen. Mit einem Umstieg in Hjørring waren wir um 14:00 Uhr in Fredrikshavn. Die sehr grossen Gleisanlagen des Bahnhofs zeugen von einer grossen Vergangenheit. Heute halten nur noch Reisezüge an. Nach der Eröffnung der Öresundbrücke im Jahr 2000 ging der Schienengüterverkehr nach Schweden auf diese Verbindung über, sodass es die Anlagen eigentlich nicht mehr braucht

Wir sind im Park Hotel einquartiert, welches 5 Minuten zu Fuss vom Bahnhof entfernt liegt. Wir deponieren das Gepäck und machen uns auf den Weg an den Palm Beach. Dieser Strand heisst so, weil die Gemeinde jedes Jahr dort 100 Palmen aufstellen lässt, dies um die Attraktivität der Stadt zu steigern und was für den Tourismus zu tun.
Wir verweilen einen Moment an diesem Strand, an welchem sogar Liegestühle zur Verfügung gestellt werden. Natürlich machen wir auch ein paar Schritte in der Ostsee 🙂 , welche gemäss Internet 16,5° C warm ist, uns aber wärmer vorkommt.

Palmenstrand an der Ostsee

Meeresluft macht hungrig und so machen wir uns auf zu einem Restaurant, welches in der Fussgängerzone von Fredrikshavn liegt. Da wir bereits 17:55 Uhr haben und die Geschäfte um 17:00 Uhr schliessen, war die lange Fussgängerzone (eine der längsten Dänemarks) schon verwaist. Das uns vom Hotel empfohlene Restaurant hatte jedoch geöffnet und servierte  uns ein Thai-Menu bzw Fisch.

Die pulsierende Fussgängerzone von Fredrishavn

Ein Spaziergang durch das Fischerquartier der Stadt Fredrikshavn rundete den Tag ab.

Sonntag, 23. August 2026: Der Dampfzug ist NICHT die Hauptattraktion.

Kurz vor sieben ist Tagwache. Wir wollen pünktlich sein, schliesslich wollen wir eine Attraktion erleben, welche wir schon ein paar Monate auf der Bucket-List haben. Aber alles der Reihe nach…

Frühstück hätten wir heute bereits ab 6:00 Uhr haben können, da ein Handballturnier in der Stadt stattfindet und die Athleten teilweise früh aus den Federn müssen, um die Spiele zu bestreiten. Aber so früh sind wir wie gesagt nicht unterwegs. Das Frühstücksbuffet ist ein tollet Start in den Tag.

Bahnhof Grovane

Um 9:47 Uhr fuhr der Bus der Linie 30 los in Richtung Grovane. Es hat nicht viele Menschen im Bus, kurz vor der Endstation sind es wir zwei und der Fahrer. In Grovane steigen wir beim Bahnhof aus. Züge aus Oslo oder Kristiansand halten hier schon längere Zeit nicht mehr an. Aber der Bahnhof ist der Ausgangspunkt der Setesdalsbanen nach Røyknes, welches etwa 8 km dem Fluss Otra folgt. Heute war ein Fahrtag und eine Dampflok mit drei Wagen erwartete uns. Die Tickets haben wir bereits vor ein paar Wochen im Vorverkauf gekauft, ich musste nur noch den Voucher am Schalter umtauschen. Im Gegenzug gibt es ein klassisches Kartonbillett im edmonsonschen Format.

Am Bahnhof Grovane befindet sich der Ausgangspunkt der Setesdalsbanen nach Røyknes

Wir besteigen den Zug und pünktlich um 11:00 Uhr fährt er los. Die Strecke führt durch eine schöne Gegend und immer wieder haben wir einen Blich auf die Hauptattraktion, wegen der wir eigentlich hier sind (es ist ausdrücklich nicht der Dampfzug!): die Steinsfoss Tømmerrenne, oder anders gesagt, die Holzrinne von Steinfoss. In dieser Rinne befand sich bis 1981 Wasser und mittels dieses Wassers und dem Gefälle wurden Holzstämme von weiter oben nach Grovane transportiert. Heute ist dies ein Wanderweg, und den wollen wir bewandern.

Wir fahren mit dem Zug bis zur Endstation Røyknes. Für die 8 km lange Fahrt benötigen wir etwa 45 Minuten und dies auch nur dank eines Haltes auf der Strecke, wo es plötzlich nicht mehr weiter ging. Warum das so war, wurde den Reisenden auf norwegisch mitgeteilt. (habe nix verstanden, mein Norwegisch ist ein bisschen eingerostet…).

Der Dampfzug der Setesdalsbanen ist in Røyknes angekommen

In Røyknes wurde die Dampflok abgehängt, es ging zum Wasser fassen und hier wurde sie ans andere Ende des Zuges gehängt – bereit für die Talfahrt. Diese Talfahrt machten wir nicht mit, wir wollten von hier aus zu Fuss wieder nach Grovane wandern.

Startpunkt der Wanderstrecke bei Røyknes

Die ersten 3 Kilometer fanden auf normalen Naturstrassen entlang eines Sees statt. Am Ende des Sees befand sich der Beihølen dam und staute das Wasser. Der Bau des Danms/der Staumauer war auch der Grund für den Bau der Holzrinne von 1954 bis 1957. Der Wasserstand im Fluss sank zwischen dem Kraftwerk und dem etwa vier Kilometer flussaufwärts gelegenen Staudamm. Das im Fluss geflösste Holz wurde zwischen dem Staudamm und dem Kraftwerk in die Rinne geleitet. Dieser Transport in der Rinne wurde 1981 eingestellt; seitdem wird das Holz auf der Strasse transportiert und die Holzrinne kann seit 1984 als Wanderweg benutzt werden.

Die Strecke durch das Naturschutzgebiet ist wirklich toll. Man ist immer in der Nähe des Flusses, aber immer in 2-8 m Höhe. Die Rinne führt sogar durch zwei Tunnel und über zwei Brücken! Wir konnten diese Wanderung wirklich geniessen, es machte Spass, auf den wackligen Brücken über dem tosenden Fluss zu wandern. Dieses Erlebnis können wir wirklich empfehlen! Nach einer Mittagsrast unterwegs kamen wir um 15:30 Uhr wieder am Bahnhof Grovane an, wo uns der Bus nach Kristiansand erwartete.

Unterwegs auf der Steinsfoss Tømmerrenne
Unterwegs auf der Steinsfoss Tømmerrenne
Unterwegs auf der Steinsfoss Tømmerrenne
Unterwegs auf der Steinsfoss Tømmerrenne
Unterwegs auf der Steinsfoss Tømmerrenne
Unterwegs auf der Steinsfoss Tømmerrenne

Nachtessen wieder auf der Terrasse, diesmal in einem Lokal der norwegischen Restaurantkette „Egon“. Heute hatte es viel weniger Leute in der Fussgängerzone als gestern.

Samstag, 22. August 2026: Auf nach Norwegen!

Heute heisst es kurz Abschied nehmen von Dänemark. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen, machen uns auf den Weg zum Bahnhof Hjørring und fahren mit dem Zug nach Hirtshals. Dort übernimmt der Shuttle-Bus und bringt uns direkt zum Terminal der Fjord Line. Alles klappt bestens, sodass wir pünktlich an Bord gehen können. Um 12.10 Uhr legt unsere Fähre Richtung Kristiansand ab. Norwegen, wir kommen!

Die Fjord FSTR kommt in Hirtshals an

Die rund zweieinhalbstündige Überfahrt verbringen wir ausgesprochen komfortabel in der Fjord-Line-Lounge. Hier machen wir es uns gemütlich und geniessen ein kleines, aber leckeres Mittagsbuffet. Während draussen das Meer vorbeizieht, steigt die Vorfreude auf unser nächstes Ferienerlebnis.

Überfahrt von Hirtshals nach Kristiansand

Gegen 15:00 Uhr erreichen wir Kristiansand und Norwegen begrüsst uns tatsächlich mit norwegischem Hochsommerwetter. Im Thon Hotel Parken beziehen wir ein tolles Zimmer im fünften Stock: coole Aussicht über die Stadt, cozy Schlafnische und ein stylischer Aufenthaltsbereich. Eigentlich ein Zimmer, in dem man es sich problemlos länger gemütlich machen könnte. Aber bei diesem Wetter? Keine Chance! Der Sommer zieht uns nach draussen, mitten hinein ins pulsierende Samstags-Stadttreiben von Kristiansand.

Geschäftiges Kristiansand

Schon auf dem Weg zum Hotel erscheint uns Kristiansand angenehm lebendig und gleichzeitig erstaunlich entspannt. Die Stadt liegt ganz im Süden Norwegens am Skagerrak und ist mit rund 115’000 Einwohnenden die grösste Stadt der Region Agder. Gegründet wurde die Stadt 1641 vom dänisch-norwegischen König Christian IV., nach dem sie auch benannt wurde. Das historische Zentrum trägt den treffenden Namen Kvadraturen: Die Strassen wurden nach einem regelmässigen Schachbrettmuster angelegt, was dem Zentrum bis heute seine charakteristische Struktur gibt. Breite, schnurgerade Strassen, Geschäfte, Restaurants und Cafés bestimmen das Bild, und immer wieder ist die Nähe zum Wasser erkennbar.

Auch einige bekannte norwegische Persönlichkeiten sind mit Kristiansand eng verbunden. So wurde z.B. Kronprinzessin Mette-Marit, 1973 in Kristiansand geboren und ist in der Region aufgewachsen. In einem Sportgeschäft stossen wir zudem auf Sportkleidung von Petter Northug. Der Name ist natürlich ein Begriff: Northug gehört zu den ganz grossen Figuren des norwegischen Langlaufsports. Der mehrfache Olympiasieger und Weltmeister war nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge berühmt, sondern auch aufgrund seines ausgesprochen selbstbewussten Auftretens.

Nach unserem Stadtbummel steht noch der Proviant-Einkauf im Kiwi-Supermarkt auf dem Programm. Am Abend geht es ins Restaurant Le Monde (Terrasse!). Dort lassen wir unseren ersten Tag in Norwegen bei sehr leckeren Tapasspezialitäten ausklingen. Verschiedene kleine Gerichte, von allem etwas probieren und dazu die sommerliche Atmosphäre der Stadt geniessen: einfach top. Nach dem Essen unternehmen wir noch einen Verdauungsspaziergang Richtung Meer, wo wir ganz grosses Naturkino geboten kriegen. Über dem Wasser türmen sich eindrückliche Wolkenformationen auf, Licht und Schatten wechseln sich ab und sorgen für eine dramatische Stimmung. Und als wäre das noch nicht genug, gibt‘s auch noch ein Regenbogen-Ausschnitt am Himmel.

Regenbogen über Kristiansand
Farbenspektakel über Kristiansand
Innenstadt von Kristiansand 'on fire'

Freitag, 21. August 2026: Von Hirtshals nach Tversted

Heute wandern wir von Hirtshals nach Tversted. Das Wetter passt: überwiegend Sonne, angenehme Temperaturen und damit beste Bedingungen für unseren Wandertag.

Bevor wir losziehen, kaufen wir beim SuperBrugsen unseren Proviant ein. Danach führt uns der Weg zuerst durch die weniger touristische Seite von Hirtshals. Wir durchqueren die Gewerbezone, kommen am Zentrallager der Color Line vorbei und passieren verschiedene Fisch-Produktionsbetriebe. Hier werden unter anderem Lachs und Aal gezüchtet und verarbeitet. Nicht unbedingt das Hirtshals aus dem Ferienprospekt, aber durchaus interessant.

Nach und nach lassen wir die Gewerbebauten hinter uns und die Umgebung wird grüner. Der Weg führt durch den Wald und später durch das weitläufige Dünenhinterland. Dazwischen immer wieder Ferienhäuser – oder besser gesagt: sehr viele Ferienhäuser. Manche gut sichtbar, andere fast vollständig zwischen Bäumen, Hecken und den Dünen-Vorläufern versteckt.

Die erste Etappe des Tages führt durch den Wald
Felder im Hinterland der Nordsee

Auf einem der Wege durchs Grüne gibt es dann noch eine kleine Überraschung. Direkt vor uns schlängelt sich eine kleine Natter über den Weg. Einen kurzen Moment können wir sie beobachten, dann verschwindet sie wieder im Gras.

Eine Natter kreuzt unseren Weg

Dann erreichen wir den Strand. Vor uns liegen die Nordsee, der breite Sand und viel Himmel. Bei diesem Wetter zeigt sich die Küste von ihrer besten Seite und das Wandern macht so richtig Freude.

Nordsee
Wasservögel am Strand

Für unsere Mittagsrast finden wir ein schönes Bänkli mit freier Aussicht. Ein idealer Platz. Wir machen es uns gemütlich, ruhen uns aus und lassen uns den mitgebrachten Lunch schmecken. Dazu die Aussicht und Ruhe pur.

Der Strand gehört uns
Idylle pur!

Bis die «Tour de Skagen» auftaucht.

Eine grössere Gruppe Radfahrer kommt angefahren, einige davon mit Musikboxen, und mit der Ruhe ist es fürs Erste vorbei. Die Szene hat aber auch etwas Komisches: Eben sitzen wir noch ziemlich allein auf unserem Bänkli und im nächsten Moment ist der Platz voller Velos, Menschen und Musik. Was soll’s. Wir finden’s lustig. 

Wir ziehen weiter Richtung Tversted. Eine kleine Ortschaft, die eigentlich durch nichts auffällt, in der aber der Bus 82 hält, der uns zurück nach Hjørring bringt. 

Zurück im Hotel räumen wir die ersten Sachen zusammen, denn morgen geht’s auf nach Norwegen. Martin geht noch zum lokalen Barber, ich ins Metropole Shopping Center und dann treffen wir uns im Buffett-Restaurant „Flammen“ zum Znacht. 

P.S.

Seit wir an der Nordsee unterwegs sind, haben wir beide das Gefühl, dass uns die Luft hier ausgesprochen guttut – besonders unseren Atemwegen.

Ganz aus der Luft gegriffen ist dieser Eindruck nicht – sagt Chat GPT. 

Durch Wind, Brandung und platzende Luftbläschen an der Wasseroberfläche gelangen winzige Meerwassertröpfchen in die Luft. Nach dem Verdunsten bleiben feinste Aerosole zurück, die vor allem Meersalz, aber auch andere natürliche Bestandteile des Meerwassers enthalten. Ein Teil dieser Partikel ist klein genug, um beim Atmen in die oberen und teilweise auch in die tieferen Atemwege zu gelangen.

Donnerstag, 20. August 2026: Gut Ding will Weile haben

Das Wetter zeigt sich heute wieder von seiner sonnigen Seite. Als wir am Morgen aufstehen, erwartet uns ein strahlend schöner Tag – beste Voraussetzungen also, um dort weiterzumachen, wo wir gestern aufgehört haben.

Nach dem Frühstück bestellen wir uns ein Uber-Taxi und lassen uns zurück zum Ferienzentrum Skallerup bringen, bei dem wir gestern unsere Wanderung wetterbedingt abgebrochen haben. 

Wasser für kleine, mittlere und grössere Hunde

Und es wandert sich wunderbar. Die Sonne scheint, die Temperaturen sind angenehm und einmal mehr geniessen wir dieses milde Meeresklima, das uns beiden ausgesprochen guttut. Die frische Luft, der Wind und die Ruhe, abgesehen vom stetigen Rauschen der Nordsee, begleiten uns auf unserem Weg.

Unterwegs an der Nordsee

Zu Beginn sind noch recht viele Menschen am Strand unterwegs. Spaziergänger und Sonnenanbeter teilen sich mit uns den Küstenabschnitt. Doch je weiter wir gehen, desto weniger werden es. Irgendwann haben wir den Strand über längere Abschnitte beinahe für uns alleine.

Unterwegs an der Nordsee

Und genau darin liegt heute ein besonderer Reiz. Es gibt kurze Gespräche zwischen uns, kleine Beobachtungen (Strandläufer-Vögel, kleiner Frosch etc. ) und Gedanken, die wir miteinander teilen. Dazwischen liegen aber auch längere, ruhige Passagen, in denen jeder einfach für sich geht. Gegen 14:00 Uhr erreichen wir Hirtshals.

Strandläufer

Unser erstes Ziel ist der weithin sichtbare Leuchtturm von Hirtshals. Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, hinaufzusteigen. Oben angekommen werden die vielen Stufen mit einer grossartigen Aussicht belohnt. Vor uns breitet sich die Nordsee aus, unter uns liegen Küste, Hafen und der Ort Hirtshals. Ein wunderbarer Platz, um zu verweilen und zurückzublicken auf die Strecke, die wir heute zu Fuss zurückgelegt haben.

Hirtshals Fyr
Leuchtturm von Hirtshals

Interessant ist auch, dass die Umgebung des Leuchtturms eine ganz andere Geschichte erzählt, als die friedliche Landschaft heute vermuten lässt. Direkt hier befindet sich das Bunkermuseum Hirtshals 10. Batterie, eine ausgedehnte deutsche Befestigungsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Rund 70 Bunker und kilometerlange Laufgräben gehörten einst zu dieser Stellung. Heute liegen diese Relikte zwischen Dünen, Gras und Meer – ein eigenartiger Kontrast zu diesem sonnigen, friedlichen Nachmittag. 

Ehemalige Bunker der 10. Batterie

Nach dem Abstieg gönnen wir unseren Füssen ein Fussbad in der Nordsee. Das kühle Wasser tut herrlich gut und ist eine echte Wohltat nach der Wanderung.

Füsse in der Nordsee kühlen

Anschliessend machen wir uns auf den Weg ins Zentrum von Hirtshals. Die Ortschaft selbst haut uns, offen gesagt, nicht gerade aus den Socken. Hirtshals ist weniger ein herausgeputzter Ferienort als vielmehr eine Stadt, die vom Meer und vor allem von ihrem Hafen lebt. Dieser wurde zwischen 1919 und 1931 gebaut und entwickelte sich zu einem der grossen Fischereihäfen Dänemarks. Bis heute bestimmen Fischerei, Fähren, Transport und maritime Betriebe das Leben des Ortes. Von hier führen wichtige Fährverbindungen über die Nordsee Richtung Norwegen, Färöer und Island. 

Mit dem Zug geht es danach zurück nach Hjørring. Dort wartet bereits die nächste kleine Aufgabe auf uns. Wir setzen uns zusammen und beschäftigen uns mit der weiteren Reiseplanung. Schließlich wollen auch die kommenden Tage organisiert sein. 

Allzu lange dürfen wir uns allerdings nicht mit der Planung beschäftigen, denn heute steht noch ein weiterer Programmpunkt an. Wir gehen früh zum Nachtessen, weil Martin um 19:00 Uhr noch einen Termin hat, der für ihn nicht unwichtig ist: ein Fussballspiel des lokalen Clubs (Vendsyssel FF gegen Hillerød) aus der zweiten dänischen Liga und somit ein neuer Ground für seine Groundhopper-Sammlung.

Vendsyssel FF - Hillerød Fodbold  1 - 0