Frankreich: Wanderung Rothéneuf – St Malo

Der Bus bringt uns von Saint-Malo nach nach Rothéneuf. Hier wollen wir in einem Restaurant frühstücken und wir entscheiden uns für La Table de Louise 🙂

Das Frühstück ist sehr rustikal: 2 Scheiben Brot, Butter und Konfitüre. Aber zu Hause hätten wir es auch nicht anders gehabt…

Frühstück :-)

Nach dem Frühstück machen wir uns los, um nach Saint-Malo zu wandern. Sehr schnell erreichen wir die Küste. Dieser geht es nun entlang Richtung Saint-Malo.

Am Anfang ist die Küste noch recht rustikal. Keine mondänen Badestrände, sondern schroffe Felsen.

Quasi eine Bucht bei Minihic

Die Wanderung führt über schmale Wege, das Meer immer im Blick. Aber man muss auch auf den Boden schauen, damit man die vielen Schnecken, die sich am Boden befinden, nicht kaputt tritt.

Beim Start der Wanderung ist der Himmel noch bedeckt. Aber schon bald setzt sich die Sonne durch, sodass sich ein tolles Wolkenspiel ergibt

Wolkenspiel am Strand von Minihic

Plötzlich reisst der Himmel auf und die ganze Szenerie wird nun noch spektakulärer!

Unterwegs am Ufer bei Minihic

Wir wandern weiter Richtung Saint-Malo. Zwischendurch haben wir Lust, Schuhe und Kleider auszuziehen und einfach eine Rund im Meer zu schwimmen.

Am schönen Strand von Minihic
Strandläufer

Schon bald erreichen wir Saint-Malo. Der Strand. Die Häuser. Die Altstadt im Hintergrund. Einfach WOW!

Möve in Saint-Malo
Wolkenspiel in Saint-Malo

8,3 km, 2:30 h, leichte Wanderung ohne Steigungen

Donnerstag, 16. Juni 2022: Tschüss Hamburg, meine Schöne.

Heute geht‘s mit dem Zug zurück in die Schweiz. Wir erbieten Hamburg unsere Abschieds-Ehre in Form einer Joggingrunde durch Teile der Speicherstadt bzw. entlang der Landungsbrücken. S‘ist noch wunderschön ruhig, hat nur wenig Leute auf den Strassen und das Wetter trägt seinen Teil zu dieser wohltuenden kurzen Laufrunde und Stretching-Sequenz bei. Zurück im Hotel machen wir machen wir uns „ausgeh-fertig“ und packen unsere Sachen zusammen. Obwohl wir gefühlt nur wenig Kleidung in unsere Rucksacktaschen gepackt haben, kommt die Hälfte ungetragen mit nach Hause. Es würde also für eine Woche mit noch weniger gehen.
Wir treten vors Hotel und schon fährt der Bus 2 Richtung Hauptbahnhof vor. Rasch die Maske auf Mund und Nase gesetzt (ist in Deutschland im ÖV noch obligatorisch) und einsteigen bitte. Beim Hauptbahnhof angekommen holen wir uns Franzbrötchen (Premiere für uns) und Kaffee und frühstücken erstmal.

Einmal durch Deutschland runter...

Dann noch kurz etwas Reiseproviant eingekauft und schon stehen wir auf dem Perron zu Gleis 14 und warten auf die ICE-Zugeinfahrt, wo wir unsere Reservationen im Wagen 14 haben. Leicht verspätet fahren wir los – leise gespannt auf das, was diese Reise noch für Überraschungen für uns bereit hält. Und die verläuft eigentlich ganz gut. Wir treffen mit ca. 45 Minuten Verspätung in Basel ein und haben dann schon bald einen Anschlusszug nach Bern.

Die Reservation läuft ab bevor der Zug am Ziel ist...

In Bern kaufen wir noch ein paar Essenssachen ein und geniessen zu Hause einen gemütlichen Ferienabend.
Der Deutschland-Kurzurlaub hat gut getan. Wir haben vieles gesehen, gemacht und erlebt und uns trotzdem entspannen können. Hat Spass gemacht. Bis zum nächsten Mal lieber Norden von Deutschland.

Mittwoch, 15. Juni 2022: Wir Hamburg-Touristen

Heutiger zentraler Programmpunkt ist der Besuch des Miniwunderlands (MIWULA). Damit wir ohne Anstehen ins MIWULA können, haben wir uns Tickets im Vorverkauf geholt. Es gab jedoch nur noch welche für den Zeitslot ab 07.30 Uhr… Tja, ist halt eine Attraktion dieses Wunderland! Kurzer Zmorge-Abstecher in der nahe gelegenen Schanzenbäckerei und schon geht‘s ab ins Wunderland.

Blick in die Speicherstadt

Machen uns zuerst grad auf in den neuen Teil, d.h. ab über die neu  eingelegte Brücke, welche die beiden MIWULA-Gebäude verbindet, nach Brasilien. Fantastisch was es alles zu sehen gibt: Karnevalszenerie, Favela-/Eisenbahn-Szene, das Pferd, das nicht „kotzt“ … 🤮, Stielaugen-Moment😳, Copabanana… Weiter geht‘s mit ein paar Spezial-Themen: Edukative Info-Videos zu Enkeltrickbetrug bzw. Bildung der Rettungsgasse auf Autobahn, zu Massentierhaltung sowie zur städtebaulichen Entwicklung generell bzw. im grenznahen Berlin-Teil BRD/DDR. Danach geht‘s weiter in den „klassischen“ Teil der Ausstellung: Schweiz (Schoggi Manufaktur, Gotthardtunnel, Käselaster verliert Ladung), Deutschland (DJ Bobo Konzert, HSV Stadion, Elphi, Mordszene, Liebespaar im Sonnenblumenfeld, Otto-Bühne mit Ottifanten, gefällter Baum fällt auf Dach), Skandinavien (Eisbären, Pinguine, Pipi Langstrumpf, Weihnachtsmann), Italien (Vesuv-Asbruch, Venezia), Flughafen Knuffingen (wie passt das Gepäck in den Sportwagen bzw. wie kriegt man eine Grossfamilie in einen Smart?) und und und.

Stielaugen…

Auto zu klein - oder zu viele Leute…

Ausbruch des Vesuvs

Wir schauen, bestaunen, lachen und freuen uns… so intensiv, dass fünf Stunden im Nu vergehen. Kurz nach 13:00 h verlassen wir das MIWULA. Jetzt brauchen wir eine Stärkung. Was wir schon so lange tun wollten, tun wir heute: Wir gehen auf Landungsbrücke 10 ein Fischbrötchen essen. Schmeckt so was von lecker! Nach unserem Fischbrötchen-Lunch sind wir ready für eine Hafenrundfahrt. Bei schönstem Sommerwetter fahren wir raus auf die Elbe, Richtung Container-Terminal, wo wir ein paar richtig grosse COSCO-Pötte bewundern.

Cosco Shipping Sagittaurius

Dann vorbei an festgesetzten Oligarchen-Jachten weiter Richtung Speicherstadt und Elphi. Noch immer wird auf den Führungen ausführlich über die verzögerte Bauzeit und die massive Kostenüberschreitung beim Elphi-Bauprojekt erzählt. Keine einzige positive Aussage zu dieser super tollen Attraktion für Einheimische und Touristen, die in keiner Hamburg-Foto-Shooting-Sammlung fehlen darf und wird. Als wir wieder festen Boden unter den Füssen haben, gibt’s ein Eis und noch etwas Ausruhen auf den Elbtreppen und dann kann’s weitergehen. Martin spaziert durch den Elbtunnel ans andere Elbufer währenddessen ich noch etwas ins Stadtzentrum shoppen gehe.

Unterwegs im Elbtunnel

Kurz vor 19:00 Uhr gibt’s die fizellerische Reunion und wir gehen im Restaurant Dolcetto Abendessen. Dies mit allem Drum und Dran: Negroni, Campari Spritz, Primi, Secondi und sizilianischem Wein (Spruch auf Homepage des Restaurants: Ein Essen ohne Wein ist wie ein Tag ohne Sonne). Der Wirt ist herzlich gastfreundlich und erzählt uns im Gespräch, dass er aus Cefalù kommt. Dies löst bei Martin subito Sizilien-Emotionen aus, so dass er Giuseppa Battaglia (Wirt) vor Verlassen des Lokals noch einige unserer Cefalù-Ferienbilder zeigt. Eine neue Art der Schopfer-familiär-bedingten „Vous venez d‘où, Monsieur?“ Mentalität 🥰. Ein kurzer Spaziergang bringt uns zurück ins Hotel Amaron, wo wir diesen tollen Tag gemütlich ausklingen lassen.

Dienstag, 14. Juni 2022: Bye, bye Leer – hello, hello Hamburg

Nach dem Aufstehen sind wir in kürzester Zeit reisefertig. Corona-bedingt wird im Hotel „Five Rooms“ kein Frühstück angeboten, so dass wir auschecken und in einem Bäckerei-Café im Innenstädtchen frühstücken gehen. Danach begeben wir uns zum Bahnhof und fahren um 09:41 Uhr (Die DB kann auch mal pünktlich sein) mit dem Zug nach Hamburg, wo wir um 12:15 Uhr ankommen. Zu Fuss geht‘s durch die Mönckebergerstrasse zum Rathaus und zum Hotel Amaron (Zimmer 512). Wir können bereits das Zimmer beziehen, richten uns kurz ein und ruhen uns etwas aus. Mit dem Bus Nr. 2, der fast unmittelbar vor der Hoteltür abfährt, machen wir uns etwas später auf Richtung Hamburg-Altona zu „Jö Makrönchen“: Ein kleines Café mit integrierter Macaron-Manufaktur. Wir gönnen uns Käffchen und je drei mega, super duper leckere Macarons und geniessen das Altona-Ambiente.

Leckere Macarons aus dem Jö Makrönchen

Mit der S-Bahn geht‘s zurück ins Stadtzentrum/Hauptbahnhof, von wo wir noch etwas durch die (Einkaufs-)Strassen schlendern (geteiltes Herren- und Damenprogramm). Zurück im Hotel entscheiden wir uns, heute Abend im Restaurant „Brook“ essen zu gehen. Habe die Location von Alex empfohlen erhalten. Ein super Tipp. Die Karte ist nicht mega gross, hat aber viele leckere Sachen drauf, so dass die Wahl nicht einfach fällt. Karotten-Tomaten-Orangen-Süppchen mit Tuna und Ziegenkäse-Wantans sind köstlich. Und auch die Hauptgänge Wiener Schnitzel mit Kartoffel-Gurkensalat (Martin) bzw. Schollenfilet mit Venere-Risotto (Bettina) munden hervorragend. Nachtisch wäre too much, weshalb wir das Essen mit einem Kaffee abrunden. Kurz nach 22.00 Uhr sind wir zurück im Hotel. Draussen ist es noch taghell. Schauen noch etwas fern – Deutschland gewinnt im Nations Cup gegen Italien 5:1. Gut is… 

Die Elbphilharmonie

Montag, 13. Juni 2022: Glückliche Deich-Kinder

Kurzes Frühstück in einem Bäckerei-Café in Leer, dann fahren wir mit dem Zug um 08.24 Uhr nach Norden. Auch diese Zugfahrt führt uns durch eine abwechslungsreiche, liebliche Landschaft. Zeit zu bestaunen, geniessen und den eigenen Gedanken nachzuhängen. In Norden verschieben wir uns zum zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), wo‘s mit Bus Nr. 413 ins friesische Outback geht. Als Kind bin ich öfters mit dem Postauto nach Büren an der Aare gefahren. Da haben wir uns immer lustig darüber gemacht, dass das Poschi bei jedem Miststock hält. Genau so ist es hier. Nur dass es keine Miststöcke, sondern in den meisten Fällen kleinere Haus-Ansammlungen hat. Irgendwann treffen wir in Nessmersiehl ein, wo wir aussteigen. Im EDEKA vor Ort kaufen wir noch etwas Proviant ein und begeben uns dann auf den Störtebecker-Deich-Weg, auf dem wir die Wegstrecke bis Norddeich Mole zurücklegen werden. Den grössten Teil der Strecke gehen wir auf dem hinter dem Deich liegenden, windgeschützten Radweg. Denn der Wind ist konstanter Begleiter und seine Böen treiben die Wolken munter umher, so wechseln sich sonnige Abschnitte immer wieder mit schattigen, recht kühlen Abschnitten ab. Und da wir nur unsere Jogging Kleider light tragen, gilt es, in Bewegung zu bleiben und sich warm zu halten. Zwischendurch wandern wir auf der Deichkuppe und leisten den Deich-Schafen Gesellschaft.

Typisch norddeutsch

Völlig dem Wind ausgesetzt, haben wir von hier aus einen tollen Blick aufs Meer, das sich im Ebbe-Stand weit zurück gezogen hat. In der Ferne erspähen wir die friesischen Inseln Norderney und Baltrum. Die Schafe auf den grünen Weiden bilden in der Phantasie das Gegenstück zu den Wolken im blauen Himmel.

Nordeseeblick

Den Wind im Gesicht und in den Ohren mit Blick auf die schöne Landschaft … Entspannung pur. Wir geniessen‘s. Irgendwo bei einem Aussichtspunkt essen wir unsere Sandwiches Hawaii style (tatsächlich eine Semmel mit einer Scheibe Käse und Schinken und einer Ananasscheibe 🍍). Dann geht‘s auch schon weiter.Im Verlauf des Nachmittags treffen wir in Norddeich Mole ein, wo wir etwas das Standleben geniessen und ein Backfisch-Brötchen mit Pommes geniessen. Es wird kühler und so beschliessen wir, den nächsten Zug zu nehmen und nach Leer zurückzukehren. Kurzer Shopping Abstecher zu Leiffers und dann kehren wir ins Hotel zurück, um uns etwas auszuruhen. Am Montag haben fast alle Restaurants in Leer die Bürgersteige hochgeklappt. Ausser verschiedenen asiatischen, griechischen und kebapischen Restaurants hat fast alles Ruhetag. Glücklicherweise finden wir im Pier 23 Hotel-Restaurant eine schöne und vor allem leckere Location, um zu Abend zu essen. Sprizz-Getränke (Limoncello und Campari), Vor- und Hauptgänge munden vorzüglich. Was für ein schöner Ausklang mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages.            
                                                                                  

Blick ins Leer(e)