Heute war Transfertag. Und Nachholtag. Und wir konnten beides vereinigen. Zuerst fuhren wir nach Radebeul Ost, wo wir auf die Lössnitzgrundbahn umstiegen. Radeburg und zurück war wohl die letzte Dampffahrt auf unserer Reise. Auch diese Strecke ist wieder toll, geht durch den Wald, über Dämme, Seen entlang und so weiter… Wer mal in der Gegend von Dresden ist, kann diesen Halbtagesausflug ab Dresden machen. Ist wirklich toll.

Liebliche Gegend…

Zurück in Radebeul Ost fuhren wir weiter nach Leipzig Hbf. Der Zug heisst Saxonia-Express und offeriert stündlich eine Verbindung zwischen Dresden und Leipzig und ist die schnellste Verbindung. Kurz vor 14:00 Uhr fuhren wir schon in Leipzig Hbf ein. Der Bahnhof ist eindrücklich. Ganze 26 Gleise überspannt die Bahnhofhalle. Und ich meine gelesen zu haben, dass Leipzig der grösste Bahnhof Europas sei. Und wenn ich in Leipzig bin erinnere ich mich immer an einen Schulkollegen, der mal in einem Vortrag über die DDR immer von Leizpig gesprochen hat. Wechstaben verbuchseln. Kann vorkommen, war aber in diesem Fall sehr nachhaltig… 🙂

Durst löschen in Radeburg

Wir checkten im InterCity Hotel (ICH) ein. Dies ist wirklich grad ums Eck beim Bahnhof. Dann hatten Woody und ich getrenntes Programm: Woody ging ins Museum der bildenden Künste MDBK, ich ging in ein Aussenquartier zum Coiffeur. Ein orientalischer Frisör,  mit Gesichtspflege und allem. Entgegen meinen Erfahrungen hat dieser meine Erwartungen nicht erfüllt. Er hat nicht mehr gemacht, als es meine kurdischen Syrer in Bern machen (oder syrischen Kurden). Zumindest sah ich jetzt wieder wie ein Mensch aus 🙂

Nach dem Coiffeur fuhr ich noch ein bisschen (ziellos) mit dem Tram umher. Nebst ziemlich modernen Trams gibt es auch Trams der tschechoslowakischen Tatra-Fabrik. Woody und ich nennen diese jeweils Tatratrams (gäbe bei Scrabble viele Punkte…). Irgendwann merkte ich, dass ich massiv ausserhalb des Zentrums gelandet bin, sodass eine Ankunft im Hotel auf 18:00 nicht mehr realistisch war… Aber kurz vor 19:00 Uhr war ich dann beim Hotel. Woody holte mich bei der Tramstation ab und wir gingen noch in der Innenstadt essen. Diesmal nicht italienisch, sondern lokal. Deftig war es – und gut!

Tatratram in Leipzig